Band 
Zweyter Theil D - L.
Seite
671-672
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F QRBE S.'

der Schotten gegen den letztem nicht unterschreibenwolle, wurde er 1640 seines Amtes entsetzt; worauf

• er, als die innerlichen Unruhen grösser wurden, 1642-nachHvlland gieng, nach einigen Jahren aber wieder

nach Schottland kam, auf seinem Landgut Corse inder Stille lebte, und daselbst 1648 den 19 April ver-starb. Seine Schrifften sind: Institutiones histori-co- théologie®; vit® interioris idea; Sermo in.Ps.CX, v. 1 ; Diss.de visione beatifica ; Conciodn Joh.XIV, v. 27; Theologi® moralis libriXj Irenicumamatöribus veriratis ac pacis dn ecclesia scoticaija;Liber de .cura &.residenria .pastorali. Diese Werckesind von Nic. Gürtlern zusammen 1703 jU Amster-dam in 2 Vol. in fol. heraus gegeben, und solchen eine

- ausführliche Lebens-Beschreibung Forbesü, welcheD. George Garden verfertiget, beygefügt worden.

FORBES (Patricius ), ein Bifchoff zu Aberdeen inSchottland, stifftete.in seiner Diöces 2 Collegia, tn: welchen er schr geschickteLeute zog, schrieb einen Com-mentarium über die Offenbarung Johannich und starb

- i6gDim-i'JalM U/X-.

F O R B E S, oder lateinisch Forbesius, (Wilhelm), dererste Bischoff zu Edimburg, gebohren 15B3 zu Aber-deen in Schottland, studirle in seiner Vaterstadt,

* und ward daftlbftMagister, auch da er erst 16 Jahr,r alt war,- in dcmMnrShal-Collegio allda Professor

-Logices , da er-denn die aristotelische Philosophie ge-gen- divAawiffrn eifrig, vertheidigte. Er -that) dar-auf eine -Reis« nach Preussen,- Pohlen, Deutschlandund Holland, da er denn sonderlich zu Heidelberg,Hrlmstädt und Leiden die- Gvttesgelahrheit und mor-genstindischeN' Sprachen'sorgfältig -triebe, und nach?. Jahren wieder zu Aberdeen anlangte. Er wurdedarauf zu Assord-, in der Diöces.gedachter Stadt,,'-und bald darauf in solcher ftlbst.Prcdigcr, ferner zu' St. Andre-Doctor Äeologia, undisodaiin Princi-pal in den, Achrshal-Collcgio zu Aberdeen, wie auchnach einiger Zeit Dechant der theologischen Facultät.Hierauf ward- er zum Prediger -nach Edimburg be-ruffen, machte sich aber durch, seinen Eifer sür den" Episcopat einer heimlichen Neigung gegen die romi-' sciie Kirche-verdächtig, und wegen seiner langen Pre-

- digtcn, die-meist etliche Stunden daureten, verhast;weswegen er nach cmiger Zeit zurück nach Aberdeengieng, und allda sein voriges Amt verwaltete. AlsKönig Carl 1 1 633 nach Schottland kam, und zuEdimburg ein Bißrhum errichtete, ward Fordes zumersten Bischoffe allda ernennet, verwaltete aber die-ses Amt nicht lange, sondern starb 1634 den 1 April.Er hatte eine grosse Begierde die römisch-catholischeKirche mit der protestantischen zu vereinigen, sagte

öfters, pauca elfe credenda, nullt a agenda, und be-saß ein so vortreflich Gedächtniß, daß man von ihmrühmte, eumignorare quid 11t obliviiei. Er hat beyseinem Leben nichts durch den Druck bekannt gemacht:aber nach seinem Tode kamen dessen Considerationesmodest® 8c pacifies controversiarum de justificatio-nc, purgatorio, invocatione Sanitorum, Christo me-

FORRITFÜS FORDUN áf*

-diatore Sf eucharistia 1658 zu Londen heraus; dabeh. man auch dessen Lebens-Beschreibung findet.

. dlic. ....

FORBITEUS, ot>ec Fournisseur, oder Fribit°*if*j(Joh.), ein Dominicaner von Rheims oder Ehalo'^s» Champagne,.florirte in der andern HelffteSeculi, war ein parisischer Doctor Thcologia,wob^te 1379 den Bergthschlagungen der Universität beh-ob man Urbano VÍ oder €Icmcntí VII Parition rleisten hätte, und hinterließ commentaria in ÍV "bros sententiaruin, VOli auch sermones. Ech.de FORCADÄ ( Anselmus), ein spanischer Ven^-ctiner-Mönch von Puiccerda, in der andern Hem^des 17 Seculi, hat bißoria del monaflerio de M 0>>[errate y milagros de aqy.eüa fartta ìmagen geschrit^"'Ant.

F 0 RC AI) Est, steheForcamlus.

FORCAFElLIdb, oder For^adel, (Petrus), kiN^ ^»iglicher Professor der Mathematik zu Paris, venp^ziers in Languedoc tüirtig, im 16 Seculo, hatTractai von der Rechenkunst, ei'ne frantzösische Ueve-sctzung des Euclldis, der Geometrie des Oronth ■nsi Lcc. heraus gehen lassen, und ist unter dem KöE-Henrico III von Franckreich gestorben. Cr.

FÖ Rt A : TUL.üS '(Steph.j, ein. Bruder des vortzppetri, hat im iS'Sckulö die RcchtezuToulöussF.- lehret, lind ein schönes Merck de GaUdrunr iw?^.& philosophia.; Penus juris civilis; lphxrani I e **iem ;-Cupidinem juris peritum ; de alimenti's ! . .

. collationibu« ; dernora; dleez'omantiam juris P esl JFeu dialogos de occulta Jurisprudentia,ch.er Zeit uird Lwigkeit dediciret; Prometheus,raptu animorum; Poloniam felicem Henricai stOi/issalelip régnante; Epignmjmata; NebstBüchern, welche von feines Br-udm-n Söhnet^zn Paris mit einander heraus gegeben worden, .5schrieben. Er ist um 1574 gestorben. Cr. H. ' 1de FORDA (Johann), siehe Johannes deFordU -FORD Abi II8 (Mauritius), ein englischerbiner - Mönch am Ende des 12 und zu Aufanssi-jiIZ Seculi, hat ciu Carmen de schemate poritin^geschrieben. Wbartm. Angl, sac. Fa. ly

$ ORD ANUS. (Rogerus), ein englischer Berichtener-Mönch, hat am Ende des 12 Seculi fït>rirÇ Jt ;•Revelationes S. Elisabeth® zu SchönaugeN ztss^pmen getragen, und denselben Encomium st- ' /l snis in Versen beygefügt. Fa.. -

de F Ö RDEH AA 1 (Joh.), siehe Johannes 4 « ^.de FORDUN, ein schottländischcr Priester, dAletztest Helffte des 1 1 Seculi gelebt, hat die ßfy c ti‘putschen Mauren sorgfältig untersucht, alte wptiones mit grossem Fleiß abgeschrieben,zen gesammlet, viel alte Urkunden diirchgegangtn/^^nbcotichronicon bis aufs Jahr 1066 verftrtlgcr, .j,rches von walther Browcrn fortgesetzt, aMch^^chdigsien aber von Thoma -Hearnio 1722 zu ^heraus gegeben worden, s). F«i . -