Band 
Zweyter Theil D - L.
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2315-2316
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LZI5 L AURIMANIUS LAURIN

anzufangen, die er nach der Zeit immer vermehrt,undendlich nach seinem Tode sehr zahlreich und auserle-sen nachgelassen. Er wiedmete sich der Rechts-Ge-lehrsamkeit, wurde 1679 Parlaments -Advocat, undunternahm damahls das Vorhaben, womit er seinegantze Lkbenö--Zeit zugebracht. Er wolte überall auf dieersten Qvellen gehen, weswegen er nach Untersuchungder Gesetze der alten Völcker, sich besonders auf dasrömische Recht legte, und als er, nachgchends auf diefrantzösische Rechts-Gelrhrsamkeit kam, bis auf dieältesten Zeiten der Monarchie zurücke gieng, und sichangelegen seyn ließ, den Ursprung der verschiedenenGebräuche, deren Veränderungen und Fortgang zuerforschen. Sein erstes Merck de V origine du Droitd’ amortissement , ließ er 1692 drucken ; und 1699kam dessen Texte des coutumes de la Prévôté & Vicom-te de Paris, avec des notes, ingleichkN Dissertation surle Tenement de cinq ans heraus, dagegen Herr pogvetde Livomere in den Zusätzen zu des du pineau Com-ment. über die Coutume d’Anjou lange Anmerckun-gen gemacht. Das folgende Jahr gab er nebst demHerrn Llaude Berroyrr des Dupleßs Traités fur lacoutume de Paris an das Licht, welche 1702 nach ei-nem vollständigen Manuscriptnebst neuen Anmerckun-gen der Herausgeber und der Bibliothèque des cou-tumes wieder aufgelegt wurden. Sein Glossaire dadroit français, darinne er das Register des Ragveaumit Wörtern und Anmerckungen vermehrt, kam 1704heraus; und seine Anmerckungen über Loifils Institu-tes coutumieres werden vor sein Pestes Wcrck gehal-teil. In seinem traité des institutions fps des substitu-tions contraâuclles trägt er besondere Meinungen vor.Er hatte auch das seinige zu der neuen Auflage vondem Recueil des ordonnances de Néron & de Girard,die 1720 zum Vorschein gekommen, und den Anmer-kungen über die 172z gedruckten poésies de Villonbeygetragen. In eben diesem Jahre kam auch derer-ste Theil von den ordonnances des rois de la troifiemeKscr heraus, worauf er 1728,9 Jan. gestorben. Derandere Theil dieser Ordonnances wurde nach seinemTode 1729 von Mr. Denis-Francois Secousse, Par-laments-Advocaten und der Académie des Inscri-ptions und belles Lettres Mitglicde, nebst des Herrnde Lauricre Lebens-Beschreibnng an das Licht gestel-let. Jour.

L AURIMANIUS (Cornel.), ein niederländischerRhetor und Poeta comicus, von Utrecht, war daselbstSchul-Rector, schrieb: Odas annales; Comœdiassa-cras, als: militem christianum, Exodum, s. transi-tum maris rubri, Estheram Reginam, Thamar, To-biam, Naboth tragi-coincediam, und andere Gedich-te, welche Jan van Ionghe, ein AdvocakzuMechelnim Manuftript gehabt; gab Jo. Beletbi Doctoris pa-riiiensis Rationale de divinis officiis heraus, Undstarb 1573 im April. A. Sw.Bur.

LA URIN (Guido), Herr von Watervliet, ein JCtns,Antiqvarins und Poet im 16 Seculo, schrieb dialo-

LAURIN LAURO rzt^

gum Plutonis &Telluris; commentationes in 5 ^'Caj'arem, und starb zu Ryffel. 8w.

EAURIN (Eaurenrius) , ein schwedischer Probst^ilHaretzhammer, lebte in der ersten Hclffte des 1 7 ^cnli, und schrieb fymbola heroum, beroidum 8c »llS-rum rhythrms germanicis 5 c suecicis explicata otcommentariolis illustrata ; chronicon breve Sueci*regum a Magogo usque ad reginam Christinain Ntschwedischer Sprache. HL.

LAURIN (Marcus), Herr von Watervliet, einHist^ricus und Antiqvarius von Brügge, war Gvidow^Bruder, lebte im 16 Seculo, und gab mit Beyhiêdes Huberti Goltzii Fastos confulares, nebst den daF*gehörigen Müntzen heraus, hatte auch willens n?evmehr zu ediren ; kam aber bey entstandenem niederkambischen Kriege um seinen Vorrath. A. H.

LAURO (Cosinus), von Brescia, hat um 1470 storl^ret, und das Leben der Bischöffe dieser Stadt, nevllderoselben Geschlechtern beschrieben. Fa.

de LAURO (Gregorius), ein neapolitanischer Tht^logus und Historiens, lebte in der Mitte des 17 ^ ,culi. Seine Schrifften sind Magni prophet* B.J°'annis Joachim Abbatis facri cislertienlis ordin 1Monasterii storis, &florensis ordinis institutoris Ge r 'gasiarum Alethia apològetics ; Vaticiniorumdeslolicis viris, sive de romanis Pontificibus historia 06fymbolica expositio. To.

LAURO (Jo.Bapt.), ein Protonotarius andempäömlichen Hose, und lateinischer Poet, gebohreu zugia den 28 Aug. r;8l, wurde 1605 in seiner Vanstadt Pros. eptraord. Philos, darauf Priester, unreisrte nach Rom; da er denn bey dem Cardin»Marcello Lanli als dessen Caudatario oder Schnellträger in Dienste trat. Hieselbst wurde er unter amder» dem Cardinal Barberini bekannt, welches w.,bald nach icincr Erhebung auf den päbstlicbeu SlN»unter dem Nahmen Urbani VIII, in seine Osssiverlangte, und anfänglich zu seinem geheimen Eanmerer und Canonico zu St. Maria in Trasteve^desgleichen 1625 zum Eecretario perpetuo facrisistorii, nachhero aber zum Archivista des Cardi»>mCollegii, wie auch zum Eecretario der päbstnE ,Cammer und Protonotario apostolico bestellte; ^voauf er den 20 Sept. 1629, im 49 Jahre nersts-^Seine Schrifften sind: epistolarum centuri« “ 'welche meist aus Versen bestehen; Ode de ^

VIII, welche besonders, und auch in der letzten , (//läge seiner ersigedachten Episteln von 1624 aufm.get worden; Rupella, ein Gedicht auf die Erobern^dieses Orts 1628; poëmataj Titanopocia, fß ^bricatione calcis ; theatrì romani orchestranulo pronubo deiparas Virginis Perufi® a ^ er f v ;raRoma, sive dialogus de viris fui tevi illustribus;

S. Romane; vita S. Mari* xgyptiacs in 3ehern; Epigrarnmara; über dieses hat er com f e üsrt -,rioluinde aulica venatione; chronicon peruim ^opufc. de viris illustribus in Cardinalium c °