LUDWIG
LüCKH
25S9 LUDOVICUS LUDWELL
weit Lcmberg im Fürstcnkhum Jauer, wies in derJugend ein'langsam Ingenium, so daß er binnen 4Jahren in der Schule nicht einen Buchstaben zumandern konte setzen lernn»; nahm hernach unterTrocmSorfto und Mclanchehone, deren er sich ojfterühmte, besser zu; musie sich aber mit Famulirenschlecht behelffcn, und pflegte zu sagen, daß er seinenHunger offt mit der Hoffnung besserer Zeiten gestil-let. Er ward hernach Conrector,und endlich Rectorzu Görlitz, redete eppedit griechisch, war aber dabeyein Crypto-Calvinianus, edirte Rosarium sehol®Trocedorfii; Compendium grammatic® Melan-chthcnh', doctrinam fcholas Melanchthonis; Com-pendiüm prosodi®; Val. Trocedarsßi precationes;ejusd. carechesin ; ecclesiam veterem & novam, f.ocariones de veteris ecclei I® cerratninibus ab Ario,Nestorio, Eutyche, aliisque hsreticis, motis, dieAbrah. Gcultctus 1614 ediret; par®nestn & isago-gen adlectionem JibrorumCiceronis de oratore See.unb starb 1594 den 15 April. Lud. Ad.
LUDOVICUS (Petrus), ein spanischer Jesuit vonValentin, gebohren i;z9,studirte in Portugall,lehr-te die Philosophie 7, und die Theologie zu Evora 20Jahr, starb auch daselbst den 9 Mark. 1602, und ließCsmrnentaria in S.Thomam de incarnatione, it.deangelis, welche aber noch »»»gedruckt liegen. AI.Ant.
'LUDOVISI (Alexander), siehe Gregorius XV,Papa.
LUDOVISI (Joseph), siehe Ludovicus.
LUDOVISI (Lud.), einNepote Gregorîi XIV, vonBologna, befaß eine grosse Fähigkeit, ward anfangsbeyder Signaturen Reftrendarius, hernach Cardinnal, Cämmerer und Dice-Cantzler der Kirche, undErtz-Bischoff von Bologna, schrieb im Italiänischensermones f. discursus ; panegyricum de S. Ignatio ;epistolas ad diverses in etlichen Voll. welche letzternnoch im Manuscript liege»», und starb zu Bologna amPodagra r8 Nov.i6g2. Ol.
LUDOVISI ( Maria Magdal.), eine gelehrte Domi-nicanerin in ihrer Geburtsstadt zu Bologna, warwc-gen ihrer Frömmigkeit berühmt, lebte gegen die Mit-te des 17 Secilli, und schrieb raccolta di sacre deü-zie di S. Maria Magdalena pentita , Ech.
LUDWELL (Wilhelm), ein JCtus,gebohren zu El-biirgen 1589 den 20 Nov. studirte zu Königsberg,Famosck in Pohlen u»»d Altorff, hielt an dem letztenOrte 18 Diiputationes über die Institutiones juris,verfertigte auch einen Commenrarium über des \Vt-senbecii paratitla. Hiernächst wurde er daselbst 1631L octor, 1634 Professor Jnsiitutionumimperralium,1635 Pandectarum und endlich desCodicis, schriebComment, in institutiones impériales öc régulas ju-ris antiqui ; synopfin juris feudalis & processus ju-diciarii ; tractar. de ulrimis voluntatibus, cum com-mentario ad libri 6 Codicis titulum de fuis & legi-tim» liberis; tract, de regulis juris; tractatus3feu-Melchrt. Lexic. T. //.
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dales, seil. 1) de divisionibus feudorum, 2) de fuc-ceffione feudali, & 3) de renovatiöne Investitur® ;dissertation.de 50 Justiniani decisionibus, die MNNauch bey seinen » 8 Disputationibus über die Institu-tiones sindet ; de fructibus & impensis , de publi-cis judiciis; de laudemiis; de tempere legitime; delitium expensis ; de jure Principum, penes quos estelectio imperatoris romani; Comment, ad Tit.deobligationibus 8 c actionibus ; orationes 3 in promo-tione doctorali Alterst habitas , die Christ. Vlic olfti1680 jtt Dreßden in 4 ediret; rractatum posthumurade jure accreseendi, welcher i68ozu Altorff, und1686 zu Dreßden in 4 heraus gekommen, und starb1663 den 12 Sept. Er. W, m.
LUDWIG, siehe Ludovici und Ludovicus.
LüBECK (Melchior), ein Philologus, gebohren1670 den ioOct. zu Königsberg in Preußen, studir-te daselbst, ward 1690 Candidatus Juris, 1697 Se-cretarius des knciphöfischcn, »md 1724 des combi-nirten königsbergischen Magistrats, auch dabey 1718königlicher geheimdcr, 1720 des neugestiffteten Com-mercten-Collegii Secretarius, und starb 1732 den,i8 Jan. Er hat über anderthalb hundert deutscheund lateinische Jnscriptiones drucken lassen, auch me-ditationes de jure gentium; tract, de jure dominiieminentis; methodicam tractationem juris emphy-teutici; Manuale juris detractionis & emigratio-nis ; dissert. de jure stapul®; üb. de foeneratorumper SCtum maeedonianum coercittone ; statista-rum idolum , rationem status; meditationes de jurenatut®; spicilegiuin de jure competenti®; de jureavari® ; de protestatione in cambiis ; de crimineatheismi ejusqüe pœna heraus gegeben ; wozu nachseinen» Tode noch gekommen opus posthumum de jurecambii. AB. Arnold.
LtiBEGK (Sam.), ein Hollsteiner, war um 165» zuBrunsbüttel, hernach seit 1664 zu Meldorff Rector,und gab Plutarcbi lib. de puerorum educationé curaanalysi Weßbusii nach dessen Tode griechisch und la-teinisch heraus. Mol.
LüCKH (Joh. Jacob), ein Historiens, von Straß-burg bürtig, legte sich atrfdieHistoric ncbstderRechts-gelahrheit, und ward Amtmann zu Rappoltstein.Die Historie machte ihm einen Geschmack an denMüntzen, und er sammletesich davon mit vielen Ko-sten ein grosses Cabinet, ließ auch 1620 zu Straß-burg auf seine Kosten, ein lateinisches Merck syllogenumismatum elegantiorum drucken. Weil aber derNeid der Buchhändler machte, daß ihn» dieses Merckauf dem Halse liegen blieb; so kam er in solche Um-stände, daß er Käuffer zu seinem Cabinet suchen wü-ste. Es wurde von der Königin Christin« gèkaufft,und ist hernach aus einer Hand in die andere , end-lich aber an den Hertzog von Orleans gekommen.Man hat ihm mit Unrecht vorgeworffen, daß er et-liche Müntzen erdichtet, und sich die Erklär ung derMüntzen von Berneggern machen lassen. Er hatBbbb bbbb auch