569 SICKENHAUSEN SIDEL
Pastor Friedrich Christian Lester Hat 1748 eine Be-schreibung von dessen Leben drucken lassen.
von S IC KEN H A U S EN ( George Aegidius) l)ütoblervationes feudales juridico - politico - practicas
in deutscher Sprache geschrieben/ die 1689 zn Nürn-berg in 8 gedruckt worden.
von S 1 CK 1 NGEN (Francisais), ein fränckischer E-delmann, lebte um 1518/ hatte zwar nicht studiret,aber einen durchdringenden Verstand, war anfangssehr wider Luthcrum aufgebracht, hielt es aber mitdemselben, als ihm Ulr. von -Hütten Luther! Schriff-ten zu lesen gab. Man hat von ihm: Unterricht.von etlichen Glaubens-Artickeln, welcher noch imManufcript liegt, davon Burcard commenr. de Ulr.liutceni vita P. II p. 128 Nachricht giebt, wie aucheinen Discours : ob den protesiirendcn Fürsten desheiligen römischen Reichs ;u rathen sey, mir denpäbstlein einen Universal- oder Particular-Fricdenzutreffen?
SICKIUS, jïíf)í Sike.
SICLENSIS (Franc.), ein Capuciner aus Sicilien,war Doctor und Practicus Medicinä, schrieb de ré-bus medicis &c. verlohr im Alter sein Gesicht, undstarb um l66o. Al.
SIGULUS (Ant.), siehe Antonius.
SICU L (Christoph Ernst), ein fleißiger Mann, wurdebey dem grossen Fürsten-Collegio zu Leipzig Actua-rius »nd Vice-Curator, wie auch bey der AcadémieRcgistrator und starb 1732 dafelbss Er hat die be-kannten Annales lipllenses in 4 Bänden ; das frsslockende Leipzig, wie auch verschiedene andere Dingegeschrieben.
SICULUS (Diodor.), stehe Diodorus.
SICULUS (Matthäus), ein Doctor der Theologie ausdem Dominicaner-Ordm von Gergenti im Anfangedes 16 Seculi, hat Gualt. Bttrlai Commentariain VIIIlibros phyficorum recognita, und primarn partemsummae S. Tboma de Aquino mir Anmerckungen zuVenedig 1508 und 1509 in fol. heraus gegeben, umwelche Zeit er Präfectus Studiorum in dem Conven-tc SS. Joh. und Pauli daselbst war. Ech.
SICULUS (Nie.), siehe Tudefchi.
SICULUS (Petr.), stehe Petrus Siculus.
de SICURA sieh« de Segura.
SICURUS (Dorotheus), flehe Crenius (Thomas).
SIDEL (Ambrofius), ein lutherischer Prediger, geboh-ren um i;;z;uAunaberg,muste in feinerJugenddas
s Brot vor den Thüren mit Singen vor sich und seineve-rwittwete Mutter, zu Annaberg und dem daherumgelegenen Lande erbetteln, worüber er einst bey tiefenSchnee und grosser Kälte, feine Schenckel verdorben,welchen Schaden er, als ein Denckmahl der ausgestan-denen Armut, bis in dieGrube behalten. Erqiengdarauf zu Torgau in die Schule, darbey er sich küm-merlich hinbringen musie, und darüber bald sein Le-
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ben einbüßen müssen; indem er seinem 22^^Pferd ins Wasser reuen sollen, welches sich '"j: ^ins Wasser niederlegte, und denn sporenstreickv.dem Stalle zulieff, worüber ihm der Kopffbar würde eingedrückt worden seyn, wo nicht^ ^gültliche Führung das Pferd noch vor dem „niedergesclimissen wäre. Er hörte darauf zu 2 »':^
berg LNclanchthonem, und kam, nachdem er ven^
dene andere Orte besucht, nach Erfurt,ihn in die Cantorey aufnahm. Er wurdeCollega an der Prediger-Schule, ferner Aice-^^nus an der Kirche dabey, und 1564 ordentlich^ ^diger der Gemeine zu St. Thvmà. Als er p) „j
in den Streit, den Gallus und Aurifaber Nlü ( ^der hatten, einließ; so wurde 1572 nebst uudtkuder Stadt zu weichen genöthigt. Er hielt flüs^" jiizu Cöllcda auf, wurde er 1574 zu Jena Magn"/^,eben diesem Jahre auf dem Dorfe Eischleben M z
uud 1578 Pastor zu Cöllcda, allwo er 1613 ^ miN ov. gestorben. Nebst der Theologie hatteVergnügen an der Medicin, und gieng stiueurern damit an die. Hand; wieihm denn auch^'Nnebst einer sehr mäßigen Lcbeus-Art wohl zu
kam, da er ein beständiger Valetudinarius w^^e
ne Schrifften sind: gemeine, gründliche,und nothwendige Lehre nachAnleirung :6>
Sirach am 9 Capitel: Richte deineMonosticha oder kuryer Begriff der vc£ îîLfí 1 >«hauptstücke aller Capitel der gamzen heil. ® ^Lenturia, das ist hunderr einfältige Fragen"rvort aus dem Propheten Icsaia Cap. 9. ,. ,SIDEL (Friedrich), ein Magister Philosoph!" r (iHjunckus der philosophischen FacultätzuJenWgelehrter Mann, blieb und lebte vor sichJ" C L ftH 1 *le, wiewohl etwas schmutzig, bewarb f* 0 *) al"Ehren-Stellcn, litte in einem Collegio mehf"'
6 Auditores, schrieb : Schediaüna de méritéin Germanos, |b 1713 unter eines -andernHeraus gekommen; Régulas de partitione 00 ^ ^toria analytica eaque narurali, ad disciph 0 * h°'Andr.^iUvini; Philosophumena de oblig atl °minis ad religionem, vulgo Verpflichtung ? Mi-schen zum Gottesdienst; Beschreibungden besten Land-Charten bestehendenlantis; derer Postillen Gebrauch und
Tabellen der Logarithmorum vor dielcn Siiius und Tangentes; Diss de °^ ecV ^ e st"“ 1 ,altronomicis ; de inventione in genere » j 5 scl'®excerpendi; duas de praeparatione prscep‘ jep*lastici; de mechodo discendi Geographi^ 111 ^^ *ca, vorn Iuden-Sopf, welche letztere i 7 % * jnes andern Nahmen, wider des VersaM^s^
aus Licht getreten : Epist. de felicitateinsantum; Epist. super quxstione : an . ft . ltl aesse debeat djiuêijs ? eine deutsche ckcberstsIoh. von Felde Geometrie, mit ?usätzk" l"gab Ge. Michaelis praxin gnomicam. CeitU ghsif
Marr. Lucheri Abhandlung vom Leiden de n