Band 
Zweyter Theil D - L.
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499-500
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499 FAC.IUS FAERAB10 FAERBER

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Könige Aiphonso nach Neapolis gezogen, und miteiner ansehnlichen Pension begnadiget, damit er des-sen Leben beschreiben möchte, verfiel dabey mit Laue.Valla in grossen Streit, und starb 1457 im Novem-ber. Seine Schrifften sind : De bello veneto clo-diano ad Johannem Jacobum Spinulani liber; aliudparvi remppris bellum venecum; de human® vittefelicirate ad Alphonsum Aragonum Sc Siciliae regemliber; de excelienria ac prœstantia hominis liber ;quatuor invectivx in Laurentium Vallam, denenValla libros IV invectivarum fe u recriminationumentgegen gesetzt > de rebus gestis ab Alphoníb primoneapolitanorum rege commentariorum libri decem,welche auch in dem Tomo IX des Thesauri historia-rum. Tcaliae stehen $ da origine bellt inter Gallos 8 cBritannps historia;, devrebus siculis ; de differentiaverborum latinorurfi, welche beyde letzteren in der kö-niglichen Bibliothek zu Paris im Manuskripte lie-gen ; Arriani de rebus gestis Alexandri Magni libriocto in larinum 'ciöhvedi, welche Uebersetzung erstnach dessen Tode heraus gekommen ; Epistolx ; liberde viris iliustribus, welchen Laue. Mehug zuerst 174;zu Floreutz in 4to aus dem Manuskripte drucken las-sen, und demselben einige Briefe des Facii, nebst einerLebensbeschreibung desselben beygefüget. Ol.Poslev.Jov. Gad. Nie.

FACIUS (Franc.), ein Professor Juris canonici zuPadua in seinem Vatrrlande, lehrte daselbst, ungeach-tet er noch sehr jung war, die pabstlichen Rechte mitrmgemcimm Beyfall,starb aber im zo Jahre seines Al-ters, und hinterließ tr. de modo argumentandi inutroque jure. Pap.

F A C I U S (Julius), siehe Fatius.

F A C T O R ( Petr. Nie. ), ein Franciscaner, gebohrenzu Albaida in Valentin 1520, soll viel Wunderwerckegethan, und oft so heftige Entzückungen gehabt ha-ben, daß er hoch in die Höhe gezogen worden. Erschrieb tractatus aliquot ipirituaies; Sermones deiärictis ; epistolam ad Claristam in landein Joannisévangeíistce, und starb zu Valencia 158z. Ant. Wa.

F A CUN DU S, ein Bischoff zu Hermiane in der Pro-vintz Bizacena, in der Mitte des 6 Seculi, war ausAfrika, hielt sich aber, das Interesse der afrikanischenKirche wahrzunehmen, meistens in Constantinopelauf. Er hat einen hefftige» Vertheidiger von den sogenannte» tribus capirulis abgegeben, und t2Bücher

pro dekenlione trium capitulorum canciiii chalce-donensis; wie auch ein Buch contraMutianuin Scho-lasticum geschrieben. Die Wercke desselben chat zu-letzt Philipp priorius zu Paris 1676 nebst MptatlMillevitani Schrifften heraus gegeben, lfidurus de

viris illustr. G. O.

FACÜNDUS Angelinus, stehe Angelinus.

FAEGADIUS, siehe Phebadius.

FAERABIO ( Abunafra AI-Farabi), aus Farad inKlein -Asien, und zu Balch gebohren , g:eug in derJugend von den Seinigen, und kam nach Bagdad,

wurde ein grosser Weltweiser, und kam alsdenn wie-der nach Hause: Die meisten und mächtigsten Für-sten in Asien wollten ihn, unter den wichtigsten Ver-heissungen und Vortheilen nach Hofe ziehen, welcheser aber beständig ausgeschlagen, mit seinem geringenVermögen sich begnügt, im härtesten Winter auf blos-sem Stroh geschlafen, und nur darüber traurig ge-west, daß er nicht noch mehr wissen und lernen kön-ne; ja gar gezweifelt, ob er wohl ein wahrer undvollkommener Mensch sey? Man hat zwey Versevonihm, welche deutsch also lauten:

Nur trocknes Brot und Brunnenwasser,

Ein schlechter Rock, dabey vergnügt,

Sind besser, saget der Verfasser,

Als Lust, die einst der Schmertz besiegt.

Er starb endlich im 80 Jahre seines Alters, der Heg-388, UNd Christi 1010. ‘ Jo. Leon. Afr.

Bibl. quadrip.

FAERBER, stehe Ferber.

FÁERNO (Gabriel), ein Poete von Cremona, hatsich durch die Wissenschaft der griechischen und latei-nischen Sprache sehr beliebt gemacht, Fabulas; Tc'rentii comoedias emendatas ; observariones in Catid'lum; dialogos antiquitatum; de verlibus comid 5 'in Lutheranos sectamque germanium ekgiasn cd 1 'suram emendacionum livianarum Sigonii ; viel Car-mina, welche in den Deliciis poêrar. ital. stehen tC»heraus gegeben, und ist 1561 zu Rom in den bestenJahre» gestorben. Die Fabeln, welche er in lateini-sche Verse gebracht, und die nach seinen! Tode unterdem Titel: Centura fabula: ex antiquis delect®, }**Rom heraus gekommen, sind nicht allein aus Aesop-tsondern aus verschiedenen alten Skribenten genom-men. Perrault, ein Mitglied der französischen Aca-démie, hat sie nachgchends ins Französische übersetzetund einige Anmerckungen beygefüget. Dieselben si>mnebst andern von seinen kleinen Wcrckgen 1718 Eschön zu Padua gedruckt worden. Ar. Ghil. Teil*-Nie.

FAES (Joh.), ein lutherischer Theologus, gebohren zuLüneburg 1646, 11 Febr. studirte zu Helmstädtzunbwurde 1675 zu Steigcrberg in der Grafschaft HoyM1682 zu Minden, 1687 zu Stade Prediger, i 699aber des Ministern Senior, und Pastor primaruwdaselbst. Er hat Vocationes nach Dörpt, nach kün-den in Schonen zur theologischen Profeßion, nawQvcdlinburg zur Snperintcndur gehabt, welche ^aber anogeschlageiy und 1(11712 im Jul. zu Stade $ (/storben- Er sc!)r;cb de jubileis ponristeum romand"

rum; notas in Gerhard’ Titii commenta tiunculaMde morte; exercitarionem in Cartefii méditations’anaromen bullte jubileae Universalst anni 1700; ^ /

• cereis baptilmalibus, so 1718 auch deutsch herauskomme»; expostrionern i» Epistolam ad Phile« 10 'nem; obelum in peregrinitatem communionis P e ('egrinx; libros g de hebdomade magna; paneg/ 1 ’*'cum funebrem in Ottonem Wilheluium, Comite