3Î-I ENGELGRAVE ENGELLEDER ENGELM VNN ENGELSCHALL 352
EN GEL GRAVE (Henr.), ein Jésuite, gebohren zuAntwerpen 1610, trat 1626 in den Orden, lehrte dieHumaniora, und wurde wegen feiner Wissenschafftenofficina fciemiarum genennet; ward Rector des Col-legii zu. Audenarde, Mont-Cassel und Brügge, schriebLucem erangelic. in omnes dominicas in 2 tomis ;cceleste Pantheon in festaSanctorum • cceleste Empy-reum in 2 tomis ; meditationes Je paffione Domini ;
verschiedene kleine Werckgen in lateinischen Versen rc.^ und starb zu Antwerpen 1670,8 Mertz. W, d. AI.
ENGELGRAVE (Jo.Bapt.), ein Jcsuitc, gebohrcnzu Antwerpen 1601, ward Rector des^ollegii zu.Brügge^Provincial ttt Flandern, wohnte der yteuGeneral-Cougrcgation zu Rom bey, schrieb Medita-tiones per totum annum in dominicas 8c festa, und
starh.imProfeß-Hausezu Antwerpen i6;8,denz May..Al.'W, d.
EN'.GE.LHARD (Daniel), stehe Angelocrator.
ENGELHARD, ein deutscher Abt indem Klosterämkheim im Pambergischen, Cistercicnstr--Ordens,lebte am Ende deL in Seculi/ und schrieb vitam 8.
virgipès Meçhthiîdis, principis ßerchtoldi comidsde Ar.dechs silias. Friderici I Barbaroiiis Imperatoriscognar,®, abfeatifla; in Diesien, deinde in Oetilstetten,welches Lebctl in Canißi Lektion, antig. und mitHc»--schcuii Anmerckuugrn in den Akbis 8ankkor. stehet.<). I'a. ^
ENGELHARD (Leogh.), ciuDeutscher, war Philo-sophiä Magister, Prediger und Profestor in Tübingen,woselbst er r;8o die Form. Cône. unterschrieb, ver-fertigte exercitarionitm poeseos libr. IÍI, poemaraaliquot pia See. Und starb 1602. W, d.
ENGELHUS.IUS (Theodor), ein Nieder-Sachse,welcher nach einiger Meinung von Eimbcck gebürtig,und anfangs Eauomcus zu Hildesheim, hernach Pres-byter in dem Kloster ^ zu Wittenburch gewesi, starb1430 daselbst, und schrieb historiant Imperatorum edomo brunfvicenli, welche joadj. jo. Mader 1661■in seinen Antiquitatibus brunsvicenllbus, 1671 aberbesonders, edirett Genealogiam D ueum bruasvicen-siara illorum, qui Eimbek, Osterrot, Hamelen, ScDu-derstad, cum attinentiis, poffederunt, so in LeibnhiiScriptoribus brunfvicens. T. II stehet! Vtif auch eiltchroniqon. chronicorum vom Anfange der Welt bis1420, welches erst vsn Mädcro, und hernach ver-mehrter von Lcibnitzcn in den 8criptoribns brun-svlcensibus heraus gegeben worden, aüwo man zu-gleich in der Vorrede mehr Nachricht von ihm findet.Er hat auch Comm. in Pfalmos und vocabulariumEngelhusen genannt, desgleichen ein chronicon er-fordiense im Manuseript hinterlassen. Ob er aberauch poefin dueum brunsvicensium verfertiget habe,die unter dem Titel Tbeodoriei oder Theodorici Langtde Embecke bekannt ist, daran wird noch gezweifelt.Von Bastl. Jo.-Herolds wird er Conrad genennet.Rehtmeycr Antiq. brunsvic. Ea.
ENGELLEDER (Joh. Casp.), ein DoctorMedicinäund Practicuszu Hamburg im Anfange des i8 Se-
euli, aus Schießen gebürtig, hat disp. inaug. de na-tura febris pestilentis geschrieben, und Kunckeüi la-boratorium cnymicum mit etiKt Vorrede ebiret, Mol.
ENGELMANN (JohannFriedrich), eiltPhilosophusund Theologus von Görlitz, studirte,;u Leipzig, ward1673 daselbst Magister, nachmahls aber Prediger zuDreßden lind schrieb: Disti de scientia Dei ; dogma-ta Machiavellistarum 8c Monarchomachorum; nmnin extraneum Principen! committatur crimen lasseMajestatis? de Vacui impossibilitate contra Rett. desCartes; de ubi animarum a Christo 8c lanctis virisrefuscitatarum ; de veritate & falsitate.
ENGELMO DüS, BischoffzuSoissons int 9 Seen-lo, hat ein Lob-Gedichte aufden 85t verstorbenen Abtzu Corvey, Patchastum Ratbertum, verfertiget, wel-' ches Sirmond mit dieses Ratberti Schrifftenzu Paris1618 edirt ; wie es denn auch in bet - Biblioth. Patrumlugdünenii zu finden. Fa.
ENGEL.SBERGER (Ferst. Franc.), ein Jude ausBöhmen, wurde 1636 ein Christ, bekannte sich aber,nachdem er 1642 wegen eines am kayserlichen Hofe zuWien begangenen Diebstahls gehenckt werden sollen,wieder zum Judenthum. ' Er schrieb catholischenLINgweiscr und generationes Jesu oder de vita J.
c: 'w.
de ENGELSBRUNN (Joh. Benedist. Gcntilotti),stehe Gentilotti."
ENGELSCHALC (Albertus), ein Musischer Theo-logus, welcher zu Auchuge des t; Seculi geledet,und av.reum spéculum geschrieben hat, welchen Tueod.Engdbnjms rühmet. Fa. ,,
EN GEL8CHÁLL (Carl Gottfried), eilt lutherischeTheologus, gebühren 1675 ben 5 May, zu Oelsnitz imVogtlaude, zohe 1693 auf die Académie nach Leipzig/ward allda Magister, und gieng darauf nach Ditteu-berg. Er ward anfangs 1698 Pastor zu Embskir-chcn im Bayreuthisehen, 1701 Archidiaconus zuNei-chenbach, und 1707 Hof-Prediger zu Dreßden, undstarb 1738 den 23, Mcrtz, au einem Stcck-mid Schlagstuffe. Seine vchrifften sind: Gottgchciligtc Laiss';cl- und Trauer-Rcdcn ; heilige Betrachtungentcrschicdcncr Haupkjprüche aus den 5 BüchernLNosis und Jofuäz Betrachtungen über das Buchder Richter und Ruth ; Pnejudicia vira, oder n:d? {tige Vorurthciie der V-Veirkinder in ihrem K.ebcwin 2 Theilen zyichtige Torurthcüe der heutigen Weitin Slaubens-Sachcn in 2 Theilen z der den siebendenpolauncnden Engel gany unrecht verstehende p-Petersen z pastions - Andachten ; siegende evangel^sehe wacheit wider die falschen Lehrsáye des trsdcntinischen Loncilii; das Gcdächtnist der From-men in Lcichen-Prcdigten und Abdanckungen ;Glaube JEfu und der Icsaiten ; trauriges Anden-ken unterschiedenerFeuersbrünste; Goitgcheilig^^Beytrag;um wahren Christenthum in 2 Theilen-kurye Ui>icSerhoIung des Bischoffs von CondomBossuets römjsch-kgcholischcr Glaubens-Erklärm'^)