Band 
Zweyter Theil D - L.
Seite
2181-2182
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->8i KUHLMANN KUHNAU

^HLMANN (Quirinus), ein bekannter Schwär-mer undFanaticus, wurde zu Breßlau 1652 den 10Julii gebohren, und in der lutherischen Religion aufterzogen, rühmte sich vieler Gesichte und sonderbarerArophezeyungen, legte sich in Jena, allwo er sich 5^ahr lang von 1663 an aufgehalten, vor sich selbstauf die Rechte und Polymathie, und besuchte keineKollegia. Hiernechst reisete er nach Holland, kam zu°ciden über Jacob Böhmens Schrifftcn, und wurdebon bannen wegen feiner Schwärmercy rclegiret; dakr sich denn in Engelland, Paris, Consiantinopcl,Preussen, Liefland, und der Stadt Moseau aufgehal-ken, allwo er in dem Gefängniß auf das allergrau--lamste gepeiniget, auch 1689 den gteuOctobcr leben-dig verbrannt worden. Er hat peodrc-mum guin-SUennii mirabilis; Oen ncubegeistertcn Böhmen;^Ptaglotta kuhlmanniana; inyiVerium viginti una-rum septimanarum kocterianarum ; kircherianam de^te magna sciendi sapientiam; reiponsoriam de sa-P'entia infusa, adamsea, salomaeaque ad Achan. Kir-aberurn; constantinopolitana de converfione Turca-ÏUrr >, unter dem Rahmen Jesualita; Cyruin refrige-r atorium hierololymiranum ; epistolas londineniesc-irhoiicas ; den himmlischenLicbcs-Kuß; lehrrei-chen Geschicht-Herold 2 Theile; Quinarium seiner^chleuverftcine; Almarack'cr schloori sehen Rühl-^salm; Westler Kühl-Psalm; parisischer Schrei-Lfn an Brcckling, Roch, Helmont unö Bourignon;se stimonia humana ; runde Erklärung an Brccklin-8en und roiderlcgte Breeklings Worte; göttliche^ssenbarung; 150 Kühl-Psalmen; historische Erreh-"ng »on seinen 21 lewendigcn Haupt-Zeugen hinter-^lm,nüd in seinem llrodromo noch weit mchr Schriss-kb versprochen. Er hatte sein Museum, welches gegenzu angelegt war,um und um mit bunten türcki-MuPapier ausgekleibt. Wenn nun die Sonne hineinlchkene, 0 blitzten deren Strahlen häufig von diesemUlkten Pappier zurück, und durch solchen starkenä^utz meinte er, seine Erleuchtungen zu bekomme».

,, 0t ifï hat er ewar grosse Gaben gehabt, die Leute ein-skuehmen, diese Gaben aber zu vielem Bösen schänd-l genrißbrauchct. Gott/. tVerusdorf de Sileliorum^aricis; Christ. Thomasü Mrnats-Gespräche?.I.

L. àr. Sag. LL. Un.

a^AU ( Joh.), ein Musicus, gebühren i66c> zuin Meiss-n, studirtc.;» Zittau und Leipzig,

SUti ,-? m leötern Orte 1684 Organist an der Kirche«le ■trieb dabey die Jura fleißig, bist utirtejf IUr e Muncorum ecclesi-.•sticorum , practicirtew^dm-be 170° Eantor an der Thomas - Schule,

W Hector Chori musici bey der Académie. Eriösir-!" ^r griechischen, hebräischen, lateinischen, fran-scl)E" und italiänischen Sprache wohl erst.hren,

Hi ^1’. ben Schmid jèiues eigen--» Unglücks; Ocndjx ^us.hxn Gebrauch der fünf Sinne; eme <!■' mö-

P dem losen Causcnm acher; den musicallll- en^isttber; Clavier - Uebung; Versuch in Vor-

KUILEMANiST KULMUS aigi

stellung biblischer Historien auf dem Clavier, undstarb 1722 den 5 Jun. NZ.

KUlLEMANN (Jac.), ein remonstrairtischer Predi-ger zu HarleM, gab r66g Paraneßs ofie ernß 'tge aan-J'prake aan D. Jacobus Sceperus, Predikant der Con-trarcmonßranten in Gouda , over zyne onchrißelyke ma-niéré van doen tnscbrijven gebruih fegen ecnige remon-ßrantscbe leeraren, in zyn bookje CbryJ'opohgeras an-langt vitgegeven , en hier korteiyk beantwoord ; ferner1673 Reformatie der formulieren ; llltb 1675 Refortna-tic noodigh outrent de feefl-dagcn See. heraus.

KULAS (DavidSamuel),ei» Medicus,gebühren 1699den 24ZUNÜ zu Lauban in der Ober-Lausitz, studirceauf den Gymnasiis zu Breßlau und Dantzig, gicng1719 nach Coppenhagen, uiid widmete sich der Rcchts-Gelahrheit, trieb solche hernach auf der Académie zuLund in Schonen fleißig, und vollendete allda seinenCursum juridicuni, allwo er alsInformator der Söh-ne des Pros. Möllers, und hernach alsHofmeister desBarons von Grrömfelt seinen Unterhalt fand. Alser zu derPi a.ri Juris schreiten wolte, fand er an derBenrühung Partheyen zu vertheidigen einen Eckel,verließ die Rechtsgelahrheit, der er sechs Jahr obgele-gen, und wendete sich zurArtzueykunst. Er trieb al-so diese letztere zu Upsal, und hernach zuHalle und Je-na, ward 1731 zu Halle Doctor darinne. i7Z2gienger wieder nach Schweden, wurde 173z Physicus zuMalmve und des königlichen Collegii medici zu Stock-holm Assessor. Er trug zu den Beitragen jur Ge-lahrheir, welche die gelehrte Gescüschafft in dcrOber-Lausitz heraus gab,vieles bey,und starb 1743,22 Nov.zu Malmoe. Herr M. Gottlob Friedr. Gude hat 1744eine Beschreibung von dessen Leben drucken lassen.KULCZINSKI (ignatius) , ein pohlnischer Geistli-cher, gebohren 1707 zu Vlodimir in der Woiwod-schafft Volhynien, siudirte bey den Basiliancrn zuVlodimir, trat darauf selbst in ihren Orden, und ver-wechselte den Tauf-Nahmen Jacob mit dem NahmenIgnarius. Er rnuftc zu Zyrowicc in Litthauen dieEprach-Redc-und Dichtkunst lehren, und daraufnachRom gehen, die Gottcsgclahrheit zuhören. Nachseiner Rückkehr stand er in dem KlosterPolocz inReus-sen, erst als Sonntags-Prediger, und hernach alsordentlicher Lehrer der Philosophie. Darauf nahmihir derProviucial seines OrdenszumGehcimschreiber,und erwarb sehr jung als General-Procurator feinesOrdens an den römischen Hof geschickt, welcher Be-dienung er 7 Jahr vorstand. Nach seiner Rückkunftward er Abt des Klosters zu Grodno, und starb 1747dcn gten Jan. Er gab 1724 zu Rom Spedmen ec-cleiì® rurhenic® heraus, und ließ im Manuscriptovu; de viris Sanctorum ordinis divi Bafilii magni.Schm.

KULMUS (joh. Adam), ein Medicus, gebohren 1689den 18 Mertz zu Breßlau in Schlesien, studirte aufden Gymnasiis zuBreßlau und Dantzig, gieng 1711auf die Akademie nach Halle, von da nach Leipzig,

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