SANDEI
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weil er mit eben dergleichen Eifer das Wort des Herrnallhier trieb, bekam er einen hefftigen Widersacher anJohanne Mordant, welcher ihn bey dem BischoffBoner hart verklagte, worauf er vor den königlichenCantzler den Bischoff;u Winchester gebracht wurde,welcher ihm seines Eifers halben einen harten Ver-> weis gab, und ihn ins Gefängniß bringen ließ, wor-inne er 15 Monate verharren muste. Nach solcherZeit wurde er wieder zur Verhör gelassen. Da er abernoch auf seiner alten Meinung, und bey der lutheri-schen Religion verblieb, entsetzte ihn oben crwehnterBischoff aller seiner Würden, epcommunicirte undübergab ihn der weltlichen Obrigkeit, welche ihn nachCoventry führte, und den Tag nach seiner Ankunfft1558 den 8 Febr. öffentlich vor dem Stadt-Thoreverbrannte. 6. Fr. Zieg.
SANDEI (Felino), ein italiänischer JCtus, gebohrengegen 1427 zu Felina in dem Hertzogthum Reggio,ward zu Pisa Doctor Juris, lehrte das canonischeRecht zu Ferrara, und das bürgerliche ;w Pisa, giengdarauf nach Rom, und ward1488 von Iunocenciodem VIII zum Auditore Rotä gemacht, auch 1495zum Bischoff von Atri und Penna, auch in eben die-sem Jahre zum Coadjutor zu Lucca ernennet. An.1499 erhielt er dasBißthum zu Lucca selbst, kam abererst 1501 zum ruhigen Besitz desselben, und starb i;ozim Ocrober. Seine Schrifften sind: Ad quinque li-' bros decretalium commentaria; Consilia seu respon-sa; de indulgentia plenaria tractatus ; additiunculaead monarchiam Pétri de Monte; de regibus SicilL*&Aputiae epitome, welches Michael Fcrnus 149; zuMayland, und Marqvard Freher i6n zu Hauauheraus gegeben; worauf es in den Thesaurum anti-quitatum Sicil. gebracht worden. Panz. Ug. C. Fa.Pap.
SÄN DEL (Johann), hatwenc.-HageciiChronic ausdem Böhmischen ins Deutsche übersetzt, und 1596 zuPrag, oder vielmchr zu Franckfurt, in folio edirt.
von LANDEN (Bernhard), der ältere, ein lutherischerTheologus, gebohren i6z6 den 4 Oct. zu Jnsterburg-in Preussen, gieng 165z auf die Académie zu Kö-nigsberg, ward 1659 allda Magister, reisete sodannnach Leipzig, und disputirte sich unter die Magistrosallda ein, that- darauf eine Reise durch Deutschland,die Schweitz, Holland, Franckreich und Engelland,ward darauf zu Königsberg 1664 im Löbcnicht Dia-conus, allwo er mit solchem Zulauf predigte, daß sei-netwegen ein neues Chor in der Kirche gebauetwerdenmuste; 1667 Capcllan in der alten Stadt, 1674 Pro-fessor Theologiä eptraordinarius, und 1675 DoctorTheologia, wobey das Ministerium tripolitanum so-wol, als die Ertz-Priester desgantzen Landes beyderRegierung schnfftlich einkamen, und wider die Pro-motionem doctoralem, weil sie den Candidaten desSyncretismi beschuldigten, mancherley anbrachten.Er ward darauf 1679 Pastor der alten Stadt, undAssessor des samlandischen Consistoni, 1632 Professor
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Theologiä ordinarius, 1688 aber Professor Theologiäprimarius und Ober-Hofprediger, erhielt auch 1690die Ober-Aufsicht über alle Kirchen in Preußen. ErVerrichtete nebst dem Bischoff Ursino 1701 die Crö-nung des ersten Königs in Preussen, kriegte dabey denTitel eines Bischoffs, wie auch einen besondern bischöf-lichen Ornat von Berlin geschickt, welcher aber, weiler erst nach seinem Tode ankam, zurücke gesandt wur-de. An. 1696 wurden seine z Söhne au einem Tagein allen 3 Facultaten zu Königsberg Doctores. Erpredigte oft, ohne zu eptemporalisiren, 14 mal in ei-ner Woche. Unter seiner Direction ist das neue Te-stament in die litthauische Sprache zwar übersetzt undedirt, allein weil hin und wieder einige harte Ausdru-ckungcn darinne angetroffen worden, niemals von denlitthauische» Predigern recipiret worden. Die neue-re Version ist unter Aufsicht des Ober-HofprcdigcrsD. àandts zu Königsberg, von dem Ertz-PriesterBehrcnt zu Jnsterburg fertig worden, welcher airchdas alte Testament übersetzt und drucken lassen. Ergab'Fheologiarn homileticam; theologiam symboli-cam lutheranam, welche auch in die deutsche Spracheübersetzt worden; theologiam politivam ; formuiamcarechifandi ; pastion« - Betrachtungen; Gebeteüber den Latechismum; Beantwortung Ser Dubio-rum Joh. Ern. Grabii, darinne die lutherische Air-che des 8chiimatis und der alten Acyereyen beschul-digt wird; Entwurf der Widerlegung, iö dem sand-grundigen Lutherthum des Ananiä Meyers soll ent-gegen gesetzt werden; Beweisrhum, daß die luthe-rische Rirche;u dem einen «Hirten und ;u der einen«heerde gehöre, nebst Widerlegung des Briefes Joh.Phil. Pfeiffers an eine hoheStands-Person; War-nung für den falschen Propheten und Lehrern desPabstthums; über Alarrh. VII; einen Tractat vonSem Gebrauch und der Bereitung $um HeiligenAbendmahl; Dils. in 2 Cor. V, 19, de forma sano-rum verborum servanda theologo in ecclesia luthe-rana, de oraculo jacobso Genes. XLIX, de prophetapromisso, de verbis Christi ad Petrum Matth. XVI,19, de resurrectione eorundem numero corporum,de certitudine salutis in ecclesia lutherana &c. ; Pen-tadem illustrium quoestionum theologicarum, de pafcsione & morte Jesu Christi, nimir. 1 an sudor Do-mini in monte olivarum profusus vere fanguineusfuerit, & an excrerio ejus naturaliser vel miraculosecontigerit, 2 an Christus in pasiione sua senserit do-lores inferni, 3 an Christus in triduo mortis vere ho-mo permanserit, 4 an Christus sua obedientia Jibialiquid promeruerir, ç an Christus pro peccatis no*stris fatisfece/it, und vielPredigten heraus, und starb1703 den 19 April. In den unschuldigen Nachrich-ten i 7 Zi stehen zwey Briefe an M. Christoph Hart-knoch von seinen Streitigkeiten mit den sogenanntenOrthodoxis. Pi. EP. Arn.
von SANDEN (Bernhard), der jüngere, ein lutheri-scher Theologus, und Sohn des vorhergehenden, ge-bohren 1666 den 4 May zu Königsberg, studirte in
seiner