Band 
Vierter Theil S - Z.
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195-196
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iz >5 SCARBOROUGH SCARGA

der ihn zumGeueral-Visttator seines Ordens ernennte,und hinterließ Volumen Serrnsnum, welches zu Toledomit Alb. Bejsaiti Summa in einem Bande im Manu-skript liegt. Ech.

SCARBOROUGH (Carl), einenglischerMedicusimlytm Seculo, wurde in der St. Pauls-L-chule zuîonden auferzogen, kam hernach als ein Mitglied indas Cajus-Collegium nach Cambridge, und brachtedarauf einige Zeit in dem MertonCollcgio zu Ox-ford zu, allwo er mit dem l). -Harvcy in grosser Ver-traulichkeit lebte, und ihm bey seinem Buche de gene-ratione animalium Beystand leistete. Er wurde1646 Doctor Medicinà, darauf ein Mitglied dcsCol-legst Medicorum zu Londen, und Königs Larl IIîeib-Medicus, von welchem er 1669 zum Ritter ge-macht wurde, blieb auch bey Pacobo II und Wil-helms III Leib-Medicus. Er war der erste, welcherdie geometrischen und mechanischen Speculationen indie Anatomie einführte, und solche insonderheit in sei-nen Lectionibus auf die Muskeln des menschlichenCörpers x6 bis 17 Jahr hinter einander auf dem öf-fentlichen Theakro zu Surgeon's Hall anwendete.Er war zugleich ein guter Mathematicus, und manhat von ihm Syllabum musculorum, welcher derAnatomical Adminisiration of all tbe Muscles of an hu-man Body beygefügt ist; einen kurtzen Begriff vonwilh. Lilye Grammatik ; eine Trigonometrie.Knight the Life of Colet. Wo.

SCARDEONIUS (Bernhardinus), eist Historiensund Canonicus zu Padua, hatte zuvor 34 Jahr langdie Nonnen im Kloster St. Stcphani unter seinerAufsicht, schrieb Libr. III de antiquitate Urbis pata-vinie & claris civibus Pat.; de Castitate libros VII;la nove evangelica ; libell. de confolatione ; gab auchpetri Barocci Buch de ratione bene rnoriendi mitseiner Vorrede heraus. Die libr. III de antiquitateUrbis patavinse & claris civibus patavinis cum tr.de fepulcris exterorum Patavii jacentium stehen indem tbefaur. ántiquit, & histor. Italiae Tom. VI.Er aber starb 1574 ben 29 May, im 96 Jahr. Tom.Pap.

SCARDINUS (Peregrinus), ein Prediger aus demNeapolitanischen, lebte indem 16Seculo,und schrieberationem in kuriere régis Philippi II; defcriptio-nem patrise fuaein profa & ligata. To.

SCARGA (Petrus), sonst Paveski genannt, ein pohlni-scher Jesuit, gebohren 1536 zuGrodzieck aus vorneh-men Geschlechte, war bey König Stephans und Si-gismundo Hofprediger, starb 1612 zu Cracau, undließ in pohlnijcher Sprache in 4 Tomis felectas San-ctorum viras ; compendium annalium ecclesiast. Ba-nnis ; Conciones in Dominicas & festa, de Sanctis&c. in lateinischer aber 7 columnas fidei catholica;de facramento altaris; pro Eucharistia libr. 3 ; artes12 Sacramentariorum & totidem arma Catholico-sum pro prsfentia corporis Christi in Eucharistiacontra Atidr. Volanumi vitam B. Jo. Cantii & Casi-

SCARGIL SCAVENIUS 196

miri; conciones de 7 Sacramentis ecclefi®; Oratio-nes ; de RufTorum erroribus, & causis, cur a romanaEcclesia defeeerunt, (b auch bt\)Pctr, Albini Scriptor.de relig. Russorum steht ; eine Predigt von der Haupt-Frage: an Iiaeretico sitfervanda fides? die Dan.Tra-mer 1602 mit einer Vorrede und Bedrucken edirt;übersetzte auch Franc. Lästert Buch de IV novisstmisins Pohlnische. AI. R. St.

SCARGIL (Daniel), ein Baccalaureus zu Cambrid-ge um 1668, rühmte sich, daß er Hobbesii Schüler,und ein Atheiste sey: vertheidigte auch aus Vorwitzeinige Sätze Hobbcsü mit grosser Hitze, muste abersolche als gottlose in der Kirche revociren, und wardhernach von der Académie relegirt. Hobbesii vita.

SCARLENSIS (Occo), stehe Occo.

SCARMIGLIONI, oder Scarmilionius, (GuidoAntonios), ein Jtaliäner von Fuligno, ward Profes-sor primarius Philofophià und Medicina zu Wien,schrieb de coloribus ; defaporibus; de tactiiibus; deodoribus ; de fonis See. UNd starb zu FuIlgNV den 6Jan. 1620, Ja.

SCARMILIONIUS, stehe Scarmiglioni.

SCARNATUS (Cœfar), ein Philvsophus, Medicusund Theologus aus Abruzzo, gab 1628 heraus, m

curioso dialogo della precedenza delle lettere aä' arme.To.

de SCARPARIA (Jacob Angelus), stehe Angelus(Jacob),

SCARRON (Paul), ein frantzösischerPoete, der sichsonderlich in satyrischen Schertz-Gedichten, so die Fran-zosen Burlesque nennen, hervor gethan, war einesParlaments-Raths zu Paris Sohn, und wies, ob erwohl vom 27 Jahre an fast an allen Gliedern gelà^-met war, und grosse Schmertzen ausstand, in Conver-sation so wohl als in seinen Wercken einen stets lusti-gen Geist, daher Lal;ac von ihm sagt: daß er es wei-ter als die Stoici gebracht, indem er nicht nur in denSchmertzen sich unempfindlich, sondern noch darzufrölich erwiesen. Er hat unter andern des Virgilii/Eneida in vers burlesques übersetzet, unter dem TitelVirgile traveflu. Seine Wohnung war ein Ort, wodie vornehmsten Personen beyderley Geschlechts hin-kamen, um mit ihm zu conversirenz denn er wüstedurch seine artigen Einfälle die Leute treflich einzuneh-men. Er hatte die Madame de Maintenon, so da-mahls Fraucisca d'Aubigny hieß, zur Ehe, wovon indem dritten Theil des ;ieglerischen Schau-playesund Labyrinths No. 209 und 2x0 mehr Nachrichtzu finden. Er schrieb auch le Roman comique, undles nouvelles Espagnoles in profa ; unterschiedene Poé-sies burlesques, so zusammen gedruckt worden, einigeComödien, und starb 1660 den 4 Oct. im 59 Jahr.Br. HL.

SCATURIGIUS, siehe Bronquell.

SCAVENIUS (Laut. Martini), ein Theologus, geboh-ren zuScage inDänrmarckxz89/ studirtezu Coppen-

hagen,