Band 
Zweyter Theil D - L.
Seite
1851-1852
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I B Y C U S

Ï851 J A Y

ICARD IDACIUS

M*

leget hat, und bon Bettcnger, einem sorbonnischenDoctore scharf critisiret worden, und starb den 21Febr. 1734, in seinem 77 Jahre. HL.le J A Y ( Guido Michael) , ein in der orientalischenLiteratur wohl erfahrner königlicher frantzöftscherRath, florirte zu Paris um 164;, und gab in selbi-gem Jahre auf seine Unkosten, und auf Befehl desCardinal Richelieu die grossen Biblia parisiensia in10 Folianten heraus, bey welchem Wercke Gabr.Sionika, Io, Morinus und Abraham EcchellensisUigleich ihren Fleiß erwiesen haben. Der CardinalRichelieu bot ihm vor die Ehre, wenn er seinen Nah-mrn den bemeldten Polygottis vorsetzen wölke, 100000Thlr. an, versprach auch, seine Familie bestens zu be-sorgen. Es war aber le Jay nicht dahin zu bringen,ober gleich in grossen Schulden steckte, nachher» auchviel Exemplarlen entweder umsonst, oder doch vorschlechtes Geld hingeben musie. Damit er aber nocheine Belohnung vor seinen grossen Aufwand undVerdienste haben möchte, so ließ der König seinen Adelerneuern, oder vielmehr confirmircn, und ertheilteihm zugleich den Titel eines Staats-Raths, in welcherWürde er auch 1675 den 10 Jul. mit Tode abgieng.Go.

de I BARRA (Martin), ein spanischer Poet in der er-sten Helsste des 16 Seculi, schrieb Caroloidos üb.IV in heroischen Verse»; Gommentar. in Mich. Vé-rins disticha, und lehrte noch in seinem hohen Alterdie griechische Sprache zu Alcala des Henares. Ant.

de IBARROLA (Laur. Ortiz), siehe Orriz.

IBAS, ein Bischoffzu Edeffa, in dem 5Scculo,wohn-te dem ztcn allgemeinen Coucilio bey, war einer vonden fürnehmsien Beschützern des Nestorii, und schriebeinen Brief an Mari;, einen Persianer, worinne erRabulam, seinen Vorfahren schilt, daß er Theodo-rum, den Bischoff von Mopfuesta verdamniet, deni erhingegen grosses Lob beygelegt; in welchem Briefe diemeisten Lehrsätze gedachter Ketzer stehen. Er wurdehernach 431 von dem Synodo zu Ephesus abgesetzt,von dem chalcedonischen aber 451 wieder zu seinervorigen Ehrcn-Stelle erhaben. HL.

IBYCUS, ein Pythagoräer und einer von den 9 be-ruffenen Lyricis, von Rhegio aus Italien, lebte umA. M. 3380, war ein guter Poete, führte aber ein lie-derliches Leben, und verfertigte seine Gedichte in sie-ben Büchern, davon die Fragmenta von Stephansund Urfino unter den andern Lyricis edirt worden;erfand auch ein gewiß musicalisch Instrumentßl*v genannt, welches eine Art eines Triangels oderHacke-Brets gewesen. Als er von den Strassen-Räu-bern erschlagen wurde, und eben ein Haussen Krani-che vorbey flogen, sagte er: diese würden ihn rächen:Da nun hernach die Mörder beysammen fassen, undeiner unter ihnen, als sich dergleichen wieder begab,ruffte: Siehe, vesIbyci Rächer! wurde solches an-gemerckt, und die Mörder darüber gebührend be-strafst. Cons. Athersaus VI. Suidas in Safißvtoi,Fa. Plin. At.

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ICARD (Carl), ein reformirter Geistlicher, • chdigcr zu Nimes, gebohren 1636 in Cevciuico-ncr von denen, die 1683 den verbotenen ostGottesdienst der Hugenotten in Fraiickrclal ^ zi>angefangen; wurde deswegen nach seinerNimes im Bilde zerrissen, schrieb Avis p’ illt {e ,-efEglises ; gab Ios. placäi Dialogue entre 0 -LfâWfin fils, wie auch Calvine inslitutiones in 1 ^11»'

scher Sprache heraus, und starb 17*5Hi. Cr,

ICARIENSIS, siehe Sysarion. pw ..

ICART (Franciscus), ein spanischer Jesuit, st ^aus einem vornehmen Hause zu BarccllS'iwar in verschiedenen Collegiis Magisterstarb zu Gandia den 24 April 1-612, und n pandern catechelin auctam. AI. Ant. {

de ICART (Ludov. Pons), ein spanischer

JCtus von Taragona , lebte in der letzte'' ^des 16 Seculi, und schrieb de las grandes* J fil ^mémorables de la metropolitana ciud.rd dehistoria de los argobifpos de Tairagona ; ^

ptionibus urbis tarraconeniis , welches * l s ^

nicht im Druck erschienen seyn wird. .. MICCUS, ein alter Mcdicus, von Tarent gcdiNrirte kurtz vor dem -Hippocrarcs, lebte UPt" ^ ^stg, und wies durch sein eigenes Exempel/die Leibes-Uebungcn auf die Artzneykunstkönne, wodurch denn-Hcrodicus nachniah >!>>

heit genommen, der Sache weiter nachüsse ' Mig«die Medicinam gymnasticarn in besseresetzen. Le.

ICK ANUS (Petrus), siehe Petrus Ickanus-ICKEH AN, fucfje Yckehan. .»

ICONIU8, siehe Eglinns. , „

IDACIUS, oder Hydatius, ein 0 S

aus Gallieien, war Bischoff von Chaves, vfi a $ v,Chronicke vonr Kayser Dheodollo oder sifii J{ }aufs Jahr 467, welche unvollständig trtantiqu. stehet, vollständig aber von Iar. ^ s^’u,zu Paris 1619 in 8 edirt worden, auch t 0 t. 'j,thefauro tempor. in des du Chejrse J so VI

Franc, in Atidr. Schotts Hifpania ill ust . r .und sonst hin und wieder angetroffen wllb 'fastos consulares , welche in Phil. ^.,, e siVr 0 Mitnova MStorum T. I, und in Gravit trom. T. XI p. 242 sqq. stehen. Ek D' MAlter An. 468. II. T. Sig. C.Fa. itl bf je

IDACIUS, der jüngere, lebte zu Neapeldern Helffte des 5 Seculi, und schrieb88. Drinitare; wie auch ein Buch wlder ,^esoder Varimadum, einen Arianer, »7 btff&abdLhifflctius dem VigiÜo Tapfens!, u"ttr .^j^s ^

ken es auch stehet, beyleget, Jas ^

in seiner disquis. de synibolo Athana • p

dem Jdacio mit Rechte vindiciret. ja mIDACIUS Clarus, ein Bischoff zu d'Mnien, um 385, schrieb apoloZecicum w 1