Band 
Zweyter Theil D - L.
Seite
1027-1028
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GNIPHO

3GOAR

GOBARUS

GOBINET

wechselweise Abend - Prediger, 1728 Mttags-Pre-diger au der neuen Kirche, und designirter ProfessorLheologia, 17z! Frey-Prediger und ordentlicher Pro-fessor der Gottesgelahrhcit, und i7z;Docror in der-selben. Er war ein starcker Meiancholicus, undschnitte sich selbst 1741 den 17 August früh zwischen8 und 9 Uhr, nach verrichtetem Morgen-Gebet undGesänge, mit einem Scheermessrr die Kehle ab. Sei-ne Schrissten sind: Dissert. de régénéra tione ; ten-tarnen exegeseos in Luc. XVII, 20, 21; de régnaDei in terris; progr. contra wertheimensem biblio-rum depravatorem &c. AHE. Mas. Neub.

GNIPHO (Marc. Anton.), ein Grammaticus ausGallien, war in der lateinischen und griechischenSprache ungemein bewandert, hielt seine ersten Le-ctioncs zu Rom in dem Pallaft des Juli» Läsaris,derdamahls noch sehr jung war, und nach diesem in sei»uem eigenen Hause, da er die vornehmsten Herren zuZuhörern-hatte, darunter auch Cicero war. SeinApplausus nahm endlichst) zu, daß er in seinem Häu-ft nicht mehrRaum hatte, sondern auf öffentlichemPlatze drclamiren muste. Er nahm kein Geld vonseinen Zuhörern, dagegen sich aber diese mit freywil-ligeuGeschencken danckbar erwiesen. HL.

GNOOALIU8 (Petrus), hat einen Tr.de tumulturusticorom An. 1525 geschrieben, welcher in Simon.Schar dit fcriptor. rer. germ. T. II stehet.

GNOSlUS (Dominicus ), hat 1610 Hermetis tra-statum chemicum,s. capitula 76e lapidis philos, se-cret» zu Leipzig in 8 «tires*

GNOSPE (Andr.),oen Königsberg, gebohren 1633,war erst Schuk-Rector, hernach 1680 Diaconus inDantzig, schrieb Abdanckungs-und Anrugs-predig-ren, welche zusammen gedruckt worden; di/Tert. deortu mundi , und starb 1702 den 26 Junii, im 69Jahr. Prte.

GOAR (Jac.), ein Dominicaner von Paris, begabsich daselbst 1619 in den Orden, lehrte auch darinneeine Zeitlang die Philosophie und Theologie, und aicngdarauf als Mißionarius 1631 nach der Levante, undward daselbst zum Prior des Dominicaner-Klostersin der Insel Scio auf dem Archipelago bestellet. Nach-dem ersichy Jahr allda aufgehalten, kehrte er 1642wieder zurück, und ward erstlich Prior in dem Klo-ster St. Sipti zu Rom, 1642 aberMagister Novitio-rum zu Paris, und endlich 1652 Eeneral-Bicariusvon seinem gautzcn Orden, welche Würde er iedochnicht lange bekleiden konte, immassen er im folgendenJahre 1653 best 2z Scpt. gestorben. Er edirtr eu-chologium grsecum , griechisch und lateinisch mit ge-lehrten Anmerckungen, wie auch einige scriptoreshistori» byzantin*, als Ccdreni Compendium liisto-riarum ; Ge. Codini libros de officiis magn® eccle-sie & aulae constanrinopolitan£e;Georg. Syttcelli chro-nographiam ; Hicephori breviarium chronographi-

eum mit Anmerckungeu, und wolte noch Theophanischronographiam und Lconis Grammatici vitas recert-

j»rSliest* 0 '

tiorurn imperatorum , Matthia Blaßaris co< ^ £nein elementarem materierum omniumdiv. canonibus contentarimi, Syh. Syropidiflorentinam, die er alle übersetzt und nut A" „i-kungcn erläutert; auch Job. Zonare hiftorrsversalem Heraus geben, starb aber darüber. ^ü-Hat man noch von ihm atteilationem de co> ^nione orientalium sub una specie, weicht jj,Aüatio de perpetuo consens, p, 1659 stehet- fBr. '

GOBARUS (Steph.), ein Ketzer von der Seett ^Tritheiken und Eutychianer, hat etwa im 6 , ~ ç e w

gelebt, und ein Buch de Patrum repugnantib u yltentiis geschrieben , welches aber längst verlobgangen. Pho. Fa.

GOBAT (Georg.), ein Jef-üte, gebohrenjst 1^0/moille, ohnweit Basel 1600, lehrte die HuEPhilosophie und Theologie, erklärte die Scb/N,^brachte es sonderlich sehr weit in der Moralf--^gie, ward Rector in verschiedenen Collegl^/ §§schrieb Experienrias tlieologicas, quibus *nonnullos JCtos defenduntur & in sua p 01 econservancur theologi, de materiis alternas 0compreheniis scribentes ; quinarium t '?theologico-juridicoruni in 3 tomis; Alp» 0quadruplex 1). de voto 2) blasphemia, 3)to, 4) fuperstirione ; alphabetum militare, i>N

um i68rzu Costnitz. AI.

G O 8 E L, siehe Gobler. ,

GOBEE (Joh. Gregorius), ein deutscherte zu Anfange des 17 Seculi bey dem hieb

berto in Bayern als Leib-Artzt in Bedienunssäie»mit Fabricio Hilvans gute Frermdschafft, 0 t 1einige medicinische Episteln, welche bes-Hilos"ken beygefüget sind. Ke.

GOBELIN, ein Deutscher, war Provincial de istmeliter-Ordens, und um 130; päbstlicher ^ice 11 'Engelland. Er hat stamta arbitraria ; de P,tia convicariorum , und disceptationes gtlwPoílev. Alegre Paradis. Carmel. Fa. uj ,f '

GOBELIN, ein franhösischer Abt, hat 167-dinier royal zu Paris in 12 ediret.

GOBELINUS (Joh.), ein Dicarius zu ®,i c <und Secretarius Pabst pli II, hat Irbrosmentariorum de rébus a Pio II, Papa, fou P , ^elssillius papa tu ab anno 1458 ad annum

geschrieben, welche zwar selbst von Pabstgefangen, von Gobelins aber wegen besser Aje^revidiret, fuppliret.und puhkiciret worden-zu Rom 1584 in 4, und mit Jac. piccolom -kinuation und Episteln zu Franckfurtdruckt. C. Vo. Fa. ,

GOBELINUS Person*, sieht Person*.

GOBINET (Carolus), ein Mitglied der ^ hiefzu Paris, von Saint Qvrntin inbürtig, wurde, nachdem er zu Paris dic Dvc .Pt« ,de in der Theologie erlanget,um das Jahk 1 7 w