Band 
Erster Theil A - C.
Seite
2247-2248
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2247 C U M BER L A N D Ç Ü M IA N U S

CUM1JERLAND (Richard), ein englischer Theolo-gus, gebohren zu Landen 1632, ftubivte daselbst undjti Cambridge, wurde Pfarrer zu Bramton, undhernàch zu Stamford in der Provintz Lincoln.Als König Wilhelm III auf den Thron kam,wurde Lumbcrlaus ' so gerühmt.,, daß er denselben,ohne daß er es wüste zum Bischoff von Peterboroughrrnennctez daher sich dieser sehr verwunderte, alser solches nnvermuthet in den Zeitungen las, DaWnkins iyi6 das coptische neue Testament her-aus gab, lcrncte Eumbcrlanv noch, im 8; Jahre cop-tisch, und machte schöne Anmerckungen über diese Ue-bersetzung. Er schrieb disquisidonein de legibus na-turs; Sanchomatbo 's Pbœnician Hiflory; an Ejfay to-toards the Reçovery oftbe Jcmij'b Men sures andweiqbts,comprebending tbeir 'Montes ; hinterließ im Mamiscriptein Buch de originibus anriquiffimis gentium , wel-ches 1724 in englischer Sprache zu Loiiden gedrucktworden; eine Erklärung der Epistel an die Römerund Galater, und starb 1719. Herr Payne, Lum-berlands Haus-Capellan, hat dessen Leben 1720 zuLondon in englischer Sprache in 8 unter dem Titel:

the life , cbaraBer and xvritings flf Richard Cumber-iand heraus gegeben, auch versprochen, dessen Disqui-sirionem de Feglbus Natur® contra elementa philo-sqphis hobbean«, welche 1672 zuerst lateinisch in Eingcllaud ans Licht getreten, und zu Lübeck 1683 und1694 wieder aufgelegt worden, correcter und deutli-cher eingerichtet zu liefern. Es ist aber nichts darausgeworden. Ins Englische übersetzt gab sie Maxwell1727 heraus. Endlich hat sie Karbcxrac 1744 unterdem Titel-' TVaité philosophique des loix naturellesins'Frantzösische übersetzt zu Amsterdam in groß 4mit seinen und des englischen Uebersetzers Aumerckun-gen drucken lassen, wobey er die von Lumberlandenzu seinem Exemplar beygeschriebencn Zusätze und Ver-besserungen mit angebracht. Nie.

ÇUMDIUS (Laurenrius), ein Frantzos, den einigeunrecht Condiurn, Cundnm, oder auch Oundium, nen-nen, schrieb: bibliorhecam horniliarum prifcorumPatrum in Dominicarum & FeflrorumEvangelia, flstrbaber darüber, worauf sie sein Sohn, Gerharvus Mo-sanus/ vollends zu Stande gebracht, und r;88 zuLionin fest. ediret.

CUMEANUS, siehe Cumianus,

CÜMEL (Franciscus), ein Dominicaner aus Spanien,lebte 1580 zu Salamanca, und schrieb: commenta-ria in I D. Thom® partem in 2 Tomis, Welche man1597 und idoo zn Venedig wieder aufgeleget.

CUAIIANUS, oder Cummianus, Cumminus, oderCumeanus, ein inländischer Bischoff, ist 592 aus kö-niglichem Gcblüte gebohren, und66i oder 662 gestor-ben. Er hat Epistolam de festl pa schal is ratione ;

' und pœnirentialeobcrlibrum depoenitentiarummen-sura geschrieben, welche in der Libliorheca Patrurnsteheni Sein Leben beschreibt Job. Colganus in vitis& actis Sanctorum Hiberni®. Er scheint mit Cum-«ìeneo oder Cummeano, welcher vicam 8. Columb®,

CUMINUS CUN.E;US 2248

beschrieben, das in Mabiüomi Act. Sanctor. Ikned.stehet, einerley zu seyn. O. Fa.

CUMIN US (Joh.), siehe Corninus.

de CUMIS (Augustinus), ei» Augustiner-Eremit von'Mayland, war Doetor Theologiä, setzte sich durchsein exemplarisch Leben in grosse Hochachtung, schriebde IV virtutibus cardinalibus ; de feptem peccatismorcalibus; tr. de oçulo morali, Sermones * die zuMayland noch allesamt im MSr. liegen, und starb um1451. Can.

CUMENEUS, siehe Cumianus.

CüAlMEANUS, siehe Cumianus.

de c u M O, oder Cunio, (Wilh.), ein italiänischer JCru«aus Romandiola, hatte den Nahmen von seiner Va-terstadt, lehrte um 1310 und folgende Zeitzu Orléansin Franekreich, und schrieb in Digeihun vetus, inCochcem, it. de muneribus und de iecuritatibus. T.Marc. Mantua de illustr. JCtis. Fa.

CUN 7 E U S, Cuneus, oder von Keil, (Andreas), Erb-herr auf Klein: und Groß-Rösen, und Nieder-Röb-lingen, ein Doetor Medicinä und verschiedener Für-sten und Grafen Rath und Lcib-Medicus, florirte1688 zu Zelle, und schrieb unter andern: Dei'cripno-

nem diversorum morborum; ’0£vfyajyçuç!xv pyrmon-tanam oderBeschreibung ves pprmontischrn Gauer-Brunnen, welches vielmahl aufgelegt worden. SeineFrau war die bekannte Elisab. Marg. Leilin.

C U N AiUS (Johann), ein Sohn pétri Lunáí, von Lei-den,gab i64oseines VatersOrariones mit einer net-ten lateinischen dedicarion heraus.

CUN/EUS (Petrus), eittJCtus, ist zu Fkißingen inSeeland 1586 gebohren, begab sich im 14Jahre seinesAlters nach Leiden, 1603 aber nach Engelland, wo-selbst er insonderheit in der griechischen Sprache grosseProgressen machte, kehrte sodann wiederum nach Lei-den zurück, da er sich nebst den Humanioribus auchzugleich der Theologie und Jurisprudentz befliß. Umsich in den orientalischen Sprachen noch fester zu se-tzen, hielt er sich eine Weile zu Franecker bey Io.Drusch auf, legte sich unter dessen Anführung inson-derheit aufdie chaldaische Sprache, und machte sichanbey die Schrifften der Rabbincu ziemlich bekannt,bis er endlich von dar wiederum nach Leiden verlan-get, und daselbst An. 1611 zum Professore Humanio-rum, und nach diesem auch zum Professore Politicäauf der Académie bestellet wurde. Nicht lange dar-auf nahm er in der Rechts-Gelehrsamkeit den Titeleines Doctoris an, und bat sich sodann von seinenObern aus, daß er sich auf einige Zeit nach dem Haagverfügen, und allda die Praxin erlernen dürffte, wel-ches er auch mit so gutem Fortgange gethan, daß erbey seiner Wicderkunfft in Leiden An. 161; cinePro-feßionem Juris bekam, in welcher Stelle er auch bis anseinen Tod verblieben ist. Er ward auch zum Historio-grapho von den Staakcn von Seeland ernennet, undstarb iüz8, den z December, nachdem er libros .3 de

republi-