Band 
Vierter Theil S - Z.
Seite
1041-1042
JPEG-Download
 

1041 TELECLIDES TELESIO

.TELECLIDES, ein alter Scribent und römischerPoet von Athen, lebte in der 84 Olympiade,und schriebverschiedene dramata, deren Athenäus und Grisa»gedencken, so bis auf einige fragmenta in Grotii ex-cerptis verlohren gangen ; comnrentirte auch Über den

Hestodum ifc. H. Ar. Fa.

TELEGDI (Nicol), aus einer adlichen ungarischenFamilie, war erst um 1576 Dicarius des Ertzbischoffs

' zu Gran, hernach i;7yBischoffzu Fünffkirchcn, gabeine ungarische Postille, wie auch 1580 ein ungarischWerck de mercede bonorum wider die Reformirtcnheraus. CZ.

TELEGONUS, «in Tragödien f Schreiber,dessen Ari-stoteles gedencket, hat Olytstn See. geschrieben, so ver-lohren gangen. Arifioteles poetices cap, 14.

TELEPHUS, ein Grammaticusvon Pergamo,lebteim 2 Seculs, war desKaysers Lucii VeriPräceptor,und schrieb lib. II ruy 7t»f ‘O/xtigig axtinolrm

wtf» r?s 'O firigs ytßj nX*T'a>vos avf*<f>uvixt» 0 tA.iy.ct' ßixs rgxyixwy yjfj xaj/uixäv ; noixiX^s (piKoux-äias lib. 2 ; ßißXixxtis iftttngltcs lib. 3; de Atheni*ensium legibus, moribus & dicasteriis ; descriptio-nem Pergami ; de Pergami regibus lib. 5 ; de Augu-stali pergameno lib. 2; de attica constructione, &de nominibus vestiumlib. 5 ; coHectionem epithe to-nnn in 10 Büchern, davon aber nichts mehr vorhan-den. Fa. son. Vo. S.

TELERA (Cœlestinus), ein Neapolitaner,vonMan-fredonia, war Definitor und Abt der Cölestiner, gab1640 des Pabsts Csshßim V Opera zu Neapolis, und1648 bißorie de gli buomini tllußri per Santìta dellaCongrégations: de' Celeßini heraus. To.

TELES, ein pythagorischer Philosophus, hat 75-x-avrugxiius ; de exilio ; de comparatisme divitiarum& virtutis; de vita & quod voluptas sit summum bo-

num, ingleichen ntgl.negird.rtey geschrieben , davonFragmenta beym Gtobäo anzutreffen. Fa.

TELESETES, oder TelestesSelinuntius,ein griechi-scher Poet und Comödien-Schreiber, lebte in der 95Olymp, und schrieb lustige Gedichte, von denen nochetwas unter Henr. Stepbani lyricis stehet. Vo. S.Fa.

TELESILLA, von Argos, eine wegen ihrer Klug-heit und Tapferkeit berühmte Dame, lebte in der 139Olympiade, bewaffnete, als der Laccdämonier KönigLIcomene« die Stadt Argos belagerte, alle Weiber,und übergab ihnen gewisse Posten, selbige zu defen-diren; daher der Feind, als er solches erfuhr, die Be-lagerung aufhob. Ihre poetische Wissenschafft undandre grosse Gaben brachten ihr die Ehre einer Sta-tue zuwege, welche auf einem öffentlichen Platz in Ar-gos aufgerichtet wurde. Etwas von ihren Gedichtenstehet unter Fulv. Urßni lyricis. Plu. CA.

TELES I NUS , siehe Teìlef.nu;.

TELESIO (Ant.), ein Edelmann von Cosenza, undVetter desLernhardini, lebte im Ansauge des 16 Se-cuii, war sowohl in den gelehrten Sprachen, derOra-

TELESIO

jo4*

torie und Poesie, als auch in der Philosophaisbewandert, und gieng, nachdem er beydeoland und Rom einen Professor abgegeben,za in seiner Vaterstadt in einem nicht garmit Tode ab. Man hat von ihm einige ^als: not* in Horatium, die in einer zu Den

in folio heraus gekommenen Edition !>'

mit aufgeleget worden; ingleichen de c0 } ^co^'

bellus; de coronarum generibus apud antii „ja-

mentarius ; imber aureus, tragccdia ; , 5*'

ta varia, welche 1524 zu Rom IN 4 po«'

druckt worden, auch zum theil in den den

tarum italorum stehen. To. Jov.Nic- 's*'

TELESIO, oder wie ihn andere unrecht"flesio, (Bernhardinus) , ein italianischorP*)» i5°"gebohren zu Cosenza in dem Königreiche Neap' .aus einer adclichcn Familie, legte denG*Studien zu Mayland unter seines DatckAntonio, und gieng darauf mit demselben y#Rom, hatte aber daselbst das Unglück, daß,

V Trouppen diese Stadt 1527 eroberten,beraubet, und noch dazu gefangen wurde.^ "heckjxer zwey Monat inr Gefängniß zugebracht, w'g b

dem Aristotele abgieng. Er nahm zu ■den Gradum eines Doctvris Philos, a», p,darauf wieder nach Rom zurück. Dasei*»* gM'ne Studien unermüdet fort,und ward nmten und vornehmen Männern, sondernUdaldino Banoinello und Johanne seU« ^,fch>Bischoff von Benevento bekannt, welche àsttc»rcr Untersuchung der philosophische» ,«tt

Ausarbeitung eines völligen Syíìema»lieh aufgemuntert. Er verheyrathetedrey Söhne, davon er dem ältesten ""»U/ävckUTobe sein Hauswesen übergab. Er se**»■ )ti frt*te sich nach diesem ansein Landgut, und (t (0 fmitStudirenund Bücherschreiben zu,nach Neapolis eingeladen wurde, allwodirenden auf ihr inständiges Begehre» v -Mal*^.erklärte, und hiernächst eine gelehrteter dem Nahmen der Academi* a(rsenti n* errichtete, deren Haupt-Absich*^î

iciuinic ucuii - xtv 1

tur,Wissenschafft zu befördern und Tci ’ r jflot e, ' ll( .|twider die Anhäuger und Verehrer des ^ ‘ ^ n« „vertheidigen. Als er aber endlich tv( 9 e » L,^ ,j(,Philosophie von den Geistlichen ,den Mönchen, allzu vielen Verdruß «u l m ^gerieth er in eine Melancho.'ie-KranckyV ssi„er<,„lihn gleich sein Sohn von Neapolis »am ^ ^stadt bringen ließ, konte ?r sich doch a grnicht wieder erholen, und starb i_5S8- gev* soMangel und Unrichtigkeit der arifcotein.wohl ein, konte sich aber doch von de> 7-er noch in dieser Schule gefasst, \id

entkedigen, daß er nicht selbst zuwe"