Band 
Vierter Theil S - Z.
Seite
1289-1290
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I2$9 toxotius tozzi

unterschiedenen deutschen und italiänischen Acade-mien, pflichtete den Lehrsätzen des Paracelsus bey,wurde zu Hagenau Stadt-Physicus, und 1529 vonLarolo V zum Poeten uud Comite palatins ernennt,florirte in der ersten Heljfte des 16 Seculi, machtesich durch seine Praxin berühmt, hatte mit dem AuenStcngelio, einem Medico zuAugspurg, wegen des in-nerlichen Gebrauchs des Antimouii viele Streitigkei-ten, ließ unterschiedene Schrifften des Paracclsi mitseinen Änmerckungen in Druck ausgehen, stellte eini-ge Trackate Raym. Lulli mit seiner Vorrede an'dasLicht, publicirte auch Onomastica duo, medicum &philosophicum, darinne er die dunckeln Wörter, so inden paracelsischcn Wercken befindlich sind, zu erklärensuchte; Spongiam Stibii adverlus Luc® Stenglini,augusliini afpergines; Comment, in Ciceronis rheto-licam ad Merennium Sc in ejusd. orationem prePlan-cio ; übersetzte Bernardi Comitis trevisani opéra insDeutsche; gab Philomusi Anonymi Horn des Heilsmenschlicher Blödigkeit, oder Kräuter-Buch, heraus,und lebte noch 1574. Ad. Li.

TOXOTIUS, ein Raths-Herr zu Rom, hatte desKaysers Antonim Ur-Enckelin zur Gemahlin, undschrieb einige Gedichte. K.

TOZER (Heinrich), ein Baccalaureus Theologiä,gebohrcn zu Northampton in Engelland, studirte zuOxford, allwo er auch eine Zeitlang Prediger war:kam aber, als er von dar vertrieben ward, nach Rot-terdam, allwo ihn die englische Kauffmannschaft zumPastor annahm; schrieb dedictis &factisChristi; di-r*ctorium pi® vit®; ein Communion -Buch ; ver-schiedene Predigten rc. und starb zu Rotterdam denII Sept. 1650. Wo, W,d.

TOZZI (Lucas), gebohren gegen 1640 zu Aversa,ward zu Neapolis erzogen, wurde daselbst 1661, im2i Jahre Doctor Medicina, und hernach Professorim Archi -Gymnasio, da er Mcdicinam und Mathe-sin mit grossem Applaus» docirte. Er lehrte anfangsohne Besoldung in gedachtem Archi- Gymnasio, stiegaber hernach von einer Stelle zur andern, bis er end-lich die vornehmste Profeßionem Mcdicinä thcoreticäbekam, die er auch Zeit Lebens behielt, und in seinerAbwesenheit durch andere verwalten ließ. Da er sichaber nicht allein auf der Cathedcr, sondern auch in derPraxi vor andern grosses Ansetzn zuwege gebracht,wurde er zugleich oberster Medicus in dem Hospitaldell'Annunciata, und folgends auch General-Medi-cus in dem gantzen Königreiche Neapolis. An. 1694nahm ihn der Pabst Innorcutius Xll zu seinem Lerb-Medico an, und war mit ihm so vollkommen zufrie-den, daß er ihm auch zu Rom die vornehmste medici-nische Profeßion in dem Collegio Sapientiä anver-trauete. Nach Innoccntir Tode wurde er ferner zumMedico des Conclavis erwehlet. Da man ihn aberzu gleicher Zeit nach Madrit zu dem Könige Larolo IIverlangte, konte er solche Bedienung nicht überneh-men; wiewohl er auch seine Reise bald wieder einstel-

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len muste, immassen er auf derselbenland erfuhr, daß gedachter Monarch allbeuK m ^de abgegangen. Er kehrte also wiedermrtete dem unterdessen erneuten Pabstä»"^^««[, der ihn unter den ansehnlichsten und v°rlytesten Bedingungen zu bereden suchte, daßF '«,n^verbleiben, und seine bisher allda gehabtes i #ferner bekleiden sollte. Wie er aber hicra-ü " ^ne Reise in sein Vaterland gethan, ließ „td)ijog von Médina Leih als damaligerwieder- hinweg, daher er denn auch zu11 Mertz 1717, ohngesehr im 77 Jahre Pfstarb. Seine Schrifften sind: Medicin® P 3f5 Jete stäretica 8c practica ; Recondita naturse °P e ^ 3 0^'oecafíone cornet® 1664 apparentis; de ar !!- 0Commentariorum in Hippocrath aphp 1 ' 1 :/tesll; comment, in librum artis medicina !lî ' 0 iicui annexum opusculum de recto uiu lexnacuraliam ; t/ieies physic® ex siicris lite rlS ajflld**• Seine Opera omnia medica sind

big in 5 Voluminibus in 4 zusammen gedrEAlan. t. To. Gi. Mem.

T M ^ A (Q uisltus )> ein römischer Poet/

Richte Licero und einige andere von den .ulken, und der nach dem Urtheil des Vuleat» ^ lC úbey dem Gcllio unter den ro vortrcfflichr" gtfdes alten Roms die achte Stelle verdientEnes Nahmens Gedächtniß ist zu neuernden Streich wieder aufgefrischet worden,^Lßt tret»s, Jos. Scqligero gespielt. Denn als ' .^ 4 'lehrte Criticus inst 18 Jahre seines Altersdaß er aller Zeiten Scribcnken aus ihrerS ' 0^»erkennen wolte, verfertigteMuretus etlickewgab gegen Scaligern vor, sie wären ein alt rtum, welches mau ihm erst vor kurtzec ■ 9Deutschland zugeschickt habe.ches; und als man den Autorem vonihw ^te, gab er den Ausspruch, sie wären aus w ^tuodie, fcieHarpace hiesse, und setzte str " ä md " 1îílabmai in seinen Commenrarium über dtölibr. de re rustica. Es sind folgende :

Heu si querelis, ejulatu, fletibus,

Medicina fieret miferiis mortaliu 01 »

Auro parand® lacrumae contra forent-^ val ,Nunc hsc ad minuenda maía n on m 3 ^ tü 0 s-Quam nsnia prafic® ad excitandos tn° tU ntRes turbid® Consilium, non fletum e *r ' W'

Mein îHumtís machte den Betrug iw*!?fen 6 ar, und lachte Scaligern aus, der f_ n C ädl l! 'muceto mit folgendem sehr bittern oä"

crui rigid® gamma; evaierat ante Da 0Faisidico fumos vendidk ore miht-«. , 01 «*

TR ABER (Zacharias), ein Jesuit j»

.1675, und schrieb Nervum opticum, tin opticam, catopericam & dioptricam

in folio. 1^0

gleis'