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L E D E R E R
gen, reiste er 1647 mit kranckem Leibe nach Leiben inHolland, allwo l' Empereur, Galmasrus, Voßlusund -Heinstus den Druck beförderten, D.WasmuchProfessor zu Rostock und Kiel, welcher nachgehendsdie Lehre von den Accenten weiter bekannt machte,hatte alles, so wohl Regeln als Exempel aus dem Leudebuhr ausgeschrieben, damit dieser nicht sonderlichzufrieden war. Ueber dem hat er viel Programma«,Obiervadones cridcas und Explicadones Verferti-get. Aber »litten in dem Lauf dieser herrlichen Ar-beit, wurde er von dem Magistrat zu Cösliu auf eineschändliche Weise gestörct. Denn da seine Muttergestorben war, und er nach Hause reiste, seine Erb-schasst zu holen, so hatten inzwischen schon einigevom Rath alles zu sich genommen, in Meinung, Lc-vebuhr würde niemahls wieder heimkommen. Alsnun lbedebuhr das Seinige forderte, so ward er aufdas infamste tractirt, worüber er sich so ärgerte, daßsein Verstand gäntzlich geschwächt wurde. Als ernun in solchem elenden Zustande eben in der Mittedes 16 Seculi starb, so konte er kaum so gut als einarmer Mann begraben werden, ohnerachtet er vieletausend Thaler rechtmäßiges Erbgut hinterließ, wel-ches einige Personen vom cöslinischen Rathe behiel-ten, und seine herrlichen Manuscriptè, als eine neueVersion der Psalmen, eine aufs neue ausgearbeitete
Grammäticam hebraicam, emcndationem veriionisV. T. piscatonanse, neu inventirte Types hebraicosLee. theils verbrannt, theils zerrissen, damit sein Ge-dächtniß mit ihm untergehen möchte. Ja-.
LEDERER (Christian Harrn».), einJCtusundSohndes folgenden Michaelis Fr-scrici von Wiktcnberg,studirte daselbst, ward 1669 Doctor, und schrieb diü'.de justicia bellt privati; de contractibus innami-■ natis.
LEDERER (Michael), ein Doctor und Professor Ju-ris tu Wittcnberg, gebohren zuTorgan 1578,1 Jun.starb zu Wittenberg 1635 den 23 Jan. Er schriebdispp. de servirutibus personarum, personalibus &realibiis; de íuccestìòne ab intestato; de privilegiiscreditorum ; de SCto vellejano ; de unione proli-lim. Er. W, d.
LEDERER (Michael Friedrich), ein JEtUs, Michae-lis Sohn und N 7 ichaelis Friveriei Vater, von Wit-tcnberg, war Professor und Ordinarius daselbst,wur-de 1661 Doctor, schrieb: libros 2 de jure belli pri-vati; difierr. de privilegiis sepulchrorum ; de juredominii ; de Ultimo juris & justifias fine ; de justi-tia belli privati; dejure bestial! ; de laudis; de jureast'ecürationum ; de confesfione; de jure stapulae;deintereiTe; de contractibus innominatis ;de tucelis;de feudorum prastudiis, prout ab anriquis vocantur;de jure cursuum publicorum ; de jure feriarum; depacto ávrixfío-ias ; de fructibus ; de jure quinquenna-lium;de jure peculiorum fiHorum. familias ;deactio-ne ad n«.KivoSlay, de apostolis; de jure patronarus ;de praecipuis juris pnecognids ; de juribus potestatis
LEDERLIN LEDESMA rz;r
' dominicte; de felonia; de juribus potestatis p«R rl ®in genere ; lind lebte noch i68Z. ,
LEDERLIN (Job. Heinr.), ein Philologus, geboh^ren 1672 den 18 Julii zu Straßburg, solle seinesVaters Handwerck treiben,und ein Schneider werden,kam aber durch des Burgemcisters Fröreisens Docksorge in die Schule, studirte auf der Académie in ■ ]&ncr Vaterstadt, gieng darauf auf Reisen, und kam
. nach Franckfurt zu evbrcchten, der damals an einer
ncuenAusgabc des Iamblichi arbeitete, und den *- c 'öci-liu darzu zu brauchen gedachte. Weil es sich nbckzir lange mit dem Drucke verzohe, gieng er mit demBuchhändler wecsiein nach Holland, und entschwosich allda, die Edition von Polluch onomastieo zuübernehmen, die auch mit Ràhnens und andererAnmerckungcn an das Acht getreten ist. In seinerAbwesenheit trug man ihm zu Straßburg die Stcmeines Padagogi im Collegio wilhelmitano zubürg auf, ertheilte ihm auch das Canonicat zuThomas. Mit Ausgangc des Jahres 1702 resteser aus Holland nach Paris, kam 170z wieder z»Straßburg an, und ward sogleich zum Professor? ockdinario der griechischen und hebräischen Sprache ernewnet. 1717 nahm er den jungen LarI Daöichi, em»
griechischen Christen von Autiochicn, in sein Ha^und lernete das Arabische mit solchem Fleiste von ilMdaß er nicht nur den gantzen Alcoran ins Lateinilw)übersetzte, und alle Wörter in ihrer Analyst auszv,he, sondern auch ein arabisches Manuseript desn, alles, das in der straßburger Biblivthee verwahr»wird, lateinistch verdolmerschte. Er war gewohmalle Sommer nach Nieder-und zuletzt nach Oberbruu
6 Meilen von Straßburg zu reisen, und Den Saue. brunnen daselbst zu gebrauchen. So wohl er w
auch sonst bekommen war, so eine hefftige Krau»'heit fand sich doch 1737 darauf ein, an welcher erd
7 September zu Oberbrunn, als hebr. und gra»^-'Professor, der philosophischen Farultat Senior,Capituli thomani Deeanus, beyder Gymnasien ZStraßburg Gymuasiarcha verstarb. Ausser oekollux hat er die Bibel deutsch zu Amsterdam, dieu.
des Homer: bis * mit einer neuen lateinischen Uebck^
zuilg, Vigerum de praecipuisgrxcae dictionis idiofd .BrijJ'onium de regio l’erfarupi principatu , dc ‘ uvarias historias an das Licht gestkllkt, auch eine «Uebersetzung von Tbeonis progymnasmaribus »
andere Dinge im Manuseript hinterlassen; ingld«^
aeademische distbrrariones de clypeo AcbiIIis,Mllaneas obiervadones ad grxeos scriptores, obietiones ad loca nonnulla actuum apostolicoru» 1 »nxwnKhf r S ®ix, de Graecorum & Hebraeoru» 1(pny.lx, de innisf ad Act:. XXVII, 9, de donorum ad Act. I(, 4, de remplis argenteis Dian^^îî,stae, de galeis veteturn, de sale infatuato, »e ^Jepbtse ex vorn patris non immolanda nec in>mta, in verba Gabst Genes. IV, 13 geschrieben. ' ^de LEDESMA (Alobonstu), ein spanischer
Segovien, starb daselbst 1623, in seinem 7 1