rrZs
C R U S I U S
C R U S I U S
CRUSIUS (Jacob Andreas), gcbohren 1636 auf St.Martini Abend zn Hannover, allwo der Vater Lhri-stop h Trusius,ein dnrch Schrifftcn bekannter JCmsund corvcyischer gehcimdcr Rath lebte. Er stndirteerst zu Hannover, allwo er im 12 Jahre schon grâceund latine perorirtc, auch im 14 Jahr etwas durchden Druck bekannt machte; gieng im 16 Jahre nachWittenbcrg auf die Universität, da er sich bey derJurisprudcntz auch auf die Theologie legte; fernernach Leipzig, studirte zu Helmstadt, lind promovirtedaselbst in Licentiatum Juris; that eine Reise durchDeutschland, Holland und Franckreich, erlangte 1662den GradumDoctoriszu Helmsiädt, wurde 1663 Syn-dicus in Minden, 1676 Advocatns in seiner Vatcr-Stadt, 1678 Hof- und Rcgierungs- Rath daselbst,und starb 1680, den 16 Aug. Seine Schrifften sind
lnoubrariones de nocte Sc nocturnis offiçiis tarn sa-cris quam profanis apud vetcres, welche indes Herrn©«Ucngtc thesauro Antiqu. rom. Tom. II stehen;tract, de jure offerendi ; opuscula varia historiço-politico-juridico-philologica; de jure Ma-
gnatum Europs; de sudore Jesu Christi languineo;jusstatutjrium mindenle; de prxcedentia lilectorumnec non domus nçobiirgics; de, Wittekindo magno,so auch in Hemeccii und L-cuckfelds Scripcor. rer.gerrn. zu sindcn; Observatkmes & notas speciales inparentis fui, Cpb. Crufii , tr. de judiciis deüctorum ;Notas in auream Bullam ; tr. de dominio eminenti
&c. Er war bey seiner gründlichen Gelehrsamkeitauch ein frommer Jurist; und sein täglicher Seuffzcrhieß,:
Jesum haben, Jesum feneo, non defero Jesum,Hic mea spes, cordis portio, vira, falus.
Leb.
CRUSIUS (Jo.), ein Jefuite, gcbohren zu Bremen1599, studirte zu Eölu die Jura, nahm daselbst dierömische Religion au, lehrte die Humaniora und he-bräische Sprache, schrieb astri inextincti eclipsin s.deliquium, und aulx ecclesiastics s. Horti erusianisubveriionem, wie auch wider Lasp. Scioppium undRomanum Hay, einen Benedictiner, discuüionemeommentorum Iiavanorum, und starbzu Buren 1662,13 Jun. AI.
C R UÌ> I U S, oder Crispinus, (Joh.), von Braunfchwciggebürtig, war anfangs Prediger zuDörptinLicfland,hernach seit 1558 zu Rostock an der Marien-Kirche.Er nahm 1559 mit Unwillen des Raths, der es auchdurch 4 Abgeordnete alis ihrenr Mittel zu hintertrei-ben suchte, das Pastorat an der Peters-Kirche znHamburg an, machte sich aber allda durch seine schar-fen Strafpredigten so verhaßt, daß ihn die gethaneAenderung nicht wenig soll gereuet haben. Er schrieb
epicedium elegiacum in obitum Jo. Bodeckeri, in;
gleichen einen Tractat wie sich ein Christ au« Got-tc;5 Wort und seinem Lütecksssmo wider vie Seucheder pestileny und den grausamen Tyrannen denTod rüsten soll, in nicdersächsischer Sprache, undstarb an der Schwindsucht 17 Oft. 1566. Mol.
223 6
CRUSIUS (Joh.), ein Studiosus Theologiä aus derMarck, hielte sich zu Ende des i7Seculi imHollstei;nijchcn auf, und gab eine genealogische BeschreibungVer Succestion unv Erbfolge des läonigreichs Groß-britannien in 2 Tabellen heraus. Mol.
CRUSIUS (Joh.), einMedicus,gcbohren 14Jenner1661 zu Apenrade, wo sein Vater gleiches Nahmenshollstcinischer Kriegs-Commiffarius war, studirte dieMedicin zu Kiel, Coppeuhagen und Leiden, rcisete 2Jahr und besähe Holl-und Engcllaud, Deutschlandund Italien, ward 1692 zu Padua Doctor, 1691Stadt-und 1693 Hof-Mcdicus zu Schlcßwig, schriebabgcnothigten Dcricht wegen eines -Hermaphrodi-ten ; Gedichte ; ließ im MSt, relationes de inneresuo ; anatomiam, chirurgiam 8t botanicam tabula-rem ; Perspectivam, und starb UM 1712. Mol.
CRUSIUS (joh.), ein lutherischer Prediger von Hei;ligcnstadt in Franckcn bärtig, ward ArchidiacouuszuEulmbach, Senior des Capitels, schrieb Schwancn-Gesang oder trostreiche Todes-Gcvanckcn und starb171; den <2 Sept. im 5; Jahr. Misceiianea li-piieniia Tom. V.
CRUSIUS (Johann Caspar), hat 1673 eine Beschrei-bung derer Feuers-Brünste, welche in den nechstcn3 Jahren in Obcr-und Niedcr-Lausitz, Meisten, Sach-sen, Schlesien und der Marck Brandenburg vorgegan-gen, zu Gubcn in 4 ediret.
CRUSIUS (jo. Paulus), von Straßburg, schrieb Epi-grammata; Dramata de Craeso, de Heliodoro See.und starb 1629. W, d.
CRUSIUS (Mart.), etit Professor der griechischenSprache zu Tübingen.gebvhren zuGrebcrn im Bijchoff-thnm Bamberg 1526, den 19 Sept. wiewohl er sichhernach, nach seines Vaters Gebnrts-Orte Botten-steinensem ncnnete, studirte zu Ulm und Straßburg,wurde i554Rector der Schule zuMcmmingen, kamaber 1559 als Professor der griechischen und-lateini-schen Sprache nach Tübingen, wozu hernach auf ei-nige Zeit die Profeßio Pocseos, wie auch Rhetoriccskam; corrcspondirtc niit dem Patriarchen zu Eonstan-tinopel, schickte ihm die in die griechische Spracheübersetzte augspurgische Eonfeßion, und lehrte, nach-dem er von den Griechen, so seinetwegen in Deutsch-land gerciset, die heutige griechische Sprache gelernet,selbige zuerst in Deutschland; schrieb auch auf7000 Predigten er Tempore griechisch nach. Er starbzu Tübingen 1607, den 2; Febr. nachdem er anna-les Suevije in IV Tomis, die er durch und durch miteiner Feder, aufs sauberste soll abgeschrieben haben,
Turco-Grsciam ; Germano-Grxciam ; Lexicon bar-baro-grxcum; vitam Jacobi Andres ; Catechisinumgrscum & Iatinum ; Commentarium sturmianum inolynthiacam Demophonis I & Scholia in II; Scho-lia sturmiana in Virgilii eclogas ; institutiones inlingua latina ; grammaticam grscam; Poematagrs-ca ; Heerbrandt compendium theologicuni grsce ver-film; Heliodori sethiopica in epitome; commentar.