rroz CRITOLAUS CRITTON
CRITOLAUS, tin griechischer Geschichte Schreiber,
' hat einen Tractat von den Epiroris verfertiget. Laer.
I-a. rieurs.
CRITOLAUS, ein peripatetischer Philosophus zuPhaselis in Pamphilien, vermuthlich in der 149 Olym-piade gebohren, horte zu Athen den Aristonem Lcum,war ein guter Philosoph und geschickter Redner, wardnebst Larncave und Diogene nach Rom in Gesandteschasst geschickt, um Erlassung der den Athenienserndictirten Strasse zu bitten, welcher Bitte sie auch gcewähret wurden. Er lehrte nach seiner Zurückkunfftdie Philosophie zu Athen, nennte GOtt meutern ®tbe-ris quieti, die Seele quintam eslentiam, und hielt dieWelt für ewig. Der jüngere Herr D. Joh. Dcneo.Larpzov hat 174g zu Leipzig eine besondere Disputa-tion von diesem Critolao gehalten. Laer. Cic. Fa.Jon.
CRITON, ein atheniensischer Philosophus, und eifri-ger Discipel des Soeratis, hat 350 Jahr nach Er-bauung der Stadt Rom gelebet, und 17 Dialogos,ingleichcn apologiam Soeratis geschrieben. Er warsehr reich, und nahm daher'Socratcn, zu sich, undließ es ihm an nichts fehlen. Die Titel seiner 17 Ge-spräche sind diese: 1) in xn Ix r« ficiSfiy 01 ctyuäei ;
2 ) nsf tS 7 [}.cìov t%etv, g) t/ t# ìittrt'ítiov, ti tcoKíthíos ;4) 5rff < r x *«X 3 ; 5) r.tçi rx Kxxxpyeiv, 6) itef ‘EvHy-fiotrivil* j 7) «ffi yifix-, 8) nist rx StU‘, 9) ntfi re%yZy;IO) ntj'i 'aovxjixt ; 11) nist aotplxsj 12 ) slforceyofcts y
ytokirixos-, 1 3) nef yçxu.f*xTu>v, 14) nef noi>tTix.îjn15) nef t* x.% \x\ 16) nef rx ftaSiTv , und 17)
tS yvKrx/ V «*<ji Inify/xys, rí ro ; welche al-
lerseits verîohren gegangen. Er hatte 4 Söhne,Lritobulum, Herknogcncm, Epigencm und dtefiptpum, welche als Schüler Soeratis bekannt wor-den. 13 . Laer. S. Fa.
CRITON, ein pythagorifcher Philosophas vonAegea,hat »kj« Tr^owms und mf xyxäys Tvyjs geschrieben, de-ren Stobäus gedencket. Fa.
CRITON (Jacob), ein Schottländer, war in der Phi-losophie, Theologie, Marhematic und Humanioribuswohl erfahren, und redete bereits im 21 Jahre seinesAlters 10 Sprachen. Wegen der innerlichen Reli-gions-Kriegc begab er sich nach Venedig, woselbst eröffentlich einige Theses aus allen Disciplinen defendi-rct. Von bannen gieng er nach Padua und Mantna,und wurde an dem letzten Orte im Junio i;8;, im 22Jahre unverhofft getödtet. 13 . Im,
CRITON (Quintus), ein griechischer Historiens ausMacédonien, hat nach Christi Geburt gelebt, und eineHistorie von den Getcn, von Persren, Sicilien rc. ge-schrieben, davon aber nichts mehr vorhanden ist. 8.Vo.
CRITOPULUS (Metrophanes), siehe Metropha-nes.
CRI TOPULUS (Nicetas), siehe Zorn (Petr.).
CRITTON (Gcorgius) , ein Schottländcr, gebohren1555/ gierig, nachdem er die Humaniora zu Paris, und
CRIVELLI CROGARTIUS 2204
folgends zu Toulouse die Rechts-Gelehrsamkeit studi-rct, 1582 wieder nach'Paris, und gab allda einigeMonate laug einen Advocaten ab, nahm darauf erst-lich 1583 in dem Collegio von Harcourt, und sodann1586 in dem Collegio von Boncourt die Stelle einesöffentlichen Lehrers an, und verwaltete dieseibigc bisAn. 1594, da er endlich zum Professore gräcä Linguäin dem königlichen Collegio bestellet wurde. Nach die-sem bemühete er sich, den Titel eines DoctorisJuriscanonici zu erlangen, versähe es aber, daß er zu seinerInaugural- Disputation solche Satze wehlte, die denLehren der Sorbonne, und zugleich den Maximen desKönigreichs zuwider waren, daher er dieselbigr nichtdefendiren durffte ; wiewohl er dennoch endlich umdas Jahr 1609, und zwar auf Befehl des Parlaments,zum Doctore von der Juristen-Facultat erkläret wer-den muste. Seine Schrifftcn sind: Selectiores nota:in Epigrammata, e 1 .1 anthologi® decerpta & lati-no carmine reddica; in ielicem Polonix régis inau-gurationem congratulatio in Versen; de liberata Pa-risiorum urbe gratulatio ; Janus celticus ad Cardina-lem Philippum Sagam; libellus supplex ad augultumsenatum pro academia ; Augurium Rom* visum tuVersen ; gratulatio in felicem inaugurationem Ja-cobi I Britanni* régis in Verse» ; baptisteria lustricoNominalium die Delphino Galliae inicripta; astio ad-verius tres juris pontiiicii anreceilbres; ad regemchriíVianiíïìmum Ludoy. XIII Pariíiis a solenni inau-guratione ik sacra unctione repetentem Iselasticon;orationes, in exequiis Petri Ronsardi, de caftrorumbecodianorum disciplina, de Apollinis oraculo St desacro principis oraculo, de sortibus homericis,in Op-pianum de venatione, de dicendi charactere vero re-gln , de reddendo voto, de fundati régis Ludovic!
- manu regix proteßionis balilica Lee. Er starb den 8April 1611. Nie.
CRIVELLI (Joh.), ein Clcricus regularis somascus,gebohren 1691 zu Venedig, brachte' allda seine gantzeLebens-Zeit zu, legte sich auf die Philosophie, Mathe-matic und Rede-Kunst, ward ein Milglied der königli-chen Societäten der Wissenschaffteu zu Londen undBerlin, und starb zu Venedig den 13 Februar. 1743.Seine Schrissten sind : Element ì di Fißca ; deüe fönemotrici, welche in das zu Venedig ehemahls angefan-gene Gran Giornale d’ Europa eingerückt worden j ele-menti di dritmetica numérale e letfetale; , nuovo elemen-tare di Geometria; deüe Legge del moto; delle forstevive; und im MSt. hinterließ er la rejbluzione de’ pro-biern; di Diofando; Trattato de luogbi geometrici ; dél-ia quadratura delle curve , Und del calcolo integrale.NZ.
CROBYLUS, ein griechischer Comödien - Schreiber,hat etliche Comödien, als: Anx 7K ófA,evey, A 'noixnrS-ttxy; AttoXftnxixxv, Uttb 'VeoivnoßaXtfixloy geschrieben,wovon nur noch einige Fragmenta in Grotii und Ste-pbani excerptis stehen.
CROCARTIUS, siehe de Bruxella (Petrus).
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