L E H M A N N
LEHMS
LEIBNITZ
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gendenTheophíli Sohn und Magister Philosophia,ward 1634 Prediger zu Lrpeycr bey der zum deut-schen Haus gehörigen Stephans-Kirche, folgends163s zu Monsheim an der Pfrieme, hieraufkayser-lichcr gecrönter Poete, i6;6 Professor Poescos undLingva hebr. an dem Gymnasto zu Francksurt amMayn, ließ sich hernach vier Jahr bey der schwedi-schen Armee zu einem Feld-undHoftPrcdiger gebrau-chen, war auch zu Hamburg Vicarius des Pasto-rats bey der Kirche zu St. Nicvlai, bald darauf1648 hochgrafl. mansfcldischer Hof-Prediger undSuperintendens zuSchraplau. Endlich kam er 1649nachZittau, anfänglich als Pastor primarius sub-stitutus, folgends aber 1652 ward er Pastor prima-rius. In diesem seinem Amt stiessen ihm sonderba-re Solennitaten auf. Er bekam drey merckwürdigeDanck-Feste zu celebriren, uemlich 165; das Jubi-läum stculare,wegen des vor hundert Jahren zuAug-spurg in einen Religions -Frieden verwandelten pas-sauischen Vertrags, inglcichcn 1659 wegen despyre-näischen und 1660 wegen des olivischen Friedens;schrieb Buß-Spicgel; Lriegs-Last an Schwerste»:»,uns Friedens - Rast am Rauten-Lcanye; vilionummoJernarum vanitatem ; Den Comcten - Prediger;Lcichpredigten; Leil'um zittanum ; geistliche Casua-lia, und starb 1665,11 Aug^ Gr.Mol.
LEHMAN N (Ferr. Ambros.), von Döbeln in Meis-ten, wo sein Vater Constantin Ambrcsius über 60Jahr Archidiaconus gewesen, ward 1692 zu LeipzigMagister, 1708 aber,als er sich indessen zu Hamburgaufgehalten, und neben seinen Informationen durchBüchcrschreiben hervorgethan, königlicher pohlnischerund churfürstlicher sìcl)stscher Secrctarius und Agentzu Hamburg. Er lebte noch 1718, und schrieb Ham-
burgutn literatum ; nova Iiteraria Germania; ; dasreytherfchende Europa; des^eryogs von ßouiieursStamm-Register; historische Remarguesder neue-sten Sachen in Europa von 1699 bis 1708; dievornehmsten europäischen Reisen; igenealogischeTabellen aller von Cosmo I;u Floreny abstammen-den fürstlichen Häuser; gab eine Thaler-Collectionohne Vorsetzung seines Rahmens heraus, und ließ imManuscript, Genealogie der kayserlichen,königlichenchur-und fürstlichen, auch gräflichen Familien in Eu-ropa; genealogias strategorum galJicorum. Mol.
L EH MANN (Radulphus) > siehe Leemann.
LEHMANN (Theodosius), ein Vater des älternThristiani, war Philosophiä Magister, und anfangsPastor zu Königswalde, nachmahls aber zu Eltcr-lein, schrieb: de juribus ac privilegiis senum; ward1633 von dem kayserlichen General solchen fast tvdt-lich gehauen, und starb i6g8.
LEHMANN (Theoph.), von Hanichen, war erst zuLeippa in Böhmen, darnach zu Siebenlehn, endlich zuü/eyberg in Meisscn Prediger, schrieb eiere Predigt vonKometen, Leichen-Predigten rc. und starb 11 Dct.1632,"n 49 Jahr. W,d.
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LEHMS (Georg Christian), ein Schlesier, gcbohrenzu Liegnitz 1684, studirte zu Leipzig, ward 1708 da-selbst Magister, hernach fürstlicher Hessen-darmstädti-sicher Rath und Bibliothecarius, schrieb Deutsch-lands galante Poetinnen; die Sesellschafft der Tod-ten; den andern Theil ;u Zieglers Helden-Liebe;unterschiedene Romane unter dem Nahmen Palli-dor, und starb 1717,15 May, im 32 Jahr seines Al-ters. Leb.
LEHT (Joh.), ein dänischer DoctorTheologiä,geboh-ren zu Wegcröleben in der Diöces Arhus, allwo seinVater Gevcrr» Priester war, 1625 de» 18 Fcbr. stu-dirte zu Eoppcnhagcn und Eora, an welchem letzter»Orte er erstlich der Ritter-Schule Rector wurde, her-nach berief man ihn zum Prediger nach RainginFüh-nen; endlich ward er königlicher dänischer Eonsisto-rial-Rath, Beichr-Vater und Hof-Prediger, schriebverschiedene Leichen-Predigten, und starb 1688 den2Z Aug. Pro.
LEIBE (Joh.), von Strenssdorff, war Poeta laur.cäsar. und Advocatus ordinarins zu Eoburg, schrieb
Zodiacum christianum de prsedestinatione ad vicamaeternam; Studentica, h. e. Apophthegmaca; sym-bola & proverbia Pontificum, Impp. Regum, Ele-ctorum ; traft, de Ganerbiatu ; de prioritate credi-torum; epigramraata de laudibus 8c laboribus Gu-stav! Adolphs Reg. S'uec.; coniìlia varia proceffumcontra Sagas concernentia ; tUgendhafftc Weisheit,d. i. Weg und Steg zu einem guten glückseligen Leben,auch Gottesund der Menschen Huld zu erlangen, undstarb den 15 9)^.1666, im 75 Jahr. W, d.
LEIBNITZ (Frid.), gcbohren zu Altenberg in Mels-sen den 24N0V. 1597, studirte zu Leipzig, ward allda1622 Philos. Magister, ferner Notarius publicus,der Universität Leipzig Actuarius, des grossen Für-sten-Collegii erst Curator, und alsdenn Collcgiat,wieauch der philosophischen Facultät Assessor, und end-lich Philos, moralis Professor, schrieb dîspp. philos,und starb den 5 September 1632, im 55 Jahr. W, d.
Vog.
von LEIBNITZ (GottfriedWilhelm), ein>berühm-ter Polyhistor, der fast in allen Wissenschaften undsonderlich in der Mathcmatic exccllirt, gcbohren 1646zu Leipzig am Tage Johannis des Täussers, war einSohn des vorhergehendenFriderici, zohe im 15 Jah-re auf die Académie in seiner. Vaterstadt, studirte da-selbst, wie auch zu Jena, wurde zu Leipzig 1664 Ma-gister, wollte auch daselbst Doctor Juris werden, krieg-te aber,'weil er noch nicht 20 Jahr alt war, abschläg-liche Antwort, und erhielt dafür zu Altorf 1666 denDoctor-Hut mit dem grösten Ruhm, schlug die ihmdaselbst angetragene Profcßionem Juris extraordina-riam aus, ruzd wurde dagegen 1672 churfürstlichermayntzischcr Rath. Darauf gieng er Mit den Söh-nen des Barons von Boinêburg 1672 nach Paris,und von da über Host-und .Engelland nach Hanno-ver, wo er fürstlicher Rath wurde, und sich fonderlich
bemü-