i4oi LÇUCANDER LEUCHT
Schwieger-Vaters Tode den 19 Jun. 1706, im 37Jahre seines Alters auch gestorben. Jedoch hat ervorher ein Schediasma de Claris Gryphüs zu Brieg1702, Ú14 in Druck gegeben,auch als er noch zu Mitten-berg studirt, woselbst er 1694 Magister worden,nummum Agpippin«. illustracum ; historiam Scali-. geranoruni ; dilîërt. de magisteriis veteium ; de fi-.. glis vererum geschrieben, und sich bearbeitet, alle. Opufcula des gelehrten Joachimi Lamcrarii cmzu-- schassen, «m selbige in einem Bande zusammen ansLicht zu stellen. Sein Bruder, Christian»» Leubscherward Reetor der neuangclegten evangelischen Schulevor Schweidnitz in Schlesien. Leb.LEUCANDER, ober Leviander, ober Lernander,
■ (Andreas), ei» engeüandischer Abt, Benedietiner-Or-dens, lebte im Anfange des i i Secuii,thateine Wall-fahrt nach Jerusalem, und schrieb ein Buch de suoinnere sicro ; wie auch vitam S.Ivonis episcopi inPerfide. Lei. Vo.
LEUCHOV (Benedict. Petri), von Uplaud, warTheologia Professor zu Upland, und hernach PastorzuStoaholm, schrieb Or nionem desymbol« GustaviAdolplii; dispp. inlocos rheologicos; Predigten z et-liche hundert Anagrammata auf gelehrte Leute, undstarb 1621. W, d.
LEUCHT (Christian Leonhard), ein Publicist, geb Oh-ren 1645 den i2 Febr. zu Arnstadt in Thüringen, stn-dirtczu Leipzig, Giessen und Jena, wurde an dem letz-ten Orte iü/8 nach gehaltener Disputation de morri-ficarionc, Doetor Juris, 1683 gräflicher reußischerHof-Rath zuGera, 1688graflicherlimburgischerRathvon Hause aus, und Consulent bey der löblichen frän-kischen Reichs-Ritterschafft Orts Altmühl, 1690Co-nies palatinns, 1692 Confident der Stadt Nürnberg,i694Assessor bn) dem Stadt-Gericht, und endlich vor-derster^ Raths-Consulent, wie auch hochfurstlicherschwartzburg-sondershäusischer und schwartzburg-arn-stad tisch er Rath. Er gab eiecta juris pubiici curio-fa in drey Tomis in 4 unter dem Titel CaffanvriThu-cclii 3 die Fortsetzung von Leonhard wilibald Hof-manns Müntz-Schlüssel, unter dem Nahmen Lucii;die europäische Staats-Cantzkey in 61 Theilen, unterdem Nahmen Antonii Fabri ; des heiligen römischenReichs Staats-Actm in 5 Folianten unterdem Nah-men LasiandriThucelii ; Austriam S. R. Imperiicon-jugem, & coronam Augusti augustistimam, oder Be-schreibung der beyden ,6yo ;uAugspurg vollzoge-nen Krönungen 'Josephi und Eleonor* MagdalenseTheresi«, unter eben demselben Nahmen; traft. aca-demicum de jurisdiftione; addiciones ad Andr.Dal-neri traftar. de variorum jurium renunciarionibus,die in Job. Scbilteri traftatibus prcecipuis de renun-ciationibusTom. II stehen; Codicem mevianum.h.e.Dav. Mcvii decvsiones summi tribunalis regtiwisma-riensis, cum Ott. Phil. Zaunschiciffcri commentario,8c Guß. Scbarenhorßii disquisitionibus & conciliatio-nibus ; Cour. Rittasbußi rclponla juris altorfina, ex
LEUCHT LEUCKFELD 1422
Audi-, Dittneri MStis locaplerara, eum continuario-ne Henr. Linckit , in zwey Folianten; Ge. Brautlàfh -ti epiromen jurisprudentiae publicL, vermehrt heraus,und starb 1716,24 Nov. v.
EUCHT (Valentin), ein Jesuit, lebte zwischen 1593und 1598 zuCöln,Mayntz und Frryburg, und schriebstimulum virrurum, oder geistliche Ritterschaft derTugenden, in drey Büchern; historischen Spiegelseltsamer Gesichter Gottes, der Engeln, S. Maria,und Märtyrer; viras Sanstorum aus den allerbestenAutoribus gezogen; das Leben St. AnnL; überfttz-te auch Job. Bsuduini traft, de Jesu Christi rerutagestarum , cum in terris versare tur, claritate Scg-lo-ria ins Deutsche.
EUCH 'PER (Henr. ), ein reformirterDoctor-Theo-logia und Superintendens zu Marpurg,-wie auchnachgchends Hof-Prediger und Superintendens'znDarmstadt, gebohren zu Melsungen in Hcjstn 1558,hat einen Alcoranum xnahomericum in deutscherSprache; spéculum de summo bono, & summoma-lo; Erklärung des Prediger Salomo; clericumma-ritum ; antiquam Haflorum fidem christianam 8c ve-ram, deutsch; Beweis, dast Lutherus im Artickelvorn heiligen Abendmahl zwing!isch gewesen; Re-lation von eldchen Bündnissen, deren in göttlicherSchriffr gedacht wird; Tauf-Predigt bey derfkstst'lichen Lind-Taufe Julion« ru DarmstadJ ■digk von Christi Vereinigung (einer 2 Naturen her-aus gehen lassen, und ist zu Darmstadt 1623, 17Aug. gestorben. Er.
LEUCIPPUS, ein griechischer Philosophus und ?e-nonis Schüler,war vonAbdera,oder wie andere wollen,von Mileto oder Eleate, lebte Olymp. 77, A. U. C. 323,und glaubte, daß alle Dinge unendlich wären, unddie Welt aus den Cörpern und Vacun bestünde, auchdie Arom, der Ursprung aller Dinge wären. Er schriebder Erde eine Bewegung zu, und wolte bchaupten,daßdie Sonne ihre Flamme von den Sternen habe. Sei-
- ne Schafften sind: opus piiysicum: lib. xiß •.£, undfiiyxs $tx<rxofios> welches letztere sonst unter des Dermocriti Schrissten vorkömmt. Laer. 8ran. R. Ea.
LEUCIUS, oder Lucius, Charinus, ein Ketzer deralten Kirche, von der Manichaer Secte, im 6 Seculo,hat ein Buch, periodi apostolorum genmmf, ge-schrieben , worinne er die allerthörigtsien Fabeln unhLehren der Ebioniten, Marciomten, Valentinianerrmd anderer Ketzer mit einstießen lassen, auch dannen-hero.-mdem vecreto deskseudo-Uelafii, wonnneski-ne Bücher verdammet sind, disdpistus Diaboli ge-nennt worden. Sein Evangelium apoeryphum lie-get lateinisch zu Oxford in dem Collegio CorporisChristi im Manuseript. O.Pho.Ea.
LEUCKEELD (Joh. George), ein Historirus, geboh-ren 1L68 den 4Julii zuHeringen inThüringen, stu-dirte zu Qvedlinburg und fünfJahr zu Leipzig, wohiner 1689 gezogen war, und wegen Armut einige Zeit ei-nen Corrector in einer Druckerey abgegeben, wurdeN n n » n n n s 170Q