Band 
Erster Theil A - C.
Seite
2067-2068
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CONSTANTINUS

CONSTANTINUS

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scripte», darunter insonderheit merckwürdig sind !í-bri 2 de ceremoniis aui® byzantine, welche der HerrProfessor Leich aus einem Coäice AlS't. der hiesigenRaths - Bibliothec griechisch mit seiner lateinischenUebersetzung, Jlnmerckungcn und einem Glossario vo-cnoi grceco - barbararunl und dem Leben Kayftrs doilistantini in Leipzig in so!, drucken lässet/ und sich auch inder uffenbachischen Bibliothek befunden. Er wurde vonseinem Sohn Romane wegen allzu langwieriger Re-gierung Y59 den 9 Nov. im 54 Jahr mit Gisst verge-ben. Fa. iVlor. Han.

CONSTANTINUS, ein römischer Pabst von 708bis 71;, da er gestorben,hat Epistolam ad ßrithwaldum,Ertzbischoffen zu Canterbury, welche in SpeelmamnConcil. Brit'an. Tom. I stehet, und eine Epistel an Edal-dnm, Ertzbischoffen von Vienne, die in hui. a S’. Caro-lo biblioth. pontif. befindlich ist, geschrieben. Fa.

CONST AN TINUS, ein 3 ui'ift und Comcs sacra-rum Largitionum, wie auch Magister Scrinii Libcllo-r«m und sacrarunr Cognitionum, muste auf BefehlKayftrs Iustiniani nebst andern gelehrten ssCti; diePandecten und den Codicern repetit® prTletkioni;verfertigen. Procoprua in seinen aneedoti; giebetihm ein schlechtes Lob. dc Lttdeang vita Justin.

CONSTANTINUS Acropolica, siehe Acropolira.

CONSTANTINUS, Africanus zugenannt, weil ervvn Carthago bürtig, lebte gegen das Ende des utenSeculi, war ein berühmterMedieus und Philosophus,that fast 40 Jahr lang grosse Reisen, und ließ sich son-derlich zu Babylon, Indien, Acrhiopien und Egyptcnmit seiner Wisscnschafft sehen. Als er nachHauft kam,so sahe man ihn, wegen seiner Gelehrsamkeit vor ver-dächtig an. Er begab sich also nach Salerno, wurdevon dem dasigen Hcrtzog Roberto zu ftincm Secreta-rio ernennet, legte aber dies« Charge wegen der unru-higen Lebcns-Art des Hofes bald wieder nieder, gieng1086 in das bey Salerno auf dem Berge Caßino lie-gende Kloster, und wurde ein Benedickiner - Mönch.Er fieng hierauf an, sehr viel medicinische Bücher zupublicircnssegte den Grund zu der damahls so berühmtgewordenen Schola medica Salernirana, und war dererste, der die arabische und griechische Medicin nacheiner so langwierigen Barbarey in Italien wieder be-kannt zu machen suchte. Er schrieb de stomachi affe-ctionibus naruraiibus & non naturalibus. Die an-dern Bücher aber, welche ihm in denen unter seinemNahmen 1536 unb 1539 in 2 Folianten zu Basel zu-sammen gedruckten Schrifften beygeleget werden, hater meist aus dem Arabischen genommen, und ein Pla-gium begangen. Es liegen in Bibliotheken hin undwieder noch viel Manuftripte von ihm. In der kay-serlicheu Bibliothek zu Wien befindet sich dessen viati-cum peregrinancium aus dem Syrischen ins Griechi-sche überseht im Manuftript, desgleichen auch in derköniglichen Bibliothek zu Paris. C. o. Pß. Fa. Fre.

CONSTANTINUS de Asculo, ein Dominicanervon seiner Vaterstadt in der anconikaiiischen Marck

zugenannt, florirte um die Mitte des 14 Seculi, undhinterließ varia; quxstiones philoibphica;, theologi-cas & canonieas. Ech. Fa.

CONST AN TINUS Germanicus, siehe Oldenbur-gs r (Phil. Andr.).

CONSTANTINUS, mit dem Zunahmen Uerrno-niacu; , ein griechischer Autor, dessen Alter unbekanntist, hat merapbrastn inllomornm geschrieben, wovondas MSt. ehemahls Bonav. Vulcanns besessen, wor-auf es in die Bibliothek zu Leiden gekommen ist. Ca-

talogus bibliothec® public® lugduno-batavœ.

CONSTANTINUS Lugdunensis , siehe Constan-tin;.

CONSTANTINUS. Meliteniota, eilt Grieche,wardum 1270 Chartophylax der Kirche zu Coustantiuo-pcl, und war von der Parthey des Patriarchenhanms'veccl, welcher es mit der lateinischen Kirchehielte, wurde deswegen des Landes verwiesen, undendlich ins Gefängniß geworffen, darinne er auch ge-storben. Man hat von ihm rr. de eccleiiastica Gr.e-corum & Latinorum unione , und einen andern deptocestione Spiritus S., welche beyde ilt Grxcia ortho-doxa griechisch und lateinisch stehen. In der königli-chen frantzvsischen Bibliotheck lieget von ihm im MS.ein Wcrck, so den Titel führet: versio medicamento-rum fasta exlingua persica in grxcam&c. O. Fa.

CONSTANTINUS Orvietanus, siehe Aledice;(Constantin.).

CONSTANTINUS Panormitanus , ein Capucinesaus Sicilien, bekam den Zunahmen von seiner Va-terstadt, lehrte die Theologie, machte sich durch Pre-digten bekannt, schrieb Compendium privilegiorumatque indulgéntiarum a lummis pontificibus conces-sarumtam fratribu; quam monialibus ordinis S.Fran-cisci Lc S. dar®, quam etiam iecularibus eorundemorjinum benefactoribus ; Manuale sacerdotum &c.

Und starb zu Palermo 1698 den 10 Aug. im hohen Al-ter. M.

CONSTANTINUS de Placentia, ezn Dominica-ner von seiner Vaterstadt zugenannt, florirte in derandern Helffte des 17 Seculi, war in den Humanio-ribus,auch in der scholastischen und mystischen Theo-logie wohl bewandert, und gab lddio solo zu Placentia1669 heraus. Ech.

CONSTANTINUS, mit dem Zunahmen khodoca-nacide;, Hat einen Trackat de relolutione verhorumLc de articuli; gtsc® lingUN geschrieben, der sich beyGuil. Robertsoni thefauro grxcx Jingux befindet.

CONSTANTINUS (Ant.), ein Medieus aus Pro-vence inFranckreich, florirte zu Ausgange desi6undAnfange des folgenden Seculi, war ein Liebhaber voneinheimischen Simplicibus, suchte in einer eigene»Schrifft zu erweisen, daß man die ausländischen Gr-nes>Mittel gar wohl entrathen, und ein jedes Landmit seinen eigenen Gewächsen zufrieden seyn konn^hinterließ auch ein Opu; medic« prognoTeo;, welches