Band 
Vierter Theil S - Z.
Seite
541-542
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541 SEVERTIUS SEVERUS

SEVERTIUS (Jacob), von Beaujeu, wurde 1592Theologiä Magister, lebte noch >623, und schrieb de

principiis mapparum mundi ; de multiplici anathe-mate ecdef ; chronologiam historicam antifHtum lug-dun. ; de arheismo & haereiibus recentioribus ; l'an-timartyrologo; l'anacrife des bibles; Agiohgie ou re-cueil de la vie des Saints &c. Lau.

SEVERUS, ein platonischer Philosophus, dessen Pho-tius hin und wieder gcdeucket, den aber Schotrus mitdem Kayfcr Severo confundiret, hat in

Timxum Platonis, und ■■pvx** geschrieben, auswelchem letzter» Eusebiurr pr®par. evang. ein frag-ment anführet. Fa.

SEVERUS, ein geschickter Mcdicus, von welchem manaber nicht weiß, wenn er eigentlich geicbet. SeineSchrifften sind alle verloren, doch hat Acrius untcr-schicdne Fragmenta vom Untergänge errettet, auswelchem man zur Genüge siehet, daß er auch in de»Chirurgie gar geübt gewesen. Xe.

SEVERUS, ein Ketzer und Haupt der Gevcrianer, leb-te im 2 Seculo, und lehrte, daß keine Auferstehung, daßder Gebrauch des Weins unrecht sey, daß basalte Te-stamentnebst derApostcl-Gcschicht und Pauli Briefenkeinen Glauben verdiene, daß die Weiber vom Teufelgemacht, und also der Ehestand verdammlich wäre rc.Llemens AlcxanSrimis und Grigenes haben denselbenwiderlegt. Eu 5 .

SEVERUS, ein Africaner, war Bischoff von Mile-vum, und des Augustin! vertrauter Freund, dessenSchrifften er fleißig zu lesen pflegte, lebte um dasJahr 420, und ist noch vor Augustins gestorben. Eheer starb, ernennte er bloß bey seiner Clcriscy, ohne sichum den Beyfall des Volcks zu bekümmern, einen zuseinem Nachfolger. Nachdem mau aber nach seinemTode einen Aufruhr befürchtete, so kam Augustrnusauf Ersuchen der Clerisey nachMilevum, machte Frie-de, und brachte es dahin, daß der von Gevcro er-nannte Bischoff ordinirt wurde. Es scheint, daß Seve-rus viel Briefe geschrieben, davon aber nnr noch einervorhanden, der unter des Augustini seine» stehet. C.

SEVERUS, ein Bischoff über die Insel Minorca,leb-te um 418, da die wunderbare Bekehrung der Jüdenzum Christenthum in selbiger Insel vorgieug, derenHistorie er auch selbst ausführlich beschrieben, unterdem Titel: Encyclica epist. de Jud®or. in Baleariinsula converfione & de miraeulis ibid. ad S. Stepha-ne reliquia« frais. Laronius hat diese Schrifft ausdem vaticanischen Archiv genommen, und in seineAnnales gebracht. Sie stehet auch in dem Anhangeder Wercke Augustini, welche die Beuedictiner ansLicht gestellct. Ant. Fa. C. O.

SEVERUS, ein Patriarch von Alexandrie», florirte646, und schrieb Rituale kyriacum Lcc. X.

SEVERUS, ein malagischer Bischoff in Spanien,wurde 584 feiner Orthodoxie wegen ins Elend ver-jagt, und schrieb ein Buch wider den Bischoff Vinscentium, der zu den Arianern abgefallen war, das ersnnulnm betitelt, ingleichen epislolas ad diversos, tUtC

SEVERUS ^

auch correctorium de virginitate ad sororem, w* ^

aber alles verloren gangen. Einige halten ibeinen Mönch Augustiner-Ordens, und lege» ^Sermonem Pttri Cbryjologi de non iuscitan flicarne bey. C. Ant. Fa, . ..^f/

SEVERUS Alexandrinus, ein Bischoff derAlE,^dessen Elmacinus bist. frrac. gedcncket, lebtedes 9 und Anfange des loSecnli, war der ^Coptcn und Jacvbiten zugethan, unöBücher in arabischer Sprache, darinnen erUrsprünge der Bischvffe zu Alexandrie» <fgiebt. Sevcruo berichtet in der Vorrede,ftine Historie aus unterschiedlichen Acten ?" ,5ven zusammen getragen, welche in denBibliotheckcn gefunden worden, und in der 9 ^ chschen oder coptischen Sprache geschrieben gewe! ^aus sie ins Arabische übersetzt worden.rie ist ietzo in der königlichen frantzösischen Bw ^-1,zu finden. Man trifft daraus verschiedene»Abrah. Ecchellenst, beym Hcrbelor und s^,ckin seiner bill. .Patriarch, alexandr. an. Ee 0?’^ jllwider Eutycbii annales geschrieben, welchesder vaticanischen Bibliothec im Manugrip ^.

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Leo Allatiuü hat etwas von ihnt seinen

liis soohiilarum ac rhetorum grxeorum tttt» ^st-und seine Ethopœi® stehen unter Tbom. Galt kbus lelectis. Fa. C: iiaüi^

SEVERUS Sanstus, ober Endelechius, tt»»

Uten, ein Redner und christlicher Poet, zu £jtd :des 4 Seculi, schrieb eine Edogam, unterde mortibus' bonm, darinne er in einem v frtct^zwischen einem Heiden und Christen von dsslichkeit der Thiere handelt; welches in Pitb&r $$tibus veter,bus zuerst, und nach verschiedenen ^,,kAliflagen, 1747 von M. Davib Richtern. schönen Vorrede heraus gegeben worden.

in epirt. ad Reineiium. Fa. -»dt ***

SEVERUS Sozopolicanus, son feiner 93 ? tC l,(Pisidien zngcnahmt, ein Ketzer im 6 Seen y<cvon heidntschen Eltern gcbohren, und wSchwelgerey und Zauberei) beschuldiget, ltebTripoli tauffen, blieb aber nicht bey der rechts ^ s,c»und wurde deswegen aus dem Kloster, bare ^itjbegeben, gestossen. Er beklagte sich darnb" » ^ c»Kayfcr Anastafio zu Constantinopel, und » ^ttn«dahin, daß Flavianus, Bischoff zu Antiochw "er 513 an dessen Stelle eingesetzt ward. .öffentlich die Ketzerei) des Eutpchcs, ver»Grausamkeiten, und entflöhe 5:9, da ihn'sers Iustini Befehl die Zunge ausgefch!Ü"e> . ^solre, nach Alexandrin, trieb allda seine Bvkam nach einiger Zeit wieder nach Conjtaa ^ ^wurde 536 auf dem Synode zu Jerusalem, Jjj. sderswo verdammt, und starb nicht lange dastritte zum Verdruß des KaysersIustim-m stimAphthartodoceteu dermassen hcfftig, daß ( ,J oneuen Secte der Scverircn, oder O'rruivLGelegenheit gab, und das Haupt davon w