5l9 FARNABIUS FARNESE
FARNABIUS (Thomas), ein Cttticus,gebohren ;uLonden gegen 1575, war von einem muthigcn Natu-rell, studirtezu Oxford, und gíeng, da er wegen derReligion Engelland verlassen musse, nach Spanien inein Jìsttlter Kloster > machte sich aber wegen harterDyeiplm wieder davon, that 159; mit Franc. A>ra-ke eine weite Reise, und verrichcete hernach als Sol-dar Dienste in den Niederlanden, die er aber wegengrosser Armut verliess, und sich nach Cngellaiid begab,allwo er anfänglich zu Martock in Sommersetshire,und sodann in Lond.n unter dem Nahmen Thom.Dainrafe, so das Anagramme» von Farnabic, dirGramuiatie und Humaniora mir grossen! Zulaufflehr-te, so dass kein Schulmann iemahls mehr Discipel g«-lassen, als er. Er wurde um diese Zeit zu Cambrid-ge Magister, und ein Mitglied der Académie zu Ox-ford, gieng hernach 16-56 nach Seveuock in der Graf-schaft Kent, und unterrichtete allda junge Leute. Bei-den innerlichen Troublen 164z, hielten ihn dicRepu-dlieaner wegen eines Aufstaudszu Tunbridge verdäch-tig, weil er gesagt, es wäre besser einen, als;ooKö-nige haben; weswegen er ins Gefängniß gesetzt, unddarauf nach Elyhouse in Aelborn abgeführet wurde,allwo er 1647, ir Junii gestorben, und hernach fol-gende Erabschrifft erhalten : P. M. Viri omansfimiThomas.Farnabii Armigeri, caufse olim regice, rei-que publics: fed literaris vindicis acerrimi. Obiit12 Junii 1647.
Varibus hic sacris qui lux Farnabius olimVate caréns saxo nunc sine lace jacet.
Er gstbSyntaxin ; Indic. rhetor. &poeticum \ Flori-legium epigr. grsc.;epistoias varias ad doctissimos vi-ros; Phraseologiam anglo-l itinam ; Tabulas linguaegrxcx; Systema grammacicum; unb Notas über bellTeremium, Martialern, Virgilium, Ovidiutn, Hora-t'tum , Jmenalem x Perjium , Senecam , Lucanum , her-aus. Wo. B.
FARNESE (Alex.), siehe PaulusIH.
F A R N ES E (Alex.), ein Nepote pauli III, Cardinal,Ertz-Difchoff von Avignon und Monreal, Bifchoff zuParma, Jaen re. gebohren zu Rom 1520, hat zu Bo-logna stndiret, und ist, nachdem er unterschiedenegeistliche Würden erhalten, als Nuneius nach Franck-reich geschickt worden, hat auch einige Briefe von sei-nen Verrichtungen hinterlassen. Cr hat den KayserLarolurn V in die Niederlande begleitet, und sich aufdem Reichs Tage zu Worms mit eingefunden,ist auchein nngemeiner Liebhaber derWissenschafften und al-
FARNESE FARNSWORT ,»0
rarum ; de fui cognirione & ostentis ; de imitariof) eCiceronis in conlcribendis epistolis; de verboru (T1fplendore & delectu; epistolas; anacephalxosin n 1 *clyts familiae fernandeae velafchix, f. encomia be-raum, stirpisejus; diphreram Jovis, f. de antiq 11 ®gloria Principis See. geschrieben, und ifii6oi, odtk1613, oder »619 zu Pavia gestorben. W, d. A-. Ghil. Sw,
FARNESE ( Hier. ) , ein Römer, des Hertzogsrii von Zara Sohn, war anfangs päbfllicher Hau^Hofmeister, hernach Crtz-Bifchoff zu Patrasso, da«"Cardinal und Legat von Bologna,gab, als er erst 1Jahr alt war, diaiecticam in einem Compendio h<"aus, und starb den lg Febr. 1668. OI.
FARNESE (Jo.Paul.), ein Jésuite, gebohrenzuR^aus einem vornehmen Hause 1603, lehrte die Ph^sophie und Moral-Theologie, war meist kràncklêund starb zu Rom 7 Mark. 1 666. Man hat von wjjjeine Rede, die er vor liebem VIII gehalten, «nd küchemahl aufgelegt worden. AI.
FARNESE (Scanisl.), stehe Farnovius. .
FARNESE (Wilhelmus), einJtaliäneraus demf"v^lichen Hause Chigi, florirte im 17 Eeculo, und ffb* 1 .unter andern : tract, de feudis, welchen Magnuowcooerkopf 1678 zu Franckfurt in 12 drucken >«'sen.
FARNEWERT (RicbA, siehe Farnsevorr.
FARN! ER (Jac.), ein ftantzöstscherDominicaner«Langvedoc, studirtezu Paris , hatte eine bescn- .Gabe mit den Sterbenden trostreich umzugehen/ * .eine Zeitlang Vicarius in dem Nonnen-KlosierDlst ,und starb zu Paris im Kloster St. Honorati de» JNov. 1639. Mau hat von ihm, wiewohl nur "5 ßden Initial-Buchstaben feines Nahmens F. I.
clef de paradis donnée aux malades; brieve mct<mediter. Ech
FARNOVIUS, oder Farnesius, (Stanislaus), eirUD^Trinitarius aus Pohlen, um die Mitte des 16 ^trennte sich 1 568 von den andern Unitariis,verfügss^^nach Sander, und richtete allda eine besonders 3ehe und Schule auf. Er war fast des 2lrii Me"'"und lehrte, Christus fty schon vor seiner Geburt „Maria gewesen, und es sey nicht erlaubt,den He"^Geist anzubeten. Bey der Taufe führte er nach ^Exempel anderer Unitaeiorum die Eintauchst"^ istlebte noch 1614, und soll unterschiedlichepohlnischcrSprache, sonderlich die Präexistenz t ;
«n imamiiiuvi tiuijum w, «..v .... betreffend, geschrieben haben. HE. ut
SÄ“ «““*** ? Mark. im 69 FARNSWORT, oder Farnesverr, (Rieh.), einest
^ahl zu Rom gestorben. Eg. OK Au. Andr.JKe. ersten Schüler Georg!» Fox, des Urhebers der bst,-
tellii orationes alexandrin* in laudem Alexand. Far-nesii.
FARNESE, oder du Four, ober Furnius, ( Henri cus),«in Professor Eloqv. zu Pavia, von Lüttich burtig, hatdas Recht, die Beredsamkeit undSprachen zu Paviamit grossem Ruhm gelehret, de iimulacro Reipublic«s. imaginibus justiti* politiese ; epitomen orbis ter-
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ker-Seete in Engelland lebte im 17 Seenlo,te die Gewohnheit auf, durch welche sich dienoch bis ietzo von andern Menschen zu unterl"^^pflegen, indem sie Könige und Fürsten, ja hstllschen in der eintzeln Zahl du heissen, schrieb äst ' pBüber ein besonderes Buch, in »velchem erdie Anrede in der mehrern Zahl eine unverank ^