G A R Z I A
GARZO
GARZONI
*7i
87 J
zu Cölln iit zwey Folianten wieder aufgelegt wor-den ; wollte auch Andr. Pacieci decifiones rotte stier*herausgeben, starb aber darüber. Ant.
GARZIA de Toledo (Petrus), ein Neapolitaner auseinem spanischen Geschlechte, gab 1580 heraus deci-iiones extravagantes e variis lcripcorum in utroquejure lectionibus collectas; tr. de benestciis, welcher
letztere 1734 zu Genf mit Zusätzen aufgelegt worden.To. Fa. Ant.
GARZIA (Sebast.), ein spanischer Augustiner von Alucante, verstand die lateinische, griechische und hebräi-sche Sprache fertig, war Professor Theologia zu Va-lentia, und Provincial von Aragonien, schrieb zweyOrationes, und starb zu Valencra r6zz. Ant.
GARZIA (Tbomas), ein Spanier, lebte zu Anfangedes 17 Seculi, und gab zu Barcellona canewuero denueflra Sennora 1606 in l6 heraus. Ant.
GARZIA (S. Thomas ), von Villanova, Ertzbischoffvon Valentia in Spanien, einer der berühmtestenLeute seiner Zeit, war aus einem spanischen Flecken,in der Diöces von Toledo bürtig, und nahm den Na-men de Villanova an, weil er in dieser Stadt stndirethatte- Seine Mutter Lucia Martina, eine sehr gut-thätige Frau, prägte ihm gleichergestalt eine sonder-bare Gutthätigkeit gegen die Armen ein. Er siudir-te hiernrchst auf der Académie Alcala, fieng aber baldselbst an in der Theologie zu profitiren. Man trugihm zwar eine Profeßion z» Salamanca an, allein erwolre selbige nicht annehmen, sondern wurde ein Au-gustiner. Er fieng hierauf an mit grossem Ernst zupredigen, und wurde von dem Kayser Larolo V zufeinem Hofprediger angenommen. Rechst diesemwurde er Snperior seines Ordens zu Salamanca,Burgos und Valladolid, auch Provincial von Anda-lusien und Castilien. Der Kayser Larolu« V trugihm das Ertzbißthum zu Granada an, welches er abernicht annehmen w-vlte. Als einige Zeit hierauf dasErtzbißthum zu Valentia vacant war, hatte Caro-lus V solches einem Mönch desOrdens S-Hierony-mi zugedacht. Allein der Eecretarius setzte in dasBreve, so darüber ausgefertiget werden sollte, ausVersehen des Chôma de villanova Nahmen. Caro-lus V, welcher meinte, daß es aus sonderbarer Pro-videnz geschehen, befahl, es dem Chôma zuzuschicken,welcher es ebenfalls ausschlug. Aber auf Befehl sei-ner Obern wurde er genöthiget, sich demjenigen zuunterwerfen, was man von ihm suchte. Er starbendlich im Nov. 1555, nachdem er sein Leben auf 68Jahr gebracht, und auf seinem Todbette alles, waser hatte, ausgetheilet. Er soll auch viele Wundergethan haben, und ist daher 1658 von dem PabstAlexandro VII canonistret worden. Mau hat vonihm Sermones, welche i;8i zu Alcala gedruckt sind:Sein Leben aber ist von verschiedenen in spanischer,portugiesischer, italiänischer und französischer Spracheheraus gegeben worden. IIL.
GARZIA (Vincent. Blasius), ein spanischer Redner,war Professor zu Valentia, lebte in der andern Hclf-
te des 16 Seculi, und schrieb epitonien rhetorR 6orationc-. ; Leichenreden rc. Ant. ê
GARZO, oder Garst», (Joh.), ein Historiens ptsdicus, gebohren zu Bologna, lebte in der Mitte v15 Seculi, wurde Philos, und Medic. Doctor, 1 ^.viras Sanctorum Antonii, Auguslini, Johannsge lista.- , Laurentii, Agatat, Gervalii, Protaln > , d ,centii, Dominici, Petri, Veroneniis Martyri s > ^mas Aqainatis , Christophori Canaenei und P etr ° 1JÍ fíwelche zu Bologna 150; in 4 zusammen ß t1>xworden z de miseria humana; de rebus qSThuringi®, Libonotri®, Miihi® & Lusati*
II, ad Federicum Saxonic® ducem , welch?aber nicht von ihm, sondern von Erasmoherkommen sollen, und in des geheimden Rath^^
Manns Scriptoribus rernm luiaticarum und * (fkens Scriptoribus reruin German.stehen ) klomwde dignitate urbis Lononi®, welcher i» j,tt
Icriptot. ital. befindlich. Es liegen auch " ^ jeManuskript von ihm r de rebus ripanis; hift 0 ^ l slt j»bello mauritano; de rebus gestis Johannisl » ijvoli, it. de laudibus ac rebus gestis Joh. ® e 2 . t i; sl iiII ; de gestis Thaddaei ; de historia Petr. GaiR _ (()de bello Bononienlium cum Joh. Galeatio, As ß,EsteniiSc Franc. Gonzaga ; de bello cumbus,de bello veneto,de bello Bononieniium in e0 -nates;de bello ab Alberto principe cum Fed.&dorico liberisgesto;orat. ; declamationesltn&«(i1®. Von seinen Briefen findet man einige in 2í«tA
Wercken-iind aufderUniversitäts-Dibliotheczul'^.
liegt dessen Opus practicum ex variis autoribu^ î,ledum im Manuftript. Er starb 1-506, s8 3 " '^rBologna. Herr Rreysig hat dessen LebenNachlese der -»Historie von Gber-Sachsenben. Fa. . j
G A R Z O N I(Fabritius),ttti Philosophus UNdMeb^olbekleidete nach Cardans die erste medicinisthf * - iS ,fcssor-Stelle zu Bologna, schrieb de rebus rjP;^ 0 -welches Wcrck sehr ästimiret wird, hinterließ ^nes medicas und epistolas, und starb den1574. Orlandt notit. lcriptor. bonon. Mang- .
GARZONI (Hieronymm), ein JEtus Jtlflorirte um 1581, und schrieb : opulculurn de 1meri mris. .
G A R Z O N I (Leonhard.), ein Venetianer aus? ^Patricien -Geschlechte, trat 1567 schon ziemn"'DalJahren in die Jesuiter-Societät, starb in &terstadt 10 Wart. 1592, und ließ parapbr^ucomment, in Gantica Gant. ; inglcichen iMschen de magnetis natnra. AI.
GARZONI (Marcus), ein Jesuite, gebohrennedig 1571, lehrte dieHumaniora, Philosoph'Theologie, war zwey mahl Rrctor zu Parma, Kzu Genua und Provincial von Parma, und l'il! j a [t>selbst 2 Oct. i6qo. Man hat von ihm e P‘
ad Mut. Vitelleschum de dedicationesaceU 1 0
tii in italiänischer Sprache. All. oA^'