Band 
Zweyter Theil D - L.
Seite
247-248
JPEG-Download
 

247

DURAND

DURAND

248

sorbonnischen Bibliothec tnt Manufcript liegt, undvielleicht mit demjenigen einerley ist, dasimConventeS. Dominiei zu Neapolis befindlich ist,und folgendenTitel hat: solutiones ac relponsiones rationum S.Thomce fratris N. meldenlis, darunter Durandus,episc. meldensis, verstanden wird. Ech.

DURAND, ein Diaconus, Benediktiner Ordens undkayscrlicher Notarius im 9 Seculo, schrieb annaleslaurishamenses, welche sonst mit Unrecht Eginhardo,oder auch einem ungenannten Astronomo, zugeeignetwerden, und in des du Cbefne hist. Franc, lcr.pt. T.III, und Freberi script, rer. germ. Tom. I anzutref-fen sind ; librum de origine dornus brunsvicenlis ab

Estenlibus, so in der Bibliothec zu Hannover imMa-nuscript liegt; und libellmn de rniraculiz 8. Genulfi,

• welches letztere aber voller Fabeln steckt. Jo. Georg,ab Eccard Annales Francise orienralis.

DUR AND, ein Abt von Castres, florirte zu Ende desiQ Seeuli, und schrieb ein Buch wider walfredum,welcher lehrte, daß die Seele nach dem Tode mit demLeibe zu Grunde gehe; welches aber verlohren gan-gen. Ein.

DURAND, ein Mönch von Foßeamp, und hernachAbt zu Troarne oder Dropart in der Diöces vonBayeuxjmu Seculo, welchen wilhclmuüLonqve-stor, König in Engelland, unter diejenigen berühm-ten Leute gezehlet, deren Rath er gefolget, hat einenTractat de corpore à sanguine Dornini contra Be-rengarium geschrieben, welchen Dächern,.-,, nebstLanfranci Werken 1647 heraus gegeben, und daselbstunterschiedenes von diesem DuranSo bemercket. Erstarb 1088. Ea.

DURAND, einBischoffzu küttich im II Seculo, istzwar von armen Eltern gebohren, aber in gcist - undweltlichen Rechten wohl erfahren gewest, und 1225den i Febr. gestorben. Er har keine Schrisftcn hin-terlassen. Diejenigen Weragen aber, als Epistolacontra llrnnonem & Berengarium und de Sacramen-to al taris, welche ihm poffcvin und andere zujchrei-ben, sind nicht seine, sondern anderer Leute Arbeit.8a. Fa.

DURAND, ein Doctor zu Paris, hat wider das Buchde poretkare ecdestastica Lc Feculari, welches in demCvncilio zu Sens verdammet ist, geschrieben. H.

DURAND de S. Portiano, ein Dominicaner, Do-ktor zu Paris, Magister St. Palatii, Bischofs zu PnyenVlay, und endlich zu Meaux, aus dem FleetenSaint Pourcain, in derDiöces vonClermont in Au-vergne, wurde Doctor reiblutislimus genannt, schriebcomment, in 4 libros sententiarum ; librum de ori-gine jurisdictionum seu de jurisdictione ecclesiasti-ca &delegibus; statuta synod, dicecesanse anicien-Es 1322 celebratce, welche in Odon. Gijjey discours hi-storique de la dévotion à N. D du Puy en Velay liv.

3 c. 2i frantzösisch übersetzt befindlich sind; qutestio-nes 16 theologicas varii argumenti; qnodlibera IV;tract, de statu animarum sanctarum a corpore reso-

Iutarnrrt usque ad reunionem earum cum corporibusin resurrectione; Postillas aliquas super evangelium;Sermones; comment, super veterem Logicam &c.

nnd starb nid, i4@cpf. Er bekam folgende spöt-tische Grabschrift:

Durus Durandus jacet lioc sub marmore duro.

An iitlalvandus, ego nescio, nec quoque curo&c.Postev.Ech. Sa, Fa.

DURAND, ein alter frantzösischer Poet um das Jahrizoo, der nach Gewohnheit seiner Zeit unterschiede-ne Romanen verfertiget, und ein so gutes Gedächtnißgehabt, daß er alles, was er nur einmahl gelesen,nach langer Zeit wiederum von Wort zu Wort hersa-gen können. Er verliebte sich in ein Frauenzimmeraus dem gräflichen Hause Balby, und erschrack überdie Nachricht, daß dasselbe kranck und von einem sostarcken Paroyysmo überfallen worden, daß sie ihreAnverwandte vor todt hielten, und deswegen zur Er-den bestatten wollen, dermassen heftig, daß er plötzlichstarb. Cr.

DURAND de Waldach, ein Ketzer im Anfange des 13Seeuli, lehrte, daß der Ehestand nichts anders als ei-ne verborgene Hurerey sey; weswegen cr gefangengenommen und zum Feuer verdammt wurde. HE.DURAND. (Beruh.), von Chalons in Burgundien,einAdvocat in seiner Gcburts - Stadt, schrieb privilégiaCabilonenliuna Lee. und starb den 18 Januar» IÜ21.W, d.

DURAND, oder Durantes, ( Guil. ) , ein JCtUs, imi; Seculo, von Puymoison, in dem Bischoffthum Riezin Provence, Dominicaner-Ordens, studirte zu Bolo-gna, lehrte zu Modena,und kam durch seine Verdien-ste in svlchesAnskhn zu Rom, daß ihn der Pabst Mar-tin IV zu seinem Legaten im Hertzogthum Spoletomachte. Er wurde auch Decanuch der Kirchen zuChartres, und Bischoff von Wende, ferner bey PabstElemente IV Cap l!an und Auditor gcneralis, auchGeneral über die päbstlichen Tronppen. Er verfer-tigte ein Spéculum juris, daher er den BeynahmenSpeculator bekommen, darinne er aber Joan. Fafiltlibrum desummariis cogniriombus völlig ausgeschrie-ben. Er ward sonst wegen seiner grossen Erfahrungin geist-und weltlichen Rechten, Pater Practicœ ge*nennet,schrieb auch Rationale divinorum officiorum,davon eine mayntzer Edition in fol. von I459aufderleipziger Universitäks - Bibliothek auf Pergamen be-findlich; Repertorium live breviarium aureum su-per Corpus juris canonici in 5 Büchern, so zu De- 'nedig 1496 in fol. gedruckt, und mit hmtSpeculo Ju-ris jum öfter» aufgeleget, auch breviarium aureumbetitelt worden; Comthentarium in canones conciliilu^dunenlis II, welcher mit des Verfassers Leben, dasSimon Majoius verfertiget, zu Fano 1569 in 4 her-aus gekommen; Breviarium glostarum & textuutnjuris cmonici, das zu Paris 1519 in 8 gedruckt wor-den; Pontistcale ; Statuta pro eccleiiamimatenfi ; com-mentana in Gratiani decretum Ulld in decretales

Gre~