SS9 EBENDORFFER EBENE ADUS
EBER
EBERHARD
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Pestilentz-Aelten verwahren und halten soll, undstarb 8 Jul. 1658. Mol.
EBENDOREEER ds Halelbacli ( Nhomìrs) > ein rS-misch-catholischer Theologus , ge.bohren zu Haselbachin Nieder-Oesterreich, wurde zu Wien Doctor undProfessor Theologiä, wie auch Canonicus zu S.Ste-phani, und Hof-Capeüan, ingleichrn Pfarrer zuBerchtolsdorff oderPeterstorff, wurde i4zi aufdasConcilium zu Basel geschickt; war in feinen Dingenso weitläufftig, daß er mehr als 22 Jahr über das er-ste Capitel des Propheten Jesaiä las, starb 1464, unî>
schrieb Commentarium in Evangelium Johannis ;expositionem symboli Apostolorum ; tractatum decafìbus excommunicationis ; tractatum : utrum Ii-ceat clericis tabernas'habere ? tractat. de venditio-ne 8c emtione; tractat.de novem alienis peccatis;tractat. de confestione ; tractat. de septem vitiis ;tractat. de peccatis cogitationis ; commentar. inEfaiam; super sententias Jib. IV ; sermones domi-nicales super epistolas, welche ohne Benennung desOrts 1478 gedruckt worden; sermones de confes-lione & de Sanctis; Chronicon austriacum üb. V,von welchen die meisten im Manuskript liegen, das letz-te aber IN des ?. Pra scripcor. rerum austriacarum,
nebst einer Nachricht von des Verfassers Leben undSchrifften stehet. T.Fa.
Eben Nozophln, oder Azsphi, ein arabischer Mathe-maticus,im io obern Seculo, hat sich sonderlich aufdie Stern-Kunst gelcget. Vo.
EBEN (Phil.Ludov.), ein Doctor Medicinä von Neu-burg, war Leib Medicus beym Pfaltz-Grafcn,hernachPhyflcus znlllm «ndMemmingen,schrieb distert. de
. Hydrops, und starb 1657, im 8 r Jahr. iV,d.
EBENRADUS (Caecilius), soll ei» Schüler des Apo-stels Iacobi des grösser» und der erste Vifchoff vonGranada gewesen seyn, und im andern Jahr der Re-gierung Ncronis den Märtyrer-Tod erlitten haben.
Man sabuliret auch, daß unter den 1595 in einem
■ Berge bey Granada gefundenen Schrifften, die einBetrüger auf bleyernen Tafeln allda verstecket hatte,verschiedene unter des Apostels Jacobi, Creiiphonris,seines Schülers und dieses Cxcilii Nahmen in arabi-scher und spanischer, auch lateinischer Sprache befind-lich gewesen. Insonderheit aber werden vor diesesLäcilii Schrifften, welche Fabrieiu« in einem starckenBande nach der lateinischen Uebersetzung aus demArabischen imManuscript besessen, ausgegeben Übel- EBERHARD Í, ein weiser Hcrtzog zu Wurtemberg,lus mysteriorum magnorum; Colloquium S. Marke lebte um den Anfang des sechzehcnden Seculi, und
virginis eum Jacobe Apostolo; Liber sententiarum Übersetzte das ©udj Kelilah wall Dimnah aus deiN
circa fidem St directionem ostensus Jacobo a Maria Arabischen ins Deutsche, welche Uebersetzung unter
virgme,julliiejus inarabicum tradlictus ; liberhisto- andern 154? zu Straßburg in fol. gedruckt worden.
Tìx iigilli Salomonis ; liber notitixdivinx potentix, Stollens Bibliothek p. H.
beiiigiiiraris 8c justitix circa creaturas; dénatura EBERHARD US Altachensis, ein Archidiaeonus derangeli & ejus potentia; liber relationis de dono Kirchen zu Reaenspurg, hat ZU Anfange des > 4 Sccttli
domus pacis & domus tormenti aevindictx; deja- gelcbet, und Annales der Hcrtzoge von Oesterreich,
cobi ApoRoli gestis &c. Es pflegen aber die gescheit- Bayern und Schwaben, von 1273 bis 1305 geschrien
kern Catholicken solche Sachen sclber nicht zu glauben, ben, welche in Canijii lect.anciqu. stehen. H. Vo.
EBER-
ww sie denn von verschiedenen Päbsten als erdichtetsind gehalten und verworffen worden. In Franc. Biva-rii notis ad Pseudo-Dextri chronicon Wird noch einesandern Buchs von diesem Cxcilio gedacht, das deexcellentiis 8c miraculis Christi ac matris ejus ab in-carnations verbi usque ad ascensionem betitelt ist, UNdermeldterjBivarius leget ihm auch CommentarlosInApocalypün, da diese noch nicht geschrieben gewesen,und zwar in spanischer Sprache bey. Ea.
EBER ben Petachja, einRabbine aus dem 17Seculo,schrieb spéculum scriptionis & abbreviaturarum, so
ohne Meldung der Zeit und des Ortes in 8 gedrucktworden. W.
EBER (Joh.Dan.), ein Universitäs - Secretarius zuKiel um 168S / und gottorpischer Mce -Bibliotheca-rius,von Schweüifurt in Francken, hat genealogiamsamilix nobilium dominorum aThienen geschrieben,UNd opus de familiis nobilibus holsaticis genealo-gicum herauszugeben versprochen. Mol.
EBER (Paul), ein lutherischer Theologus, gebohren zuKitzingen in Francken 1511 den 8 November, bekamim i4ten Jahre einen Buckel, weil er vom Pferde ge-fallen, und bey einer Viertel -Meile geschlept worden,war zuWittenberg Melanchthons Famulus, wurdedarauf i;36 Magister, hielt auf Veranlassung Mc-lanchthonis, (der ohne ihn nichts anficng, daher manihn nur Repertotlum Pliilippi zu nennen pflegte ), indessen Hause Collegia, ward 1544 Matheseos, hernachder hebräischen Sprache allda Professor, ferner Pre-diger, Doctor Theologiä, wie auch 1559 General-Su-perintcndcns. Er schrieb Exposttionem evangelio-rum ; calendarium historicum ; historiant populijudaici; vocabularei nummarix, ponderum 8c men-surarum, a se 8cCasp.Peucero collecta; Appellatio-nes quadrupeduni, insectorum, frugum, frustuumcommunium äse 8c C. Peucero collectas, die sich beyvorige» befinden; Proposttiones addisputandurnpro-posttas; Epistolas, deren einige sich in der mayerifchcnBibliothek im Manuskript befanden; einen Tractatvon Gottes Wesen, nebst einigen deutschen Liedern.Seine berühmteste Schlifft ist der Tractat de lacra-tisiima coena domini nostri Jesu Christi , dadurch erbey den damahligen calvinistischeu Streitigkeiten in de»Verdacht gekommen, als ob er auf beyden Achselntrage. Er starb 1569 den 16 December. Pant. Ad.Teisli
EBERHARD, siehe Everatdas.