Band 
Zweyter Theil D - L.
Seite
95-96
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9 ; DEVARIUS DEUBEL

zu Wolffenbütkel Ober - Hofprediger, Kirchen-Rath,Conststorial-Director, General-Superintendent, auchAbt zu Riddagshausen, schrieb euchologiam christia-nam; philadelphiam christianam ; difp. inaug. debaptismo; epistolam. ad Just. Georg. Schotteliumdejudicio excremo ; viele Leichen-auch andere Predig-ten ; gab Des Erasmi diss. de bello nunquam bello;Lutheri und Melancbtonis judicia& responia; Andr.

Hyperii 3 verschiedene theologische Tractatk heraus,und starb den 22 Nov. 1688. Mol.

DEVARIUS (Matthaeus), ein Philologus,gebohrenzu Corfu, wurde von Jsh. Lascari im>8ten Jahreseines Alters mit nach Rom gebracht, legte sich da-selbst im Collegio gräco, und nachgehends die gantzeZeit seines Lebens, welche er meist in des CardinalAlexander Farnes» Hause zugebracht, auf die griechi-sche Sprache, übersetzte das Concilium und den Ca-techisinum tridentinum in das Griechische, schrieb In-dicem in Eustathium Homeri Interpretern; inglei-d)en trastatum de particulis grxcx lingux, welchensein Vetter Petrus Devarius, erst nach besten Tode1588 heraus gegeben. Mor.

DEVAUX (Job.), einChirurgus,gebohren 1649 den27 Jan. zu Paris, allwo sein Vater ein berühmterChirurgus war. Derselbe hielt ihn von Jugend aufzu seiner Kunst an. Und ob er wohl anfangs einengrossen Widerwillen gegen dieselbe bezeigte, so ließ ersich doch endlich behandeln, und wurde einer der ge-schicktesten Männer darinne. Cr sammlete eine schö-ne Bibliothek, und da er in den letzten Jahren we-gen der Schwere seines Cörpers und der Schwulst derFüsse nicht mehr ausgehen konte : so brachte er alleZeit mit Studiren zu, und starb 1729 den 2 May.Seine Schrifften sind le médecin de foi me me ou Fartde conserver la santé par s infiinB ; découverte sansdécouverte, welche er gegen den Herrn de Blegnx ge-schrieben ; r art de faire des rapports en Chirurgie ;Index funereus chirurgorum parisiensium ab anno1315 ad annum 1714 ; dissertation sur /’ opérationcésarienne , welche in des Verduc opérations chirur-gicales steht; dijsertatien sur la chirurgie des accou-chement , welche in den Mémoires de littérature desP. Desmolets zu finden. Er gab auch des Meurijfe1 ’ art de saigner, des Herrn Saviards Recueil desobservations chirurgicales , des Herrn de la Mottetraité des accouchemens naturels, eben desselbentraité complet de Chirurgien imb Dionìs anatomie,

mit seinen Zusätzen und Anmcrckungen heraus, undübersetzte in die frantzösische Sprache des Bantekoeelementa medicinx, Gladbachs practicam medicina-lem, Mußtani opus de morbis venereis , HeiflersCompendium anatomix , Deidiers zwey Mkdicinifcheund chirurgische dissertationes , Hippocratis aphori-smos, palfyns Anatomie, A liens Compendium me-dicinx, und Boerhavens tr. de viribus medicamento-rum. Mémoires de literature. Nie.

DEUBEL (Joh.), war 1576 in dem Culmbachifchengebohren, studirte zu Aktors, wurde 1599 Magister

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allda, und noch in eben dem Jahre Pfarrer zu Rerinrgersdorf in dem Nürnbergischen, 160; Diaconus zuAltorf, und endlich 1610 Professor Theologiä claßi-cus allda. Nach Verlauf von 5 Jahren verließ erdieses Amt, und gab, wie man sagt, zu Neumarck inder Pfaltz einen Prediger ab. Von seinem übrigenSchicksal und Ende, wie auch von seinen Schrifftenhat man keine zuverläßige Nachricht. Zei.

DEUCER (Johann), ein Philologus im Anfange des17 Seculi, schrieb thesaurum SS. theologix; analy-sai locarumtheologicorum cum ehest & antithesi intabulis ; analysin torius philosophix ; Corpus jurisrnetallici,oder königliches Bevgbuch, darinne Berg-wercks-GebraucHe und Gerichts - Processe begrif-fen, so 1724 zu Leipzig in fol. aufgelegt worden;Tross-Gartlein trauriger Heryen.

DEUCIUS, siehe d'Eux.

DEUERLINGIN, siehe Xettnerin.

D E V O N I U S, siehe Balduinus, und Joseph Devonius.

DEURHOF (Wilhelm), ein holländischer Philoso-phus, legte sich sonderlich auf die Metaphystc, schriebviel philosophische Wercke in holländischer Sprache,z. E. Noodzakelikbeit en ünverschilligkeit van GodesWerkinge ; Godtvurcbtigkcit der Ouden &c. welche1715 zu Amsterdam unter dem Titel Overnatuurkun-dige en schristuurlyke Samenßeüing van de H. Godge-leertheyt, afgeleyd uyt het Kennelyke van Godt, uyt deweezendlyke genadengifte, en uit de heilige Schrift,kriegte mit van Blyenburg, Buchius, van TU, Andala,van den Honen Streit - Schrifften , und starb 1717,10 Oct. Man hat auch von ihm heraus gegeben de

denkbeeldige Wysgeer, vertoont in Willem Deurhofs Be-gtnfelen van Waarheit. So kam auch heraus : deLeere en de Eere van mytt Heer W. Deurhof, verdedigttegens alle Z oort van Domines ßsc.

D E U RU S (Joh.), siehe Deirus.

DEURWERDERS (Francise.), ein niederländischerDominicaner, trat zu Antwerpen in den Orden, lehr-te zu Löven die Philosophie, und hatte so grosse Hoch-achtung vor den Thomas vonAqvin,daß er demsel-ben zu Ehren die Congrégation, Militia angelica ge-nannt, errichten halff. Er war auch Mißionariuszu Rotcrdam, schrieb militiam angelicam D.ThomxAquinatis ; de salutari peccatoruin venialium con-feflione; de sacro convivio,in quo Christus sumitur;de communione spirituali, de cultu B. Dominici,ut a Deo impefremus optata, alles in niederländi-scher Sprache bis auf ersteres, ließ auch Did. Ortix.sumrnulas wieder auflegen, und starb zuAntwerpen 4Jul. 1666 an einer ansteckenden Seuche. Ech.

DEUS DEDIT, ober Theodatus I, ein PabstvonGeburt ein Römer, ward An. 614 zum Pabst erweh-let, und soll ein aussätzig Geschwür bloß dadurch, daßer seinen Mund daran gehalten, curiret haben. Sonsthat er einen Brief an Gordianum den Bischofs vonSevilien geschrieben, welcher in Aguirre concil. Hisp.und in benColleftionibus conciliorm» stehet, und ist617,8 Nov. gestorben. H.Fa.

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