CHRISTIANI
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lernte die griechische Sprache von Henrico Stepha-ns, und hatte in derselben sowohl, als in der latei-nischen so guten Fortgang, daß er auch zum Jnfor-matore des damahligen Printzen tzonBearn, so hernachunter dem Nahmen Henrici IV in Franckreich re-gieret,angenommen worden.. Als er sich nachgehendsnach Vendôme wenden wollen, siel er unter weg es denkigisten in die Hände, da denn vorbemeldctcr Printzdie Rantzion. vor ihn bezahlte. Er war lange Zeitder reformirten Religion zugethan, wandte sich aberendlich zu der cakholischen/war Rath bch dem Her-zog von Vendôme, hat ein piquantes Gedichte widerden Ronsard, etliche Comödien, eine Ueberfctzung'des cpppiani, etlicher Comödien desAristsphanisundgriechischer epigrammatum ; Eitripidis cyclopis ScHe-cube curn noris, die auch itt Crenii museo philolo-gico & historico stehen; Sopboclis philosteris ; sphè-re veteris grecs Empedndi tributs, die Mail auchin Fabricii bibl. grxca üb. II sindet, ' verfertiget,und ist 1596, im 56 Jahr gestorben. Cr. Sam. Ve.Nie.
CHRISTIAN (Wilh.), ein parisischcr Dockor Me-tz icinä und königlicher Leib-Medicns,von Orléans, soum dieMittc des i6Seculigelebt, hat unterschiedenemcdicinische Schrifften verfertiget, und unter andernOcellum Lucanum lateinisch übersetzt. Cr.
CIIRISTIANAîUS, Christineus, oder Christvn,(J.B.), gab 1675 ÜUL6S Lotharingie , ßrabantie, 8cLimburgi, Wie auch Ilelgarum Burgundiorumqttegubernatores ac archistrategos JU Cölln in4 heraus.
CHRISTI ANiEUS, Christineus, oder auch Chri-styn, (Libertus Franciscus) , ein frantzösischer JCtus,gab unter andern 1666 und 1671 Philip. Bagnyontitractatum legum abrogatarum 8c inusitatarum in cu-riis, terris, jurisdictionibus 8 c dominiis regni Fran-cis; in zwey Theilen mit Zusätzen vermehrt zu Brüsselin 4 heraus.
ClIRISTIANdEUS (Paulus), siehe Christineus,
CHRISTIANI (Alex.), von Demmin in Pommernbürtig, war zu Anfange des 17 Seculi Professor undPastor zu Greissswaidc, und schrieb: disl'emtiones 7de cœlo; exsreitationes metaphyficas & poliricas,
welche 1615 daselbst zusanmren gedruckt worden.Jae.
CHRISTIANI (Andf.), ein Mcdicuszu RipeninJütland, gebohren r;;i, studirte zu Coppenhagen 8Jahr , und begab sich, als er mit einem königlichenStipendio versehen worden, nach Wittenbcrg, wo erdie Magister-Würde annahm, und von dar nach Je-na; that darauf eine Reise nach Italien, und hals zuPadua etliche von Trincavcllil Schrifften beym Ab-drucke besorgen, ward 158z zu Basel Doctor, 1584Pros. zu Coppenhagen, und hatte 1590 die Ehre,daßder König Jacob VI von Schottland seine Vorlesun-gen mit besuchte. Er führte die Anatomien der mensch-lichen Cörper zu Coppenhagen ein, kam aber bey vie-len dadurch in solche Verachtung, daß sie nicht mit
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ihm umgehen wollen. Im Jahr 1602 ward erDi-rector zu Sora und Ephorus der Kloster-Schule da-selbst, schrieb enchiridion medicum de cognoscen-dis curandisque corporis humant morbis ex VtfiTrincaveUit prelectionibus confestum ; thefes demedicina 8c fanitate ; dilputationes ; programmna 8cc.und starb den 26Nov.i6o6,iM55Jahr. Mol.Fr.
CHRISTIANI (Andt.), mit dem Zunahmen Arra-boeníîs, Weiler zuKiöding aus der Insel Arroe i;7?den 2 Jan. gebohren war, nahm in seinen Sruden-ttn-Jahren die Magister-Würde an, wurde anfangsSchloßprediger zu Coppenhagen, 1616 an der käsi-gen Nicolai-Kirche Pastor, und 1617 Bischoff zuM-drosia, mnste aber 1622 solch Amt fahren lassen,uuderhielt dagegen das Pastorat zu Wordingsburg,schriebin dänischer Sprache relationem de Christian! IVrégis Dan. victoria de Suecis linalandioa itsVerse» ;epicedion in obitum Anne Catharine, regine Danie;meraphrasin psalmorum in Versen; osta rediviva f.homilias XV; viel Gedichte; Leichenpredigtcn, gabauch Bart aßt hexaümeron in Versen heraus, und starb7 Mcrtz 1637, tm ; r Jahr. Mol.
CHRISTIANI (Christianus), von Stettin, war imAnfange des 17 Seculi Prediger z» Stendal und ließdiicurC de cametis drucken. Jae.
CHRISTIANI (David), ein lutherischer Theologus,war zu Grciffeuberg in Pommern An. 1610 den 25Decembr. gebohren, studirte auf den Gymnastis zuColberg und Stettin, und hernach zu Greissswalde,zohe hierauf An. 1631 nach Franckfurt an der Oder,1632 nach Rostock, und sodann wiederum nachGreissswalde, um hieselbst die Würde eines Magistrianzunehmen. Als dieses geschehen, hielt er zu Rostockverschiedene dilputationes und Collegia, besuchte fer-ner 1634 Marpurg, ingleichrn Straßburg, las da-bey an beyden Orte» den Studirenden Collegia, wur-de von dem General Bannier zum General-Super-intendenten der königlichen schwedischen Armee ver-langet, konte aber diesen Berufswegen hin und wie-der eingerissener Pest, und der vielen strciffcnden Par-teyen nicht annehmen. 1638 bediente er sich zu Ba-sel derUnterweisung Joh. Luvtsrffii, und übte sichzu Marpurg, unter -Hannekenis noch weiter in demSyrischen uud Chaldäischen , worauf er An. 164t»und 1641 durch Deutschland, Holland und Engcllandeine Reise that, und nach seiner Wiederkuyfft inMar-purg An. 1642 zum Professore Mathematum bestelletwurde. Als hierauf wegen dermahligen heßischen Un-ruhen unterschiedliche Profeffores von Marpurg sichnach Giessen wendeten, bekam er zu Marpurg auchdie Profeßionem hcbrää Lingvä eine Zeitlang zu ver-walten, und bekleidete hiernächst bis An. 1650 dieProfeßionen der Beredsamkeit und Poesie; wiewohles schien, daß er diese beyden letztem gleichfalls nuraus Mangel eines Ordinarii auf einige Zeit überneh-men müssen. Bey Wiederaufrichtung der Universi-tät zu Giessen ward er an diesemOrte Professor MarDdd ddd 2 thesevs,