Band 
Erster Theil A - C.
Seite
1903-1904
JPEG-Download
 

1903 CHRYSOPHILUS CHRYSOSTOMUS CHUEDE CHUMNUS 1904

in der Natur-Historie und Medicin gute Progl essenmachte. Er langte hierauf 1399 zu Venedig an, er-hielt aber lauter leere Vertröstungen, und kam alsonach Constantiuvpel zurück, kehrte aber, als der Ba-jazech 1402 die Belagerung davor wieder aufgeho-ben, von neuem nach Venedig, und profitirte daselbst,wie auch zu Padua die griechische Sprache, hat auchdie lateinische Sprache in bessern Flor gebracht,ist dar-auf nach Zlvrentz, Rom und Pavia gangen, und zuCvstnitz i4ioden izAprihim 47 oder 4.8 Jahr seinesAlters gestorben, nachdem er régulas grammacicaeund epistolas tres grsecas; syncagma de a:t:erna Spi-ritus S. ex Patre Se Filio procefsione in griechischerSprache geschrieben, auch ein Werck de andgua Lcnova Roma Verfertiget, welches in den Bibliothecken inItalien anzutreffen, Jov. ?ap.

c II R Y 8 O p H I u u 8 Hornburgensts (Erasrnus), steheHomburg ( Ernst Christoph).

CH R Y S O P OLEROT US, stehe Sceperus (Jac.).

CHRYSOPOLITANÜS (Jarl.), siehe Jarl'andus.

CHRYSOPOLIT ANUS (Zach,), siehe Zacharias.

C H R Y S O R RII O US, stehe Joan. Damascenus.

C H R Y S O R U S , siehe Chryserus.

C H R Y' 8 Q S TOMUS de Viiitatione, siehe de Visi-tarione.

CHRYSOSTOMUS (Dio), stehe Dio.

CHRYSOSTOMUS (Joan.), siehe van der Sterre,Ulld Zanchius.

CHRYSOSTOMUS ( Johann ), ein Patriarche zuConstantinopcl, ist zu Antiochien 354 gebohren,, undin der Redekunst, Welt-Weisheit und Theologie wohlunterrichtet, auch wegen seiner Beredsamkeit Lhry-sostomus, oder der güldene Mund genennet worden.Er woltc anfangs die Rechte siudireu,fieng aber nach-gehcnds ein einsames Leben an, und lebte auf demGebirge bey Antiochien 4Jahr lang in strenger Busseund Tödtung des Fleisches, schrieb daselbst ein Buchvon dem Priesterthum, und wurde nachgehcnds Dia-conus zu Antiochien, Priester und endlich An. z;8 Pa-triarch zu Constantinopel. Er hat wegen der Ariancr,Eunomianer, Montanisten und Origenisten viel Streitgehabt,auch wegen seines Eifers den Stoltz und Hoch-muth der Grossen öffentlich zu straffen, sich viele Fein-de erwecket, daher er gar abgesetzet, doch wegen Auf-stand dcsVolckes wieder zurück beruffen wurde. End-lich wurde er wegen seines Eifers nach Cucusus undArabissa gebracht, solle auch nachPithyus am schwar-zen Meere geführet werden; er starb aber wegen ÜbelnTractaments der Soldaten unterwegens 407 den 14September. Er hat homilias 77. ad populum an-tiochenum; homilias varias in laudem Pauli apo-stoli ; homilias de moral i poliria; in Joannis Prse-curforis Christi decollationem, in peccatricem;Epistolas 342, darunter die ad Casuriutn Monacbumad versus hieresin Apollinaris die merckwüldigste ist;Explanariones in V. Lc N. Testarnencuin; Cornpara-.rionem régis Scmonachi; libros 2 de orandoDeum;de sacerdorio ; de compunctione cordis ; de provi-

dentia Dei; Comment, in l). Pauli epistolas, Ulld sltt'bere Schrifften hinterlasse», welche gantz griechischvon Hcnv. Savile 1612 zu Eaton in 8 Tomìs in fol.von Front. Ducäo aber griechisch und lateinisch 1698zuFranckfurtin 12 Folianten zusammen gedruckt sind,in welchen Auflagen einige von Gaudcntio de Altamps,Palladio undandrrn verfertigte LebensbeschreibungenChrysostomi stehen. Am vollständigsten und schön-sten aber sind von dem berühmten Bernhard vonMontfaucon seine Wercke griechisch und lateinisch aufdas neue unter die Prelle gelegct und 1718 sqg. zu Pa-ris heraus gegeben worden. Kopkcnius hat sein Le-ben 1702 herausgegeben, welches wohl ausgearbeitetist; desgleichen hak Vollano einige Oissercadones vonihm verfertiget. PL.

CHUEDE (ChristophDietrich), ein lutherischer Pre-diger am Ende des 17 und Anfange des i g Seculhwarerst Inspcctor Adjunctus zu Spandau, hierauf Ar-chidiaconus zu Prentzlow, und endlich Archidiaco-nus zu Saltzwcdel; führte mit Doctor Franc. J»l.Lürckens ältester Tochter eine unglückliche Ehe, weichtauch meist an seinem frühzeitigen Tode schuld war, undgab 7696 gedachten seines Schwieger-Vaters Leicl)-,und Misccllan-Predigten mit einer Vorrede zu LeipWin 4 heraus. Ge. Gottfr. Küsters Leben D- 8'Lütcken.

CHUMACERO & Carillo (Joh.), ein Spanier vonValentia de Alcantara in der Diöces Eoria bürtichwar Ritter von St. Jacob, und anfangs ProfesséJuris zu Lraiamanca, hernach Rathsherr zu Granatsendlich als er von seiner Gesandtschafft an Urbanu>"VIII zurück gelanget, im Ober - Rath von Castilie"Präses, welche Bedienung er aber nach einigen 3 *%ren niederlegen mliste, und darauf zu Madrit ein îvat-Lebcn führte. Er starb den i z Jul. 1660, fi"®'

dem er dodecadem ielectarum disputationum j u ) r | l Tpro legitimo jure Philippi IV Hifpan. 8cPorruSp“, ,

régis, eine Nachricht von seiner Gesandtschafft, innischer Sprache geschrieben. Anr.

CHUMNUS (Georgius), ein Creteuser oder BE',;tiner, schrieb histodarn veeeris Testamendrhythmicis graicobarbaris , welche in der kaystt" q tBibliothek zu Wien im Manufcript liegen.

Fa. Allnt. ...„.mär

CHUMNUS (Michael), ein griechischer Scnbe» / ffanfangs Nomophylax, nachgehends aber &l l ’g (llizuThessalonich, und lebte um die Mitte b ? gl * CQ anrli. Man hat von ihm einen rr. de gradibus-tionis, welcher in Leunclavii jure gl-LCO-romahet. Es ist aber in der kayserlichen , üppeu'Wien noch ein MSr. hieven, welches auch eine"dicem de nupriis prohibiris enthält, welchnicht gedruckt worden. C. , irt arie-

CHUMNUS (Nicephorus ober Nathanael), « ^

chifcher Mönch, dessen Tochter Irene Joha ^läologum zum Gemahl bekam, welcher he, ^^teran^Kayftr worden. Den Nahmen XZatbaw Vj deugenommen, als er ins Kloster gangen, w ch letzte"