riz- CREMONENSIS CRENIUS
CREMONENSIS (Gérard), stehe Gerardus, undSabloneta.
CREMONENSIS (Homobonus), siehe Morisius.
CREMONENSIS (Martin), stehe ßaiianus.
CREMONENSIS (Otho), siehe Otto.
C R E M O NIN U S (Cteílir) , ein berühmter Ph-loso-phus, gcbohren ;u Cents,imModenestschcn 155«, HatLie aviftotelisclje Philosophie 17 Jahre;:- Fcrrara, und40 Jahre zuPadua gelehrt, sich als ein Staatsmannsehr prächtig aufgeführt, viele Bedienten, auch eineCarosse mit 6 Pferden bespannet gehabt, in solchemAnsehn gelebt, daß Könige und Printzen sein Portraitverlanget, eine grosse Statur, lebhafftcn und fähigenVerstand, und schlaue Verschwiegenheit gehabt, aberkeine Gottesfurcht besessen, ob er wohl äusserlich fürfromm angesehen seyn wollen, und die Unsterblichkeitin Zweifel gezogen; wie denn dieses eine von seinenvornehmsten Maximen gewesen seyn soll: intus, ut li-ber ; forts, ut moris est- Er starb 1631 zu Padua ander Pest, nachdem er illustres quaistiones de animastr. de efficacia in mundum lublunarem; apologiamAristorelis de origine & principatu membrorum ;apologiam ejusdem de via Jactea 8 c de facie in orbelunx; tractatus tres 1) de iensibus exrernis, 2) deseniibus internis, & 3) de facuitate appetitiva, wel-che letztem Croylus Lancerta mit notis marginalibus1644 zu Venedig in 4 edirct ; ds caiido innato & ie-mine; de animo ; decœio; descriprionem univer-Ee naturalis aristotelicse philosophie geschrieben.
Ausser diesen Schrisstcn liegen noch viel mehrere vonihm angedruckt, wie denn Naudàus 4 bis; volnmi-m MSta in fei io von ihm bey dem Dall.ro zu Cha-renton gesehen hat. Er. ß. Naudxana. Cra. Im.
CREMUTIA (Martia). eine Römerin mi I Seculo,und des Historici 2 !. Lremurü Lorva Tochter, warden Skttdicn, sonderlich der Historie sehr ergeben, underwarb sich dadurch einen grossen Ruhm, hat auchnach dem Tod ihres Dacers seine historiant bellorumrom, & return Augusti, welche lang verborgen gewe-sen ans Liebt gebracht, ssonston. pol/hist.
CRENOEE (Ferdinand), ein Jesnite aus München,gebchren rz;7, war Coadjutor spnitualis, hinterließunterschiedene Epigrammara, ingleichen eine Utberse-tzung des Tractats Je ßore granadii!® , s. PaßioneChristi, aus dem Italiänischen ins Lateinische, undstarb den 30 May 1614. W, d.
CRENIUS (Thomas), hieß mit seinem eigentlichenNamen Thomas Theovorus Trustus, verwandelteaber solchen aus besondern Ursachen in den obigen.Er war zu Brandenburg in der Miltclmarck gcoohren,allwo sein Vater Superintendcns war, besuchte unter-schicdeue deutsche U-iiversitäten, als Wittenberg, Leip-zig, Giessen, da er sich vomcmlich auf die Theologieund morgcnländische Sprach n legte, diente auo zuGiessen, nachdem er allda Magister worden, lLüy dcnStudn enden mit einigen phstviophilchen Col!:gu's,uirdward Hierauf 1672 Prediger zu Binmeniage, drr
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Vorstadt bor Zelle im Lüneburgischcn. Weil er abermir seiner Frau, einer Tochter des General-Superin-tendcnten l). Joach. >HilsebrauV sehr übel lebte, undsich an ein ander Frauenzimmer hieng, so zöge er mitdiesem 1676 davon in die Marck, und danckte vonseiner Pfarre durch ein Schreiben ab : worauf zu Zelleder Proceß formrret, Lrusü Mobilia und Jmmobiliain der Marck mit Arrest beschlagen, seine Bibliothekdem Fisco zuerkannt, und hernach D. -Hilscbranvengefchenckt wurde, worauf 1678 die völlige Eheschei-dung erfolgte. Diese Schande zu verbergen, änderteer seinen Nahmen, und nenncte sich nunmeyro baldLrenium, bald Glcurum. Er rrrete fast durch gantzEuropa herum, blieb nie lange an einem Orte, wardeinige Zeit Nector zu Eperies in Ober-Ungarn, daraufi üxo toniglicipschwedischrr Hof- und Schloß»Predigerzu Riga, ferner 1682 Supci intendens iudemStisstePilken ohnweit Dondangcn in Curlandl, erwrhlte so-dann eine Privat-Lebcnsart, ließ sich 168; zu Leidenin Holland nieder, und verblieb allda bis an seinemTod. Ausserdem daß er viele Bücher geschrieben, kamer sonderlich dadurch in gute Umstände, daß er frem-de reisende Studenten, auch vornehmer Leuten Kinderin fein Haus aufgenommen, sie mit Tisch und Betteversorget, ihnen mit nöthigem Unterricht au die Handgegangen, Collcgia gelesen, nachmahls aber seine "ni-cher d'.diciret hat. Er schaffete sich eine schone Bi-bliothek an, behielt gedachtes Frauenzimmer, Annajfulííme waichcri.'l, bis an ihr Lebens Ende bey sich,welches ohngefthr 1723 zu Le-den erfolgte, woraufer selbst allda 1728 den 29 April, im 80 Jahre ge-storben. Er hatte viel Feinde und unter andern schriebpiarr unter dem Nahu-en Sevcrinus So Tlamorl-bu« eine II hesstigcn Brief gegen denselben. Man hatunter seinem wahren und angenommenen NahmenSchristtcn von ihm. Unter dem Nahmen Thom.Theovoru« Lrusius sind bekannt: disp. de inreiie-ctione angelici ; ver sey-näherer Sünder-Weg und»erwehlter Goltes-Steg in 10 Predigrcn über den IPsalm z Vcr verlachte Mensehcn Rath gegen Got-tes Say und That in 14 Predigten über den andernPsalm: Unter dem Rahmen Dorotheas Slcurus,worunter er durch Versetzung der Buchstaben seinenrechten Nahmen, Theodorus Crusius »erstecht, 2Schrissten als: ds prüden tit'theoiogica, und ue ori-gine atueisrni in romana & Protestantium eccleliis;
unter dem Nahmen Th. Lrenii abcranimadversionesphilologie« & historie® III l 8 Theile», davon der VIII,IX und Xauch unter dem Titel commentariones'philo-logic.E& historie® in variosaustores&edkiones beson-ders gedruckt worden ; eine Sairmmz vieler auserlese-ner Tractate, die von andern autoribus verfertigetworden unter dem Xitel: opuscula qutE ad historiatn& philologiam facram {pestant, fasces V; variorutnaustorum Consilia Lc studiorum methodi MIL seinenAumerchungen, in Z voluminibus ; ExetLltationesIV de iilrris icriptrorum optimis; diifertariones' II defuribus librariLsj Exercitationutn historico-philolo-