SAVONNE
SAUR
SAUR
SAURIN
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Raffaello Savonarola, welche dessen Anverwandter P.Innocent. Savonarola Verfertiget.
Savonne, oder Talon, (kerr. ), von Avignon,lebte zu Antwerpen 1567, und schrieb ein RechensBuch, it. ein Merck von der Buchhalterey der Kaufleu-te. Cr.
S A V o T (Lud.), ein Medicus von Saulieu in Bour-gogne, gcbohren gegen 1579, legte sich zu Paris starckauf die Chirurgie, studirte aber hernach die Medicin,wurde darinne 1604 Baccalaureus und 1610 Licen-tiat, schrieb discours furies médaillés antiques, wel-chen Luv. Lüster ins Latein übersetzt, Ish. Ge. Gra-dins aber dem XI Tomo seines Thesauri antitjuit.r °m. einverleibetz l’architeííure française desbatimensParticuliers, so Franc. LlonSel mit einigen Anmer-kungen edirt; de caufis colorum ; observationem detetragoni hippocratici fignificatione contra chymi-c °s; übersetzte auch GalcniBuch desanguinismistio-ne ins Frantzösische, und starb um 1640. Li. Nie.^VotgnanO (Alario), ein Graf vonBelgra-bo, war von Venedig, fiorkrtc umi507,conlmandir-kt die venetianischenTrouppen, schrieb arte militareterreßre e maritima, und übersetzte unterschiedenes ausvixaPoiybio ins Italiänische. Ghil.
r S Au Q U E V I L L E (Wilh.), siehe Sequavilla.
(Abr. ), ein deutscher JCtus und Historicus,tdirte zuFranckfurt amMayn i;8i tascioulumcon-‘“tutionum de pœnis, vulgo Straf- Luch, welches^,i;y4 und 1598 wieder auflegen lassen; General-Chronica , d. t. LeschreibunZ vieler nahmhajfter"ud jum theil bis daher unbekannter LanVschaff-1582 Diarium hiiìoricum, d. i. besondere täg-"che Haus - und Lirehen-Lhroniek; 158? TraetatA> 0 u Er V>sch äfften; 15§6 Formulare juramentorum,.er Eid-Luch; i;88 fasciculum judiciarii ordinis’ n gularis, oder Ausbund etlicher Lhur - und Für-I en Ober - und Unter - Gerichts - auch Grafen undZerren Land-Ordnung, vornehmer Leichs-StaSte^neuerten Deformationen und Processen in bürger-'chcnRechts-Sachcn, des nieder-sächsischen Lrei-h chGàny t Edict und Probier - Ordnung; 1575»»e a . m . vit£e fleüi ChriiH lateinisch und deutsch ;v ,1?° e ' ne thüringische Lhronica; Formular rund^ukommlich Notariat-Luch, das sein Sohn,Lon-^ Gerhard Saur 1607 vermehrt heraus gegeben;^ te-Luch, welches Herm. Adolph Authes ver-sche fortgesetzt 1658 drucken lassen; den deut-Ktblio C0cc ^’ !593 breviarium juris; ingieichenö«* 1 ^"ürea Goldwurm einen historischen Laien-
^ A
beriffs^ ndr '^ e ‘ n Schul-Cantor zu Kiel in der an-ssia« ^ des 17 Seculi, hat auf desHertzogs Lhri-lvu, im !• ma Hollstcin Erb-Huldigung einen ®lud("î einer musicalischenHarmonie von 7, 9 oder
S AU r mmen verfertiget. Mol.
Sck&t ^F°P rad )’ ein deutscher JCtus, hat um 164z/ Und rraÄ. de praelcriptiombus geschrieben.
SAUR (George), ein JCtus, hat 1619 Thelaurum
casuuin conscienti^, conrinentem praxin de censu-ris eccleliasticis aliisque pœnis &canonicis impedi-mentis zuVenedig in folio heraus gehen lassen.
SAUR (Jacob), ein Philosophas, hat Syntagmatislogici libros 6 geschrieben, welche 1666 zu Witten-berg in 8 heraus gekommen, und 1698 ausgelegt wor-den.
SAURIN (Elias), ein reformirterTheologus, geboh-ren zuUsseaup in Dauphine 1639 den 28 Aug. wurdex66i zuVenterol, und 1662 zu Embrun in seinemVaterlande Prediger. Als er aber vor dem Vencra-bili, welches ihm in einer Proceßion begegnet, denHrit nicht abziehen wollte, muste er aus dem König-reiche nachGenev,und von dar nachHolland entfliehen.Daselbst machte man ihn 166; zum Prediger zu Delfft,und 1671 zu Utrecht; wobey er von einigen iLynodisBefehl erhielt, die Satze des Mr.de Labadie und desMr. Iuricu zu untersuchen, welches er auch gethan,aber darüber mit dem letzten in grossen Streit gera-then. Er schrieb traite de V amour de Dieu ; traité deV amour du prochain ; Examen de la théologie du Mr.Jurieu; défense de la doßrine de ïEglise; jußificationdesa doßrine; reßexions fur les droits de la conscien-ce, und starb 1703 den 8 April. Sein Leben findetMan bey seinem Buche de l’amour du prochain.
SAURIN (Jacob), ein reformirterTheologus,gebüh-ren zu Nimes in Langvedoc 1677, von da sich seinVa-ter, der Procurator bey dem Parlamente war, wegenWiedcrrufung des Edicts von Nantes hinweg, undnach Genev begab. Allhier studirte Jacob Saurin,trat nach einiger Zeit in Kriegs-Dienste,that 1694 alsFahndrich einen Feldzug, und trieb, nachdem cr dieKriegs-Diensie verlassen, seine Stadia wieder zu Ge-nes. 1700 that erübecHolland eine Reise nach En-gelland, und wurde von dem letztcrn Reiche ins Pre-digt-Amt aufgenommen. Nach vier Jahren kam creinmahl wievcr nachHolland, und weil man ihn gernim Haag behalten wollte, damahls aber kein Platzoffen war, so machte man eine neue frantzösische Pre-diger-Stelle, und gab dem Herrn Saurin den Berufdazu, nebst einem jährlichen Gehalte, den er bis ansein Ende genossen. Er bekam wegen der Frage, obman in gewissen Fällen die Wahrheit verbergen dürffe,die er in seinen Anmerckungen über die Bibel bejahethatte, grossen Streit. Ungeachtet er sich deswegen ineiner besondern dissert. sur le mensonge zu vertheidi-gen gesucht; so kamen doch von dieser Frage noch vielandere Schrifften, welche meistens in der bibl. raison-née, desgleichen in den sogenannten lettres serieales& badines, Wte auch in ber Critique desintereílëe desjournaux zu finden, und grossen theils mit vielenSchmähungen und allerhand Beschuldigungen ange-füllet sind, zum Vorschein, wodurch die Unruhe immergrösserwurde. Es kain auch die Sache so weit, daßer endlich vor der Kirchen-Versammlung zu Utrecht,Leibt» und Amsterdam sich hiersiber verantworten
muste,