Band 
Zweyter Theil D - L.
Seite
225-226
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DRYANDER

DRYANDER

DUARD

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2 r; DRUWE

DRUWE (Ambe.), ein Dominicaner von Gerardsber-gen, vorhcro Adrian vorgenahmt, starb zu Brüssel 9May i66; inr Gerüche der Heiligkeit, und schrieb ex-

trcices spirituels des religieux convers ; abrégé de la viede S. Hyacinthe ; les trofées d'Ambr. Spinola stttS dkiNLateinischen Vermtlei übersetzt. Ech.

DRUZUÍCKI (Caipr), ein pohlnischer Jésuite, geb eh-ren 15S9, tfc 7- Jahr Novitiorum Magister, unterschie-dene mahl Iiecter und 2 mahl Provincial in Pohlcngewesen, hat auch als Procuratsr 2 Geueral-Congre-gationm zu Rom beygewohnet. Er wird wegen sei-ner Frömmigkeit und beständigen Umgangs mit Gottsehr gelobet, von welchem er auch untersthiedener Of-fenbarungen soll seyn gewürdigct worden. Er starbzu Posen 2 April 1660. Man hat nach seinem Todeseinen Leib vom stetigen Griffeln gantz zerfetzt gefun-den. Von seinen Schafften, deren er sehr viele ver-fertiget, sind in pohluischer Sprache eine Vertheidi-gung seiner Societät Wider die Universität zu Cracauheraus; in lateinischer aber hat man von ihm : de passio-ne J. C. Filii Dei;fasciculum exerciciorum & confide-rationum; deprscipuis virtutibusfidei Christians ; lo-Iem in virtuteiuaf. Jesum Christum in splendore ex-cellentiarum suarum spectabilem. C. Sr. AI. 8.

DRYANDER,(Franc.) von Burgos aus Spanien,sonst Enzina? genannt,Johannis von Burgos Bruder,hat im 16 Seculo gelebct, eine fpanisthe Uebcrsctzungvon dem neuen Tesianiente verfertiget, worüber er zuBrüssel in gefäugliche Hasst genommen worden, dar-inne er i; Monate bis 154; geblieben, da er herauskommen, als die Thüren im Gefängniß offen stehenblieben, und ist 1552, 21 Dec. zu Straßburg gestor-ben. 8.

DRYANDER (Johannes), sonst Eichmann genannt,ein Medicus und Mathematicus, aus der Wettcraubürtig, übte sich in der Mathematic und Artzeney-Kunst, besuchte deswegen Franckreich, promovirte beyseiner Zurückkunfft zu Mayntzin DoctoremMcdicinä,lehrte nachmahls als Pros. Matheseos und Mcdicinäzu Marpurg 24 Jahr hindurch mit grossem Ruhm,und starb in dieser Bedienung 1560 den 2oSeptemb.nachdem er f oh. Vocbsii opulculum de peste wiederauflegen lassen ; Mundini Anaromiam mit seiner Vor-rede, beygefügten Anmcrckungen und Figuren herausgegeben, auch selbst Anaromiam capiris human! ; decylindro; de globo cœlesti; de horologiorum sola-rium varia compositione; de nocturnalis instrumenti,per quod hors nocturns addiscuntur, compositione& usu; novos annulos astronomicos ; Traktat V0MEmbscr-Dade; einen Arycnc^-Spiegel geschrieben ;auch AntiocHi Tiberti drey Bücher de Chiromanria,ingleichen so an. Stoefieri cosmographicas aliquot de-scriptsones, ediret. Er entdeckte viel neues in derAstronomie, erfand unterschiedene mathematische In-strumente, suchte die Zergliederungs-Kunst nach Mög-lichkeit zu befördern, und war einer von den ersten inDeutschland, der seine anatomische Bücher durch bey-gesetzte Figuren deutlicher zu machen suchte.

Gelehrt. Lexic. T II.

DRYANDER.(Joh.), von Burgos in Spanien,sonstEnrinas genannt, so in Spanien eine Art von Eichenbedeutet, und woraus hernach der griechische NahmeDryanäer gemacht worden, hielt es in der Religionmit den Protestanten, und brachte durch seine Uitter-weisirng auch den bekannten Jo. Diaz auf diese Seite.Er selbst aber nruste, seinem Vater zu gehorsamen, zuRom bleiben, da er dann nicht unterließ, bey unter-schiedenen Gelegenheiten seine Meinungen an den Tagzu legen. Ais er aber im Begriff war, nach Deutsch-land zu seinem Bruder zu gehen, wurde er als ein Ke-tzer angeklagt, und da er seinen Glauben zu erkenne»gab, 154; zu Rom verbrannt. 8.

DRYDEN (Joh.), ein Ritter, gekrönter Poete undHistoriographus des Köuigs Jacsbi II in Engelland,war i6zi dcn 9 August aus einer ansehnliche» Fami-lie, aus Oldwinckle in Northamptonshire gebohren,und einer von den vortreflichften Poeten und Comö-tuen Schreibern in Engelland. Er siudirke anfangszu Westmünstcr, wo er öffcers in einer Nacht eine gan-ze Satyxam aus dem pcrsio in englische Verse über-setzt, hernach zu Canrbridge, ward i668Poeta laurea-tus, nahm unter Jacobs II die römisch-catholische Re-ligion an, und schrieb Misceilany Poems ; fables ancicntand modern trans’sred into verse, veith original Poems ;

eine englische Version des Juvenali» und persir, son-derlich aber viel englische Schauspiele, auch einen ge-lehrten Tractat of Dramatik Peefy. Als er 1701 den1 May in Londen an einer Inflammation am Fusse,die von einem v rwachscneî, Nagel entstanden, gestor-ben, wurde er den 24 darauf mit nngemeinen Sslen-nitäten unter einer angenehmen Mustc, dabey inson-derheit die Ode des Horatii: Exegi monumentumaere perennius zu hören war, und mit mehr als hun-dert Kutschen nach Westmünster zur Erden begleitet,und zwischen zwey berühurte Poeten Lhaucer undLowlep begraben. Seine Comödien, Tragödien undOpern, sind nebst dessen eßay of dramatick poefy an.1701 zu Louden in 2 Voll. in folio zusammen herausgekomnrcn. Man tadelt aber daran nicht unbillig,daß das Zaster darinne allezeit noch eine Belohnunganstat der Straffe erhält, und daß sie hiemachst mitden unzüchtigsten Gcdancken und Ausdruck ungen an-gefüllet worden. Wo. AE. Journal littéraire. J. 8.

DRYMON, ein alter Grieche, so noch für -Homers

- gelebt, und Einige Dinge geschrieben hat, welche Ta-lianua und Eusebius anführen. Er wird von einigenunrecht Dromon genennet, welcher ein Lomicus undviel jünger gewesen, auch psalrriam geschrieben, derenAthcnüus gedencket. ka.

DR Y8EE (EAandus), ein schwedischer Theologus,leb-te zu Ausgange des 17 Seculi, war Probst zuJoncö-ping, und schrieb: Monarchen-Spiegel; SeßionsrPredigten rc. in schwedischer Sprache.

DUARD (Leonhard), ei» Clericus regularis, JCtusund Theologus, gebohren zu Manicalzati in dem Nea-politanischen, lebte um die Mitten des 17 Seculi, schriebP Com-