2i6; CR AES B EQUIUS CRAGIUS CRAG 1 US CRAKANTHORPE 2164
zu Suffolk, iedoch ohne Besoldung, und lehrte dane-den einigen jungen Edelleuten dieWissenschafften. Dar-auf kam er nach Herfordshire in gleicher Bedienung/und starb endlich um 1684. Man hat von ihm inenglischer Sprache eine Harmonie der 4 Evangelisten;eine Historie des alten Testaments; eine Historie derApostel; einen Commenrarium über die Apoca-lypsin 8cc. HL.
CRAESBEQUIUSßoh.), ein brabantischerMönch,war von Arfchott gebürtig, wurde zuLöven Baccalau-reusTheologia, und eine Zeitlang Lector in dem Klo-ster Villar, hernach Prior des Klosters St. Mariä ander Scheide, schrieb Lamm. in regulam 8. Benedicti,und starb 1610. Sw.
C R A F F T, oder Crafftheim, siehe Crato.
C R A F F T ( Joh. Tacobus ) , ein schweitzerifcher Medi-kus, von Basel hurtig, lebte zu Anfange des 17 Se-culi als Stadt- Phystcus zu Neufchastcl, und hin-terließ unterschiedene obstervariones rnedicas, die denWercken des FabridiHildani, mit welchen! er in Cor-respondenz gestanden, einverleibet worden. Ke.
CRAFTINIUS (Joannes), siehe Sigonius (Caro-lus).
CRAG (Andr.), siehe Krag.
C R A G I U S, siehe Kragius.
CRAGIUS (Nicolaus), ein dänischer Historiens,
Andr. Lragii Bruder, zvhe 1568 auf die Académienach Wittcnberg, und ward allda 1575 Magister,und 1576 Rcctor an der Schule zu Coppcnhagcn.
Nach fünffjähriger Verwaltung solches Amtes verließer dasselbe wieder, und man meinet, daß er bey demdamahligen Cron - Printzen einen Lehrer abgegeben,welches aber nicht gewiß ist. Im Jahr 1584 unge-fehr reiftte er aus seinem Vaterlande, und nahm aufeiner auswärtigen, vermuthlich frantzösischcn Acadé-mie den Titel eines Doctoris der Rechte an. In sei-ner Abwesenheit führte sich dessen Ehefrau nicht garzu treu gegen ihn auf, weswegen er sich nach feinerZurückkunfft 1588 von ihr scheiden ließ, und sie mitihren beyden Söhnen aus seinem Haufe trieb, die erhernach auch nie für feine Kinder erkennen wollen.
Einige Jahr darauf ward er Proftssor dcrgriechifchcnSprache zuCvppenhagcn,nnd gieng daraufi^aalsGesandter mit nach Schottland. 1594 ward er zumköniglich-dänischen Geschicht-Schreiber ernennet,1597zu einer Gesandtschafft an den König in Polen ge-braucht, und 1598 nach Engelland geschickt, giengauch 1600 mit andern zu der Versammlung nachEm-den, und 1601 wieder nach Polen. In eben diesemJahre ward erauchRector und Vorsteher derSchulezuSora, starb aber bald darauf 1602 den 14 May.
Seine Schrisstcn sind: Grammadca larina ; Titi Uviipatavini iententiole dista ex libris histo-riarum ejusexcerpta; differentix Ciceronis ; de republicaLace-dxmonronnn libri V, die man in Gremvii thesauroantiquitar. grxcar. sindet; Heradidis Pontici libellusde politiis & ex Nkoläi Damafçenì universal: histo-
ria Juannis Stvbai excepta collectanea mit seiner la-â teinifchenUebersetzung von beyden Stucken; Panegy-ricus Christiano IV consecratus ; annalium libri VI,quibus res danic* ab excella régis Friderici I ac de-inde aChriíHano II 1 gest* ad annumMDL enarran-nrr, welche der Herr Professor Joh. Gramm i7Zy miteiner schönen Vorrede heraus gegeben, darinne er vonLragii Leben Nachricht ertheilet.
CRAGIUS, oder Craig, (Thomas), ein schottländi-scher Doetvr Juris von Richardstowne, lebte im An-fange des 17 Seeuli, studirtein Franckreich, worinder griechischen und lateinischen Sprache wohl erfah-ren, brachte sich durchPractieikrn.be!) dem Rathe zuEdenburg in besonders Anfehn, wurde 1604 von demParlament tmd dem König Iacobo VI nebst noch zoanderH»Herren des Reichs beruffen, die Vereinigungder Königreiche Engelland und Schottland zu Ende zubringen, und schrieb ein schölr Jus feudale, welches1655 zu Londen in fol. herauskam, 1716aber in 4tomit D. Lüder Menck'cns Vorrede zu Leipzig nachge-druckt worden.
CRAGIUS (Tilemannus), von Luchow im Lünebur-gifchen, Luther! Schüler, und Magister der Philoso-phie, ein zwar gelehrter, aber auch hitziger und eifri-ger Mann, war 1546 Pastor zu Kiel, danckte aber1547 wieder ab, hielt sich zu Wittenberg, Lübeck undandern Orten solange auf, bis er Pastor und Super-intendens zu Hildesheim ward, verfiel aber allda we-gen verschiedener Lehr-Sätze mit dem Ministerio inStreitigkeiten, darüber ihn der Magistrat 1557 end-lich absetzte. Er soll nach diesem in dem benachbartenNordheim das Pastorat verwaltet, aber ebenfalls we-gen des Streites vom Ebeubilde Gottes, samt seinemWidersacher die Dimißion bekommen haben, wiewohler bereits vor feiner Beförderung nach Hildesheimsolche Stelle bekleidet hat. Es scheinet, daß er her-nach im Braunschwcig-Lüneburgischen aufs neue be-fördert worden, gestalten er 9 Aug. 1577 als Predigerzu Moltzen die Formulam Concordi* nebst andernPredigern zu Ultzeu mit unterschrieben hat. SeineSchrisstcn sind: Difquisitio de imagine Dei inprimisparentibus ejusque destructione ac renovatione ; einePredigt wider dieAbgöttcrep uns Greuel der pab-stischen Gtiffte.und Thüme; Geheimniß und Ver-borgenheit des rvahren, lebendigen und gegenwär-tigen Leibes und Blutes Christi im Gacramcnte;die -Hauptstücke der christlichen Lehre; audi alte-ram partem, oder Vermahlung an alle Obrigkeit, inallen Anbringen wider den Nächsten, ;u hören denandern Part; wahrhafftige Lehre und Bekenntnißvom Gefey, Evangelio, Gacramcnt, neuem Leben.Mol. Lauensteins hildesheimifche Kirchen - und Re-formations -Historie.
C R AI G, Cragius.
CRAKANTHORPE (Rieh.), ein englischer Theolo-gus, aus der Landschafft Westmorland, war DoctorTheoloaiä und Hof-Prediger des Königs Jacobs und
starb