Band 
Zweyter Theil D - L.
Seite
143-144
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DIO N Y SIU S

DIONYSIUS

gelacht. Cr verfertigte einige Comédien, eine Hists-rie, nebst andern in Versen geschriebenen Sachen,hat-te sich auch in der Artzneykunst so geübt, daß er nachdem Zeugniß des Acliani allerhand chirurgische Ope-raiiones selbst verrichtete, und ist in der roz Olym-piade gestorben. 8 . Fa. Laie.

DIONYSIUS II, des vorigen syracusanischen Ty-rannen Sohn, ein Philosophusund Redner, und desPlaronis Schüler, hat Episteln geschrieben, und überdes Epicharmi Gedichte commcntirt. Laie.

D I O N Y S I U S, ein lyrischer Poet und Musicus vonTheben, lebte in der 70 Olympiade, unterrichteteEpaminonvam in der Music. Seine Schrifften sindverlohren gangen. Plu. Nepos in Epaminonda.

DIONYSIUS Thrax, ein Grammaticus von Ale-xandrin , sonst Rhodius zugenahmt, weil er das Bür-gerrecht allda erlanget, soll des Aristarchi Schülergewesen seyn, und zu Rom zu Pompeji M. Zeiten ge-lchret haben. Man hat von ihm arcem grammaci-cam , Welche in Fabricii bild. grasca stehet. In derkayscrlichcn Bibliothcc zu Wien befinden sich von ihmerotemata grammatica & rhetorica (ivt Manustript.Fa.

DIONYSFUS Tuscus, siehe de Rubertis.

DIONYSIUS, ein griechischer Poete von Zitticumin der 148 Olympiade, hat unter andern einepigram-ma auf den Tod des Eratosthenis hinterlassen, wel-ches in der anthologia Grxcorum stehet. Fa.

DIONYSIUS Zopyrus, fiefyt Zopyrus.

DIONYSIUS, ein Poeta epicus, hat tVs^'xas, »in«.und /xersa^oXoyx/uiyx , auch einen Comm. in Heßodumgeschrieben. Einige legen ihm auch die periegeün bey.S. Fa.

DIONYSIUS, ein Grammaticus und Schüler Try-phonis, lebte zu des Kayscrs Auguste Zeiten, und

■ schrieb de nominibus. At.

DIONYSIUS, ein Musicus zu Lonstamini Mag»!Zeiten, hat in griechischer Sprache llymnum ad Mu-iam geschrieben, welchen pureanus 1602 edirk, undJoh. Fell dem Araro mit griechischen Seholiis ange-fügt. Fa.

DIONYSIUS, ein römischer Pabst und Grieche vonGeburt, war anfänglich ein Anachoret, nachgehenbsPriester der römischen Kirche, und endlich von 259bis 269Pabst. In des Petr. Coußaut Epistolis Pon-tisicum stehen einige von seinen Briefen wider dieSa-bellianer, von denen aber welche sollen unter gescho-ben seyn. Man trifft auch ein Fragment von seinemBriefe gN Dionylium Alexandrinum beym Atbanafiode decreris i'ynodi nicasnx an. Andere Schrifftenwerden ihm ohne Grund beygelegt, a S. Carola Bibl.Pontif. C. Fa.

DIONYSIUS I, ein Patriarch derJacobiten, lebteum das Jahr Christi 77;, und schrieb annales ab or-be eondico ad Fuam usqne Lrarem, nimirum ad an-num Grcecorum 1086, daraus in Assemanns Biblio-rlleea orienrali, ein kurtzerBegriffsteht. All'.

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DIONYSIUS II, ein Patriarch der Jacobiten,wardA. C. 85Z Patriarch, und schrieb Epillolam synodi-cam ad Micliaelem , Patriarchen zu Alexandrie».All'.

DIONYSIUS III, ein Patriarch der Jacobiten, leb-te um A. C. 960, und schrieb Epistolas II synodicas.All'.

DIONYSIUS V, ein Patriarch der Jacobiten inSyrien, von A. C. ioz; bis 1036, schrieb synodicamad Sanuthium, Patriarchen zu Alexandrie». Ass.

DIONYSIUS, ein Cistercicnser.Mönch ans dem 14oder i; Scculo, wurde DoÄor elarus ae subtilis ge-nannt, und schrieb commenrarios in Iibros IV sen-tentiarum , welche zu Paris in folio ohne Meldungdes Jahrs gedruckt worden. Vi. Fa.

DIONYSIUS, ein italiänischer Dominicaner, dessenGeschlechts-Nahme aber nicht bekannt ist, hat zu En-de des 16 Sccuii gelebt, und Brevieulnm Paulini Be-rardini geschrieben. Ech.

DIONYSIUS (Adamantius), ein alter JCtus, hatCommenrarium de divilionibus actionum geschrie-ben, der i;6rzuBaselin 8,1571 und 1609 aber nebstandern von gleicher Materie zu Franckfurt in folioherausgekommen.

DIONYSIUS (Anron.), ein Niederländer aus demLuxemburgischen, lebte im 16 Seculo,und schrieb Scho-

lia in univerlam Corn. Valerii syntaxin. A.

DIONYSIUS (Casüus), ein Medicus vonUkica, hatxtçì (puTùv geschrieben, und den Mago de re rusticaaus der punischen in die griechische Sprache übersetzt.Plin. Fa.

DIONYSIUS (janns), sieheJerfmus.

DIONYSIUS, oder Denis, ( Joh.Baprista), ein Me-dicus/wird zuweilen auch allen, Jobannes Denis, übetDionyiius gcuennet, war von Paris gebürtig , undwurde, nachdem cr zu Montpellier studiret, und denGradum eines Doctoris Medicin« angenommen, inseiner Vaterstadt Professor Philosophia und Mathe-niatum, nach diesem aber königlicher Rath und Leib-Medicus. Er hielt seit An. iüÜ4Confcrentzicn in sei-nem Hause, worinne meistens zur Phystc, Machest'undArtzney-Kunst gehörige Dinge abgehandelt wor-den, that auch An. 1673 auf Verlangen Königs La-roli II eine Reise nach Engelland, wo er wegen seincrEuren und Geschicklichkeit in grosses Ansehn kam, undstarb endlich zu Paris den 3 Oct. 1704, in einem ziem-lich hohen Alter. Er war einer der vornchmsten Ver-fechter von der zu seiner Zeit erfundeneir rranskülloneianguinis, und schrieb davon verschiedene Briefe, wor-unter zweye dem Journal des Savans An. 1667 ein-verleibet worden, als: Lettre à Mr. de Monmor tou-chant deux experiments de la transfusion faite fur leshommes ; Lettre touchant une folie invétérée, qui a étégtterie depuis peu par la transfufion du fang ; discoursfur Tafirologie judiciaire & fur les horoscopes. Aus-ser diesen aber hat man auch von ihm Recueil des

mémoires