LENET
L ENFANT
rzckr LEMSTER
L E M S T E R, ober Lemesteru», (Wilhelmus) , ein en-glischer Theologus zu Oxford aus dem Minoriter-Or-den, schrieb collariones in IV libros ieinentiarum,UNd qusstiones tbeologicas. Bal.Pit. Fa.LEMVICUS, siehe Lymvicus.
LENAEUS (jo. Canutus), ein Doctor Theologia,Ertz-Bischoss dcö Königreichs Schweden, undProcan-cellärius der Académie zuUpsahvon Lenna, 2 Meilenvon Upsal bürtig, hat zu Wittenberg, Helmstädt undRostock studiret, und ist darauf zu Upsal Professor Lo-gicechwie auch der griechischen und hebräischen Spra-che worden, bis er nachgehcnds das Ertz-Bißthumerhalten. Er hat Logicam peripateticam ; comm.in evangelium Johannis; in S. Lucs acta Apostolo-rum, den Jo. 2llb. Labricius 171z wieder auflegenlassen; in canonicas epistolas Jacebi,Petri, Johannis&Juds; tract, de jure regio in ecclesiasticis ; bre-vem informarionem de veritare & excellentia Chri-stians Religionis, ad Carolum Gustavum.Comitem Pa-latinum Rheni, so Paul. Pom Pesaroviu« 1721 vonneuen ediret; judielurn de unione a Lalvinianis pé-rira; disputariones; Leich-Predigten re. hinterlassen,und ist 1669 den 25 April, im ybsten Jahr gestorben.W,m. W,d.
LENAEUS ( Pompe jus) , siehe Pornpejns Lensus.
von LENDERSHEIM (Johann Friedrich), eindeutscher Edelmann, hat 1667 einen Diseurs de jureLc privilegiis Nobiliurn liberorum Le immediarorumzu Nürnberg in 4 ediret, welchen man auch in Jo.
Steph. Bürgermeisters üidliothecse equertr. Tom. I
findet.
LENET, oder Laine , ( Petrus ) , ein französischerStaats-Rath, war ein Sohn und Enckel zweyer Prä-sidenten des Parlaments zu Dsion, die iederzeit demHause vonCondesehr ergeben gewest: und alser ebendaselbst Parlaments-Rath und Procureur - Generalwurde, trat er inihreFußstapffen. Er war bey demPrintz -Heinrich I l von Bourbon wohl gelittcn,und alser Staats-Rath wurde,hielt er die Partie dieses Hau- ‘ses, welches ihn befördert, und sonderlich des PrintzenvonConde. An. 1649 solte er als Gesimdter nach Vene-dig gehen: er mischte sich aber in die damahligen Hän-del, als die Printzen gefangen genommen wurden. Erwar ihr Rathgeber in allen Dingen, ob er gleich denTitel als oberster Staats-Rath und Aufseher der Fi-nantzen nicht annehmen wolle, gieng auch mit derPrintzeßin nach Bonrdeaup: und als diese Stadt wie-der in des Königs Hände kam, bezeigte die Königinund der Cardinal Mazarin viel Hochachtung vor ihn.An. 1651 ward er von dem Printzen von Conde, alsderselbe aufs neue mit dem Hof zerfallen war, nachSpanien geschickt, und schloß daselbst einen dem Prin-zen gar vortheilhaften Tractat, kam auch.erst nachSchliessung des pyrenäischen Friedens wieder nachFranckreich zurück. Wie er von allen, was seit derAbreise der Printzeßin von Chantilly bis zum Friedenzu Bourdeaux vorgegangen war, ein ordentlich Ta-
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ge-Duch gehalten hatte : so entstanden daraus schöneMémoires, welche nach seinem Tode 1729 im II Vol.in 12 unter dem Titel : Mémoires de M. L*** Conseillerd’Etat, contenant l'hißoire des Guerres civiles des an-nées /<%> suivantes, principalement celles de Guyen-ne fä des autres provinces heraus gekommen. Jour.LENFANT, ober F Enfant, (Dav.), ein Dominica-ner von Paris, war Magister der Theologie, hielt sichmeist im Convente zu St.Jacob auf, predigte zuwei-len in -cn grossen Städten, schrieb Concordantia*augustinianas in 2 Tomis Biblia augullmiana auchin2 Tomisz S.Bernardi abb.Biblia; S. Tboma Aqtti-natis Biblia in 4 Tomis j bißoire geuerale de tous lessiécles de la nouvelle loi in ; Tomis^ die hernach ver-mehrter in 6 Tomis wieder aufgelegt worden, undstarb zu Paris den zi May i6gz, im 8;sten Jahre.Ech.
LENFANT, ober l’Enfant, oder Infantius, (Jacob),ein reformirter Theologus, gebohren 1661 den 13April zu Bazoches inderLandschafft Beausse, siudirtezu Saumur, und war bey Jacob Lapello im Hause,gieng darauf nach Genf, und von dar 1683 nachHci-' delberg, wurde das folgende JahrCapellan der ver-wittibten Churfürstin von der Pfaltz, und Pastor derfrantzösischen Kirche daselbst, musie aber bey dem Ein-fall der Frantzofen 1688 entweichen, um der Rache derJesuiten zu entgehen, wider die er zwey Briefe hatte-rucken lassen. Anno 1689 erhielt er eine Stelle inder frantzösischen Kirche zu Berlin, welche er 39Jahrmit Ruhm verwaltet. Erstlich war er Prediger beyder Königin in Preussen, und nach ihrem Tode Capei-lan bey dem König, ingleichenObcr-Consistorial-Rath,wie auch 1710 ei» Mitglied der englischen Gesellschaftde PropagandaFide, und 1724 der königlich-preußi-schen Societät der Wissenschafften. Anno 1707 thater eine Reise nach Holland und Engelland, und hattedie Ehre vor der Königin Anna zu predigen, hätte auchkönnen derselben Hof-Capellan werden, wo ihn nichtdie Liebe zu seiner Gemeinde davon abgehalten. So* unternahm er auch 17:2, 1715 und 1725 einige Rei-sen, und sonderlich die letzte nach Schlesien, um aller-hand Nachrichten zu seinen historischen Wercken zusammle». c Kurtz vor seinem Ende 1728 hakte er ei-ne» merckwürdigen Traum, als ob ihm befohlen wür-de zu predigen: und da er sich entschuldigte, daß ernicht wisse, worüber er predigen solle, den Text erhielt:Es. Z8, bestelle Sein Haus, denn du must sterben.Ob er nun gleich nicht abergläubisch war, so eilte erdoch von derselben Zeit an sehr, seine Historie der Hus-siten zu Ende zu bringen. Es geschahe auch, daß erin gedachtem ^ahr, den 25Julii, einen Anfall von ei-nem Schlage bekam, der sich den 4 August auf dasneue äusserte, und ihn so angriff, daß er den 7 im 67Jahr seines Alters sein Leben beschloss Seine Schriff-
ten sind : Preservativ contre la réunion avec le Siege deRome; l' innocence du catéchisme de Heidelberg; bi-ßoire du concile de Confiance; bißoire du concile de Pi-fii Sermons fur divers textes de P Ecriture sainte ; P hi-stoire