ENGELBRECHT
ENGELBRECHT
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Dockorem zu Helmstadt, that hierauf eine Reise nàchFrairckreich und Holland, ward nach seiner Zurück-kunst Professor eptraordinarius zu Helmstadt, undendlich Codicis Professor ordinarius, Senior der Aca-démie daselbstj wie auch fürstlicher braunschweig - lü-ncburgischer Rath, verheyrathete sich dreyiual, schriebâillèrtationes ad Inilituta; Comment, ad Digesta;Compendium jurisprudentice ; Sermones solennes;specimen collationis juris mofcovitici 8t commu-nis ; disputationes de pelle Lc juribus circa tempuspestis, de clausulis conceffionum Principum, de ufujuris romani in jure publico romano - germanico,hujusque variis controverliis decidendis, de Princi-purn in difpensando potestate, de pluralitate voto-rum, de inllrumentis indifcretis, de jure abfentiae,de jure Bibliothecarum, de cautione damni infecti,de internste damni emergentis 8c lucri cestantis, dejurisdistione in genere, de jurisdistione fuperiorisive alta Sc inseriori sive baisa íecundum mores Ger-manorum, de judiciis metallicis, de conjunctioneofficiorum, de recognitione documentorum per te-lles, de jure vicinitatis, de Confulibus, de conve-nientia 8c differentiis juris civilis Lc dithmarsici, dejure Salinarum, de salva guardia, de charta blanca,de usu forenii amculorum pofitionalium eorumqueabusu prœscindendo, de malesiciis cœptis, de dona-tione virginum nobilium in Pomerania, de iingula-ribus feudorum mecklenburgicorum juribus, de ler-vitiis militaribus, de jure diplomatum, de jure ar-chivorum, de contributione, und starb 1705, t>CU 24.Aug. N, g.
ENGELBRECHT ( Hans ObtT Joh. ), ein Fanati-cus von Braunschweig, eines Schneiders Sohn, gc-bohren 1599, lebte unverheyrathet, und trieb dasTuchmacher-Handwerck, hatte aber wegen der Ge-wißheit seiner Seligkeit schwere Anfechtungen, wurde1622 tödtlich kranck, und soll dabey in eine Entzü-ckung verfallen seyn, und die Vergewisserung seinerSeligkeit erhalten haben. Er trieb hierauf dasHandwerck nicht weiter, sondern ficug an, die Leutezur Besserung ihres Lebens anzumahnen, unterließaber solches, als ihm niemand Gehör geben wollte;deswegen er auf einmal soll stumm worden seyn, je-doch nach geschehener öffentlichen Kirchen-Verbittevor ihn, die Sprache wieder erlanget haben. Erreisete 1624 in Hollstein, kam auch nach Hamburg,wo er sich noch 1639 befand, in welchem Jahre ereine Reife nach Wedel that, auf welcher ihn ein En-gel soll begleitet, und viel künfftige Dinge offenbarethaben. Damit man ihm nun glauben möchte, ließer sich zu Hamburg 3 Wochen lang ins Zuchthauseinschlicssen, und nahm 14 Tage weder Speise nochTranck zu sich, ohne daß er deswegen einen Abgangseiner Leibes -Kraffte empfunden; die letzten 8 Tageaber ließ er sich nur ein wenig Wasser reichen, wel-ches in seinem Munde soll zum Weine worden seyn.Nichts desto weniger ward er, weil er sich öffentlichzu predigen unterstand, sich auch gegen das Ministe-
rium ungebührlich aufführte, aus der Stadt verjagt,und starb endlich zu Braunschweig im Febr. 1642-im 4Z Jahre. Dasjenige, was sich mit ihm zugetra-gen, hat er zuerst 1625, und hernach öfters druckenlassen. An. 1658 kam heraus: wunderrcicherBindebricf, Cv,rinne Hans Engelbrechts Leben be-schrieben wird, in welchem man dessen eigene Erzeh-lung von seinen Begebenheiten findet, die er alle furWunder und göttlich halt, auch allerhand Gesichter,so er gehabt, crzehlet. Mol.
ENGELBRECHT (Jac.), von Stralsund in Pom-mern, war in der Medicin, Mathesi und Literaturgeübt, hielt sich 1632 und folgende Zeit zu Schieß-'wig auf, lind schrieb Donatum feu progymnafmata ;Lexicon radicum Jinguae lat. metitodicum; com-plementum lingux iatina; ; kurtze Erklärung derSonnenfinsterniss 1630. Mol.
ENGELBRECHT '(Job. Wilhelm), ein JCtns,gcbvhrcn 1674, i z Jan. zu Hannover, Arnold Hein-rich Engelbrechts Sohlk, und Georg EngelbrcchtsBruders Sohn, siudirte zu Helmstadt und Leipzig,ward an dem letzten Orte 1699 Magister, that dar-auf mit dem braunschweig-lüncburgifchcn geheimenRath von dem Busch eine Reife nach Ost-Fricßlanduird den Niederlanden, gieng nach seiner Zurückkunstmit zwey jungen von Rhedcn als Hofmeister nachHalle, wurde ferner von demAbtMolano, zumSyn-dico des Klosters Loccuni gemacht, nach diesem 1701zu Helmstadt Professor Moralium, und 170; Juris,1706 zu Riutcln I. U. D. ferner Codicis Professorin der Juristen-Facultät zu Helmstadt Senior, und1727 braunschwcig - lüuednrgischer Hofrath. Er
schrieb ein Buch de legibus Locreniium, Zaleuco au-störe promulgatis ; orationes; programmata; Dil-putat. de qusstione morali ; an homo fit miferri-mura animal, fasta comparatione ad eseteros ani-mantes, de justo naturali ludorum in pecuniam, deodiosis morum charasteribus in vita communi solli-
cite vitandis, de militantium officio in expeditioni-bus bellicis, de bono ordine in studiis jurispruden-tii£ tenendo, de jure llapuloe, de jurisprudentia: va-sto ambitu 5c nomine juris confulti, de legitim»per quam feparanrur liberi, de jure peregrinantium,de praefumtione pro dem, de réunions pertinen*tiarum, de nota charasteriítica ílatuum imperii, defununis S, R. I. tribunalibus, de creditore antichreticuad fumtus percipiendos non obligato, de eo quodmemorabile & juilum eil circa agnos, de lege com-miíîbria contrastai pignoratitio illicite & emtion*venditioni aliisque contractibus licite adjecto, dere-novatione investitures universitatis nomine régula-riser non in cafu mortis unius ex pluribus feudi cU-ratoi’ibus, led demuin cunstis iis deficientibus, P^'tenda; de veris êc necestàriis moralis philofopb 1 *adminiculis, de advocato elestorali laxonico, de cotzfervatoribus in R. G. imperio, de bona fide actof*litigantis in foro faxonico elestorali Lee. und st^^
l?29/ den 12 Dec. Pr. ,
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