Band 
Vierter Theil S - Z.
Seite
1445-1446
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dieses seines Sohnes ein wenig besser kennen lernen,übergab er ihn der Unterweisung des damals gar betrühmten Marrscorci de Maravi, unter dem er auchso treffüch und geschwinde zunahm, daß er im l8 Jah-re seines Alters die Académie zu Pisa mit Nutzen be-ziehen tonte. Da er nun hieselbst ; Jahr lang denRechten obgelegen, und sodann dieDoctsr-Würde indenselben angenommen, wurde er auf seines VatersBegehren Notarius zu Florentz, wiewohl er an der-gleichen Lebens - Art keine» Gefallen hatte, und dahe-rv nach dessen kurtz darauf erfolgtem Tode, der Rechts-gelehrjamkcit auf einmal völlig Abschied gab. Hin-gegen legte er sich auf die griechische Sprache, undbrachte es in selbiger so weit, daß er sie nach 2 Jah-ren selber lehren fonce. Nach diesem nahm er sich vor,znPadua oder zuDologna die Philosophie zu treiben,wurde «der durch die innerliche und beständige Unru-hen in seinem Daterlande so lange daran verhindert,bis endlich 1534 die Scro;;i» denen er beständig an-gehangen, aus der Stadt verjagt wurden. Denn daer selbige auch ictzo nicht verlassen wolte, hielt er sichbey ihnen bald zu Venedig, bald aber zu Bologna mis,und gieng endlich, seinen längst gehegten Vorsitz in dasWcrck zu richten, nachPadua,«llwo er sich noch wei-ter in der griechischen Sprache und der Philosophieübte. Um diese Zeit wurde er mit pctr. Lembo,Laur. Lenzi nnd Dan. Barbars bekannt,welcher letz-tere ihn in die von ihm zu Padua gestifftete Académieder sogenannten Jnfiammati aufnahm, darinne erauch verschiedene moralische Lectiones hielt, und vieleDisscrtativnesablas,wovon hernach ein Theilgedrucktheraus gekommen. Hierauf wendete er sich nach Bolo-gna, und als mittlerweile der Groß-Hertzog von To-scane?, Lssmus von Medicis, die florentinifche Aca-démie in feinen Schutz genommen, und dieselbe gernedurch einige geschickte Mitglieder in An sehn bringenwolte, berief er ihn zu solchem Ende nach Florentz zu-rück. Hieselbst bekam er zwar sogleich im Anfangeeine Pension; als ihm aber der Groß-Hertzog baldhernach die florentinifche Historie zu beschreiben auf-getragen, wurde ihnl dieselbe nicht allein verdoppelt,sondern er bekam auch noch zu mehrerer Aufmunte-rung die Pfarre Sän Gavino, in der Gegend von Mu-gello, ob er gleich kein Priester war. Als er das ersteBuch von seiner Historie zu stände gebracht,und demGroß-Hertzoge übergeben, zeigte es derselbe Paulo Io-vio,der sowol als erstgcdachter Printz damit zufriedenwar. Ein anderer hingegen, der es ebenfalls gesehen,und welchen Varchi niemals nennen wollen, warddurch einige gewisse Stellen in demselben also aufge-bracht, daß er ihm einst in der Nacht verschiedene Sti-che mit einemDolche versetzte, woran er eine Zeitlanghart darnieder lag. Als Losmus nach der Hand mitdenen von Siena in einen ziemlich schweren Kriegverwickelt, und demX' archi seine Pension nicht mehrbezahlet wurde, begab er sich nach Sau Gavino, woer sich mit den Einkünfften seiner Pfarre so lange be-helfen muste, bis es wieder Friede worden, da ihm

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denn der Groß-Hertzog seine ehedem gencss „»rädüng nicht allein von neuem reichen, pn ^das Rückständige nachzahlen ließ, und lyw ^ses, weil er gern auf dem Lande leben wol«,^ Zöll-ner eigenen Lusihauser, la Topaja genannt, i 'nen gab. Nach diesem suchte ihn der Pa^l L. t>öttder III nach Rom zu ziehen, wo er 3 ';î orl lí, er Dicrdesselben Nepoten werden solte; er fäßßAnerbieten aus, weil er sahe, daß sein n<w

nicht damit zufrieden war. Zuletzt wurf *.„^0Probst in Montevarchi, und war fest cnt ^uiit>i<J^,se Stelle also zn verwalten, wie es derenerforderte, daher er sich denn noch in ^

re zum Priester weihen, und zu gleicher ?y ß pciHne Bibiivthec nach Montevarchi bringt"er starb, ehe er noch selbst abreisen können, f ‘cemb. 1565. Er hatte es besonders inscheu Sprache hoch gebracht, und "bett (r 0so sonderbarer Annehmlichkeit, daß dce Ptai ' ^„sebken, wenn Jupiter einmal italiänisch h"^len, würde er sich dazu des Varchi Mund 1 ,mc bedienet haben. Daneben erwies er!seine Freunde sehr aufrichtig und gutthayg,,eine der vornehmsten Ursachen war, daß ec, ^tet seiner gar ansehnlichen Einkünffte, rUsM - ^^c>>übrig hatte, und wol gar zuweilen Mal » wmuste. Sonst war er in seinen Sitten gfo . / ^ 1#kümmerte sich wenig darum, was man d'-ekl 00ihm halten wolte. Scip. Amirarouud " 5 ì,,idiSAren;o Lrasso haben ihn auch öffentlichdaß er dcrKnabcnschändcrey ergeben nicii 1 ,

ihm seine Feinde vieles nachgeredet, welche . ( 0lerdings erwiejen ist. Seine ©d)rilí teI ^ ( - o jíití 0 J£

italiänische Ueberfttzung von Boetbio se c 0 ‘'g el! ect 'philosophiae ; iugleichen eine andere vonbeneücii; ; ferner Lezzioni über aüerha"und philosophische Materien ; verschiedenes ^jlc»'den in italiänischer Sprache; Somtti t« . 0 'Sonetti fpirituxli ; componimenti paßorw > t érí

volt; /’ Ercolano, dialogo, wortNNe er ÖO" ^|t;chcn, und besonders von der toscanische» h" ißldie oben schon erwähnte Storia siurent»’“ '^bis 1538, welche 1721 zu Cölln, wie""'.stehet, oder vielmehr zu "Augspurg inkommen, auch tu Burmanni thesauro an"g ifley'leck. D. 8 zugleich mit desselben upslogy L ■ a 0 'cei de natalibus öc morte Alexandr* M e ^ p 0 , elegt worden; la Suocera, eomediai vita d[ , f

fcs Cattani da Dracceto, welche vor diestamore steht; Sermone fatto alla Crtice; cl Mofi.(die Uebersesung des Psalm 50 ipllierere, ^ 0

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bu5 üluürlum poerarum italorum stehen 1 a 1J

mit ciuer'Volrcdc ^gne etruscorum poerarurn, wie auch j nbus illuftrium poerarum italorum stehen ' a l 1lateinischen Gedichte; in den Lttrere i^ ctro Arctino aber achtBricfe des Varcyl a- f

Silvünus Ra>;i hat sein Leben bcschrce j ch„sss>sowvl bey des Varcbi lezzioni, als allch v '