Band 
Zweyter Theil D - L.
Seite
167-168
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DOLABELLA DOLD

DOLENDORP

DOLET

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rück gieng, nach 3 Jahren aber, als er eben willenswar in sein Vaterland zu reisen, an der Pest in seinenbesten Jahren starb. Er hat viel medicinische Schaff-ten zu schreiben angefangen, keine aber, wegen seinesfrühzeitigen Todes vollenden können. Jo. Pierius Va-lerianus in Menckenii Analestis.

D O L A B E L L A, ein alter Feldmesser, von dessen Bü-chern noch einige Stücke in Gösii und Rigalcii Scri-ptoribus rei agrarise vorkommen. Fa.

DOL.Ti.US (Joh.), einMedicus, dessen Vorfahren ehe-mals in Franckreich aus dem adelichen Geschlechte dc-

< rer von Dole entsprossen, so nach der Zeit wegen derReligion nach Hessen geflüchtet, war zu Geißmar inNieöer-Hessen 1651 gebohren, studirte zu Heidelberg,besuchte F>.anckreich, Engcllandund Holland, promo-virte beystiner Zurückkunffti673 zu Heidelberg inDo-ctorem, erhielt auch darauf das Stadt - Phyficat znLimburg an der Lahne, wurde 2 Jahr darnach als Leib-Medicus an den nassau-dietzischcn Hof geruffen,giengvon hier als Stadt-Physicuö nach Hanau, trat aber1682 als Rath und oberster Leib-Artzt bey dem Land-grafen zu Heffen-CasselinDiensie, machte mit demvonihm Und D. WaloschmiOten erfundenen Liquore an-tivarioloso grosses Aufsehn, woltc mit dcmMercurioàulci, der auf eine geheime Art fublimiret Ware, dengefährlichsten Scorbut ohne Salivation, bloß durchden Schweiß innerhalb 12 Tagen curircn, führte eineweitlaufftigc Corrcspoirdentz, gab seines vertrautestenFreundes Jo. Jac. Waldscbmidii opéra medica mitseiner Vorrede heraus, schrieb selbst Theamim theria-cse coelestis ; Commercium licerarium ; Centuriamobservationum medicarum; Furiam podagre lastevictam Lemitigatam; Encyclopxdiam medicam dog-maticam; Encydopaadiam chirurgicam rationalem;

worinne er sich vieler neuen Kunst- Avorter bediente;War auch willens, eine Encyclopaediam pharmaceuti-eo-chymicam aus Licht zu stellen, starb aber darüberzu Cassek 1707 , im 57 Jahre seines Alters, nachdemfeine Schrisskcn noch bey seinem Leben zehnmahl auf-geleget,am vollständigsten aber zu Franckfurt am Mayn170z, unter dem Titel: Dokei Opera omnia in foliopubliciret worden. Lest.

DOLANUS (Joan.Maur.), stehe Mauritius.

DOLBEN (Joh.), gebohren zu Stanwick in Nort-hamptonshire um 162;, diente Larolo I in derGuar-nison zu Oxford, dabey er sich so wohl hielt, daß erFähndrich und hernach Major wurde. Als aber dieKöniglichen zu kurtz kamen, begab er sich wieder aufdie Stndia, muste sich aber stille halten; bis ihn Ca-rolus II nach und nach erhob, und anfangs zum De-cano von Westmünster, hernach 1666 zum Bischoffvon Rochester und endlich 168z zum Ertzbischoff vonAorck machte. Er hinterließ schöne Predigten, undstarb 1688, n April. Wo.

D O L C E (Lud. ), siehe Dulcis.

DOLD (Leonhard), ein deutscher Medicus, gebohrenzu Hagenau in Elsaß 1 565 den 23 Februar, wurde

zu Basel i5y4Doctor, practicirte nachmals zu Nürn-berg, und starb allda 16: x den 22 August, nachdem erAndr. Libavii praxin Alchymie aus dem Deutschen insLateinische übersetzt, und einige Epistolas medicas hin-terlassen hatte, welche 'Job. Hornungii Cistcc mediccemit einverleibet worden. Fr. V/, d. Le.

DOEEblDOL? ( ldenr.), ein Provincial des Car-meliter-Ordens in den Niederlanden, schrieb supersententiarum libb. 4 ; in philosophiam moral. libb.xo; sennones de tempo re & Sansti?,uud starb in demCarnielitcr-Klostcr zn Cölln den xo Febr. 1366. A.Sw. Fa.

DOLEONUS (Jo. Nicol.), siehe Doglioni.

DOLERA (Llemens), ein Cardinal und Bischoff vonFoligno,von Moncglia, einem kleinen Flecken im Ge-nuesischen, hat sich inden Franciscancr - Orden bege-ben, ist darinne Doctor Theologia und General sei-nes Ordens worden, und hat etttCompendiumtheo-logicarum institutionum verfertiget, worauf er zuRom im 67 Jahr 1568, den 6 Jan. gestorben. Au.So. Just. Wa. Öl.

DOLET (Stepk), gebohren 1509, soll ein natürlicherSohn Königs Franciser I in Franckreich gewesen seyn,kam zu Toulouse, wo er den Rechten oblag, und sei-nen in einem Auflauff ermordeten Landslcuten eineLobrede hielte, darinne er wider das Parlament zuToulouse allzu scharff losgezogen, m Verhafft, ja garin Lebens-Gesahr,wcil er als ein Lutheraner angeklagtworden, erhielt aber seine Freyheit wieder, gab dar-auf zu Lion einen Corrcctor bey Sebastian Gryphioab, und edirte allda seine 2 Reden wider die StadtToulouse, nebst einer Sammlung von Briesen undGedichten. Von dar gieng er 1534 nach Paris, baldaber wieder nach Lion, und hatte 1539 das Unglück,daß er einen Kerl, der ihm schon geraume Zeit nachdem Leben stunde, aus Nothwehr ermordete, daher erwieder nach Paris kam, allwo er wegen der protesii-renden Religion, oder des Atheismi wegen 154; den3 Aug. im 36 Jahr seines Alters lebendig verbranntworden. Seine Schafften sind: Comm. de lingualatinain 2 Tonus, wobey er einen gelehrten Diebstahlaus des Stepbani thesauro und Nizolii observationi-bus zoll begangen haben ; formule loLUtionum lat.il-lustriorum ; dial. de imitatione ciceroniana pro Lon-golio contra Erasinum, darüber er Jul. Las. Gcali-gerum zum hefftigcn Feinde kriegte; Franc. Vale-sii régis fata in Versen; la maniéré de bien traduireune langue en /’ autre ; k chevalier chrétien ; exhorta-tion à la leéhire de la S. escripture ; les prières & orai-sons de la Bible; tr. de re navali, darinne er gleichfallsden La;. Bayfium soll ausgeschrieben haben, welchenTraetat man auch in Gronovii thesauro antiquit. grec.T. XI findet; gab auch den Svetonium gar fein her-aus. Als er zum Tode gieng, sagte er diesen Vers:

Non dolet ipse DOLET, led pia turba dolet;der ihn begleitende Geistliche aber kehrte diesen Vers,ihn zu bekehren, alsbald also um:

Non pia turba dolet, sed dolet ipse DOLET.

Lucha-