1877 CHILMARCÜS CHILO
er das Buch in das Grab, und sagte: So gehe dennhin du verfluchtes Buch, welches so viel kostbare See-len verführet! gehe hin du verdorbenes und modrig-tes Buch! kehre wieder zur Erde und zum Staube, da-von du genommen bist! gehe hin an den Ort derFäu-lung, damit du nebst deinem Verfasser verfaule;! undverwesen mögest. Eben dieser Lheynel ließ gleich nachChiliingworihsLode ChiUingworthi noviffima drucken,darinne er, wie der Titel lautet, von dessen Kranckheit,Ketzerey, Tode und Bcgräbniß Nachricht giebt: ihnauch darinne den Ober-Ingenieur und Ertz-Spion derKönigin nennet. Sonst hat mair von diesem Lhil-lingrvorth auch Predigten und eine Vertheidigungder englischen Bischöffe gedruckt. Sein Leben hat derHerr des Marzeaux 172; zu Londen in 8 heraus ge-geben: und vorder frantzosischen Uebersetzung seinesBuches von der protestantischen Religion findet manaus demselben einen Auszug,nebst verschiedenen merck-würdigen Briefen, so Lhillingworch geschrieben. A,g. Wo.
CHILMARCÜS, Chilmarcius, ober Chylmarke, (Jo.),ein englischer Mathematicus ausCaermardcn, florirteum 1390, und schrieb de elementorum accidenriis:opuscula logica; de motu, de alteratione und deaugmentatione, inglcichen de elementorum actione,Bai. Pit. Fa.
çhilmead (Edmundus), ein Mathematicus undCriticus zu Stowonthewold im Hertzogthum Gloce-stèr, studirte zu Oxford, allwo er An. 1632 den Gra-duai eines Magisiri bekam, und einige Jahre hernachzum Capellan ander Christ-Kirche bestellet wurde.Als er aber von den Visitatoren des Parlaments An.*648 von bannen vertrieben worden, gieng er nachLonden, nährte sich allda von der Music, und starb deni Mertz An. 1654, oder nach dem alten Stylo den19 Febr. An. 1653 in grosser Armut. Seine Schaff-ten sind: de Mulica anriqua groeca, welcher Tractatder Edition von Job. Feilt Arato am Ende beygefügetworden; Jo. Antiocbeni cognomenro Malaise, historiachronlca, die er zu allererst mit seiner UebersetzungUnd einigen Noten aus Licht gestellte; einige Ueberse-tzungen, als von Gafsarelh curiositatibus inaudids,
C dmpaneüa monarchia hiípanica. W, d. Wo. Nie.
"Hilo, einer von den sieben Weisen aus Griechen-land, gebohren zu Lacedamon, wurde zu einem Epho-ro in seinem Vaterlande gemacht, in der 6; Olympia-de, A.U. 198, pflegte zu sagen, es wären drey schwereDinge in der Welt : ein Geheimniß bey sich zu behalten ;Zu erkennen, wie man die Zeit anwenden solle; Manmüsse sich am meisten vor sich selbst hüten, lieber Scha-den leiden, als einen schändlichen Gewinn ziehen; derStreich-Stein zeige die Güte des Goldes, dieses aberMe Beschaffenheit des Gemüths an. Er soll das
aixvrov, y.tiSiv Hyxv, Utld syyvu nxqx Si xrx mit
goldenen Buchstaben zu Delphos haben eingrabenmssen; ein epistolium ad Periandrum, wie auch aufa °o elkgiische Verse geschrieben haben, und für un-mäßiger Freude gestorben seyn, weil er seinen Sohn
CHILPERICUS CHIOCCO 1878
bey den olympischen Spielen crönen sehen. Laer.Plin.
CHILPERICUS, siehe Helpericus.
CHIMENTELLIUS(Valentinus), ein Antigvariuszu Bologna, florirte 1666, und schrieb: Marmor pi»lanum de honore BilselHi; diíîl de Sellis veterum;Comment, de re donativa antiquorum; myodiam s.de muscis pisanis, welche Werckgen in Jo. Ge. Gravitthes. antiquit. rom. T. VII gesetzt worden. Er starbum den Ausgang des vorigen Seculi.
CHIMORR/EUS (Paul), ein Schulmann vonBeeck,einem Dorffe im Hertzogthum Jülich, florirte um 1552,wurde Rector zu Ruremonde, Heinsberg und Düvrn,darauf Priester und Dechant zu Susteren, und schriebeinige poetische Wercke, die zusammen heraus gekom-men. A.
CHINASIUS (Daniel), ein Historiens von Trevigo,lebte gegen das Ende des 14 Seculi, und schrieb eineHistorie von dem 1377 geführten K riege zwischen Ve-nedig UNd Genua. Verus rerum venec. üb. 2. Vo.Fa.
de CHINCHILLA (Alphonsus), ein spanischer Be-nedictiner-Mönch von Valiadolid , lebte im Anfangedes 17 Seculi, und schweb mémorial de algunos efetos,qtie el SS. Sacramento de la cucbarißia cauf 'n en el al~.ma; welches Merck mit demjenigen, so 4 Jahre vor-her unter denk Titel: conjideracion de la communia»heraus gekommen, scheinet einerley zu seyn. Ant.
de CHINCHON ( Bernardus Peter) , ein Spaniervon Gandia, war der Collegiat-Kirche daselbst Cauo-nicus, lebte in der letzten Hclffte des 16 Seculi, und
schrieb Antialeoran s. contra errores lesta; mahomé-tan® ; efpejo de la vida bumana, Übersetzte auch Ga-leat. Capellae hißoria y gtterras de Milan aus dem La-teinischen. t^nt.
CHIOC ARE LED 8 (Bartholom.), ein Neapolita-ner gegen die Mitte des 17 Seculi, hat ein Verzeich-niß aller Bischöffe zu Neapolis von der Apostel Zeitenan bis 1643 heraus gegeben, auch ein Merck de icri-ptoribus illulhibus regni neapolitani aus Licht zu stel-len versprochen. ckc>. Hilf
CHIOCCO (Andr.), von Verona, allwo er DoctorMcdicinä, und Legest seiner Wissenschafft in Gracisund der Poesie sehr hoch gehalten wurde, schrieb de
kehre mall moris & morbis epidemicis; de lestionevenx in obrtructione; quaest. philos. & medicas; deCollegii veron. 111 . Medicis & Philosoph«, welchesWerck man in dem Thesauro antiquitatum & histor.Italix findet; difi. della natura delle ■ imprefe ; librosII descabie carminice; de eœli veroneniis clemen-tia; apologiampro divina Hier. Fracajbrii Syphilli-de adversus Jul. Cxs.Scaligeri censurant; griechische,lateinische und italiänische Gedichte; gab auch Franc.Calceolarii muséum, à Bened. Ceruto inceptum, & ase luculenter descriptum Sc perfestum heraus, Undstarb 8 April 1624. Ghii. Li.
Ccc ccc r ÇHIO-