Band 
Zweyter Theil D - L.
Seite
369-370
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z 69 EPPLIN ERARDUS ERASISTRATUS ERASMUS 370

Commenrarium de Henrlco Eppendorpio heraus <5 Vgeben. B.

EPPLIN (Othmarus),efn Pastor primari'uszu Görlitz,aus Schwaben, lebte im 16 Seculo, war der erste,so inGörlitz die Lcichen-Predigten angefangen,machteauch sonst verschiedene gute Anstalten bey dem öffeiit-lichen Gottesdienste, schrieb postillam Pamim, darin-ue er aus den Pan-ibusnber die Sonntags-Evangeliadie auserlesensten Stellen gesanimlet/ predigten über.lak.i, 1-14; einen Carechismum. Der Rath^ hatteihn auf vier Jahr angenommen, und ihm wöchent-lich 3 Thaler, und alle Monat ein Viertel Bier ver-sprochen: weil er aber besorget, es mochte ihm sauerwerden, so hat er wöchentlich 27 Groschen davor be-komme». An. 1554 ist ein Befehl wider ihn einge-

, lausten, daß er, weil er zwey getraute Weiber, auch mitbeyden Kinder gezeuget hatte, abgeschaffet werdensolte, welches auch geschahe. An. 155;gieriger nachPreussen, wurde des Marckgrafen 2il brechn; Hof-Prediger, und starb zu Königsberg 1567 den öFcbr.•Arnold. Fa. Un.

^PSILON, stehe Apollonius Ailrohomus.PSTEIN (Achilles), du ICtus, ward 1670 zuStraßburg Doctor, und schrieb de bonis innnobili-

°us in manum morcuain non transferendis, Lc de

»moreizatione ; gab 1672 Job. Fndr. Hornii parremJrdvirectonicam politicorum de civitate mit Anmer-kungen zu Franckfurt am Mayn in 8 heraus, undlchricb univers« jurispradenti« naturalis lceleton.PSTEIN (Mich.), [id)t Michel.

’ Q U I c O L A ( Marias ), ein Philosophas und Thco->ogus von Achcto aus dem Neapolitanischen war Prä-^k^'und Liecrctarius der Jsabclla von Este, einerGemahlin Francisci de Gonraga, Marckgrafens von-Aantiia, lebte im Anfange des 16 Seculi, und schrieb

l h t ciuque dds bißoria dl Mantoi'a ; im libro dina-*‘11-11 d'amure ; hiftitutionì al comporte ogni sorte di*Hne délia Imgua vo]gare; lsabel Le Esteníis irer inGalh am narbonenscm ohne Vorsehung seines Nâh-NenS ; epistolam ad Maxhnilianum Sfortiam, Medtb-a, u ducem dc Eberata Icalia; dialogum de oppoc-^nitate epistolam in sex linguis ; defensoriumadverlus iycophantras Galles. To.Nie.

AClíUS, oberEradius, ein Presbyter z» Hippon,vur cin guter Freund des heiligen Angnsiinj, undnde von demselben 426 zum Nachfolger am Biß-î-unl zu Hippon erklärt. Er hat verschiedene l'er-»one s geschrieben, welche man in Combcfisii bibl.£r antrifft. Baron, annal. Fa.

Ë Rar IUS ’ siehe Lraclius.

,q . j id S, oder Evrardus , Everardus, Evramis ,«j “!*,•)> t* 0 » kangres, präsidirte in der Académie zu„»^ 74 sowohl unter den Grammaticis, als Artistenq,.-.^heologîs, wurde auch von dieser UniversitätConcilium nach Amiens und nach Basel $e<fcç r CT v h)st J-fonfï unter denen, so diePucelle d’Orléanseine Hex« hielten, wurde zuletzt Canonicus, auchbelehrt. Lcxk. Tom. II.

Decanrrs zu Rouen, schrieb von Basel einige Merck-würdige Briefe, die in des BuUi histor. acad. »ariststehen, und"starb 1444- Lu. Lau. Fa.

ERASISTRATUS, ein griechischer Artzk, gebohrenzu Julis aufdcrInsel Cea, florirte in der 122 Olym-piade, lernte die Philosophie von Theophrasto Erc-sto, die Medicin aber von Lhryssppo Lnidio. Weilnun dieser letztere viel Neuerungen in der Artzneykuustaufgebracht, so trieb selbige Eraststratus so wcitzdaster als ein Urheber einer besondern Secte angesehenwurde. Den grösicn Ruhm hat er durch seine anato-mischen Bemühungen erhalten, wie er denn so gar-lebendige Delinqventen soll eröffnet haben. Er hatbereits die valvulas cordis und vafa lastea gesehen,auch in der Nevrölogie was besonders prastiret. Erstand in den Gcdancken, daß in den Arterien seinBlut, sondern lauter Lusst enthalte» wäre, verthei-digte auch bey der Chylification das heut zu Tage sobekannte systema trituradonis. Er war ein Feindvon weitläuftigen Recepten, und hielt in der Praxi,eben wie sein Lehrer, davor, daß das Aderlässen undPurgiren gar nichts nutzte. Daß er dieCnrdcsAn-tiochi, wie pliuius erzehlet, mit 122 Talenten be-zahlt bekomme», ist schwer zu glauben. Von seinenSchrifftcn , deren sehr viele von Galeno, Athenaeo,Cœlio Aurcliäno See. angeführet worden, iß nichtsnrehr vorhanden, Plin. Ein. Last. Cle. Ke.

ER ASM I (Daniel), aus der Marchwar anfangs Re-ktor zu Franckfurt an derOder, prvmovirte nach die-se» in Doctorem Medicinä, und ward Lcib-Mcdicusbey König Gustavs Adolphs, schrieb defenlionemfidei ver« catholic® contra P. Reestimn, und starbI6Z4. W, d.

ERASMUS, ein Bifthoff von Straßburg, aus demHause der Grafen von Limburg,hat zu Tübingen undStraßbnrg die Jura und Mathestu studiret, eineReise nach Francki eich ge!han,und sich aufdemCon-cilio zu Trident mit befunden, worauf er 1563 gestor-ben. Ex. Sa. Sl.

ERASMUS, einCarthenftr von Freyburg,im 15Sc-culo, hat von der Gottseligkeit einige Schrifften hin-terlassen. H.

ERASMUS janlon,stehe Johannes (Eraim.).

ERASMUS (Christ. Ant.), ein Archidiaconus anderKirche zu St. Petri in Lübeck, gebohren daselbst 1649den 15 Oct. hat zu Hclmstädt und Wittcnderg siudi-ret, ward 1672 am letzten Orte Magister, 1676 aberDiaconusund 1687 Archi-Diacomis zu St.Pctri mLübeck, schrieb dilll de certitudine salutis; de gradi-bus virrutum viciorumque moralium, Ulid ist 1703,den 28 Jan. gestorben. G,e,t.

ERASMUS ( De(iderius) , ein sehr gelehrter und be-rühmter Mann, gebohren 1467 den 28 Oct. zu Rot-terdam, ausser der Ehe , mnste sich wider seinen Wil-len in dem Kloster Emaus, oder Stein bey Goude,in den Orden der Canonicorum regulariun» begeben;verfügte sich aber nachgehrndS nach Paris in dasA» Coller