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LUKIN
L Ú L LUS
Aphoriímos Hippocratis hexametro carmine corçscrî-ptos heraus, schrieb libros rres de compeseendis ani-mi affestibus per moraîem philoíòphiam & medendiartem; inglcichcn quaestiones de balneis, die tri dkM155? zu Venedig in folio edirten grossen Opéré suLto-rum variorum dp balneis stehen ; stellte auch eineSammlung der Scribenten de morbo gallico aus2 id}t,bu letztens zu Leiden 172z in folio mit einer Vor-rede des Herrn Boerhaaven wieder aufgeleget worden.AF. Re.
LUISII^US (kraue.), ein Poet und Secretarius desHertzogs zu Parma, von Udine bürtig, studirte zuPadüa, brachte es in der Litteratur sehr weit, undstand deswegen mit Murero in guter Freundfchafft,
schrieb Commentar. in Horatium de arrepoetica; Jibr.de compeseendis animi affectibus, Welches er feinemehemahligen Lehrmeister, fUj. Bonamieo, dedieirtzParertron in auctores graecos & latinos libr. X, wel-che in Gruters Larnnsde arriurn steheN/Ulid starb 156?oder 1568, im45 Jahre. H. K. .
LUIS W § (Caspar), ein portugiefffcherJesuitvon Por-tes, gebohren 1586, lehrte die Humaniora zu Evora,und dieRbekorie zu Lissabon,ward darauf einMtßio-narins in Japon, und Sub-Provineial daselbst, prä-sidirte beydcrl6z8 geyaltenen Provincial -Congréga-tion, und schrieb annuas hteeras Goa 16 18 sq. ir.exJaponia 1619& Cocincina 1621. AI.
LUITPRAND, ein gelehrter Mann von Pavia, oderwie andere wollen, von Cordua aus Spanien bürtig,lebte im iv Seculo, war Berengarii ll Secretarius,und wurde hernach Bifchoff von Cremona, schrieb
Antapodolln feu rerum ab Purop-e imperacoribus ®ibus geftarum Jibros VI; iegationem ad Nice-phorum Phoeam, welche Legation er im Nahmen desKaysers (llttonisl (welches aber nach einiger Mei-nung erdichtet ist) verrichtet, davon das erste in Reu-beri Scriptoribus rerum germamearum, und in An dr.du Chejhe Scriptoribus Toin.III, alle beyde aber inMuratorii Scriptoribus rerum iraJicarum stehen. Manschreibet ihm auch noch andere Bücher, allein ohneGrund ZU? Wie denn das Buch de vids romanorumpontisicum, welches man unter feinen Schrissten fin-det, nicht er selbst, sondern ein anderer Deutscher ver-fertiget hak. Es sind seine Schrissten 1640, nritMicron, de laHiguera und Laue. Bamiryii ve Pra-do Anmerckungen zu Antwerpen bey Plantino in sol.zusammen gedruckt worden, und er ist 97z zu Toledogestorben. Ar. O.
LUKAWITZ (jo.), ein böhmischer Theologus,hieltes mit den Waldensern,und schrieb um 1431 cqnfes-iionem Taböritarum contra Rockenzanatn, welcheBalt!). íiyòius feinen Scriptor. waldeni! einverleibet.
O. Fa.
LUKIN ( Henr. ), ein englischer presbyterianischerGeistlicher im 17 Seculo, ward 1662 seines Amtesentsetzt, ob er sich gleich in Franckreich aufhielte. .Nach
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seiner Zurückkaufst hielte er sich bey der.Mad. Mas-ham auf, und predigte in der Rachbarschafft vor ei-ner kleinen Dersaminknng, wolte aber durchaus nichtzu den Cpiscopalibus übertreten. Er schrieb tbe Ufe§f Pa'nb ; remedy *gainß spiritual trouble; discourseof religion &c. HL.
LULLUS, oder Lullo > oder Julius', ein Schüler St.Bonlfaeil, und nach ihm Ertzbischoff zu Mayntz von75? bis786 oder787,war ein gcbohrncr Engelländer,und hinterließ etliche Episteln, deren Ftacius in Cen-tur.magdeb. Sec. VIII gedeucket. Lelandi coliecta-nea. Bai. Pit.Fa,
L U L LU S ( Ant, ), ein Spanier aus den balearischcnInseln bürtig, hatte den Ruhm eines guten Redners,lebte in der Mitte des 16 Seculi, und schrieb pro.g^mnaimata rbetorica; de oratione; prseparado-nem graecam in Baíilii M. libellumde exercitationegrammatica. Ant.
de LULL I (Johannes Rapt.), ein berühmter Mustcus,gebohren zu Florcntz i6zz von geringen Eitern, ließsich als ein Knabe von einem frauiMschen Ojsicierüberreden, mit demftlben uach Franckreich zu gehen.Wie er nun vortrefflich auf dem Violon spielte, so»nachte er sich dadurch bey Zeiten bekannt, und wurdedeswegen erstlich von der Mademoiselle de Montpen-sier,kürtz darauf aber von dein Könige Ludovico XIVin Dienste genommen, welcher ihm die Aufsicht überseine Violons anvertraute, und zugleich ihm zu gefal-len eine neucBande, ks petits Violons genanur,aufrich-tete, welche unter seiner Anweisung dergestalt zunah-men, daß sie in weniger Zeit selbst die sogenanntebande des Vingt quatre Übertraffcn. Als nachher»der König dem Mr. perrin, Introducteur des Ambas-sadeurs bey dem Hertzoge von Orléans, ein Privile-gium wegen Einführung der Opern ertheilte, tratzwarderselbe anfänglich mit der Königin Capellmeister,Lambert, deswegen in Gescllschafft, nahm aber baldhernach 1672 den Lullp an dessen Stelle an, deralso-bald durch seine Composition, und verschiedene neueErfindungen in der Music, durchgchends ungemeinenBeyfall erhielt, und sich bey dem Könige selbst dermas-scn recommendirte, daßihm derselbe nicht allein dieBedienung eines Surintendant über seine Musiqveauftrug,sondern ihn auch mit dem Adel beehrte,und be-fahl, daß man ihn unter die Secrctairs Lu Roi beyder grossen Cautzlcy aufnehmen muffe. Er war voneinem sehr aufgeweckten und schertzhaften Naturel,lebte aber dabey gar unordentlich, und starb den 22Mertz 1687. Man hat vvnihm 19 grosse Opern, ver-schiedene Motets, und eine ziemliche Anzahl von Bal-lets, welche in der königlichen Druckerey zu Paris zu-sammen heraus gekommen. Er hinterließ im übri-gen ? Söhne,welche sich insgesammt in derMusicher-vorgethan, und wovon ihrer ahinter einander gleich-falls Surintendans der Musiqve du Roi worden.
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LULLUS