Band 
Vierter Theil S - Z.
Seite
1575-1576
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V I C O

dcnArtickel vouderGeuade,unddas% í, ^ Recht. Der Widerwille des Valla an denì>aísí etl/ ^egei: des lateinischen Styli, brachte ihnto , 11 daß er auch diese Sprache trieb, und denLicc-Hand nahm, auch die lateinischen Poeten, und«>l & lc ^ den Virgilium las, dadurch er einen Ekelseinseinerzeit bekam. Hierauf epcolirte er^ .Muttersprache in Prosa nach dem Boccacio, inkiel "ach dem pclrarcha. Als er in der arte Poe-sien & >rat ‘ i las, daß die Moral-Philosophen den be-

3 citd^^ Dichtkunst gaben; so widmete er vielb»,i > "lten griechischen Sittenlehrern, und fieng8b^,^s'stotcliä Erhic an. Nach diesem studirte er

all/? ct ? ^ die Metaphysic und den Plaro, und giengNjch/""r der Philosophie durch, dabey er die Poeste8lcia, .en ließ, sondern verschiedene Canzoni, des-p üet -." îineil Panegyricum, welcher in her Sccica deitq fl'‘ tal ^ ni des Lippi, desgleichen in des Acampo-f l UTtiiî| r l^het, verfertiget; eine andere Ode auf einfon ^ Schlager, darinne er dem Latullo sehr na-riNxA desgleichen ein Gedicht auf das BeylagerS Ce j L i von Bayern, welches in des Albanier P°eti napolitain T. I steht. Hierauf kam

tine L,-' î" sein Vaterland, machte sich daselbst durchdiei/î. Mische Rede berühmt, dergleichen er nachmalsf f §ion !i '’ Nach 1697 wurde die oratorische Pro-Ehielt d"^ant, um welche er sich bewarb, und solcheNgch 'auch an tinexStoria ideale arbeitete, undsîehxf d nach etliche Reden hielt, aus welchen manschq.y daß er alle göttliche und menschliche Wissen-lu bej,,. Erkenntniß unter ein eintziges Principium^òtijà h U suchte. An. 1708 hielte er vor dem Vice-Bv^jdEm Cardinal Grrmani, eine Rede von denlg Bernl ^ ""d Hinderungen unserer Art zu studircn,Siebe i! * Un 3 der alten Manier zu studiren,welcheHdiennr ^c>8 zu Ncapolis gedruckt wurde. Inder römi-a über die Gesetze suchte er den Grund

Mieten , c v i11 besetze und ihrer Rechtsgelchrtcn zu ent-îhsteni ^ ° 3ab deswegen einen Vorschlag zu einemsetze i„ n/," ^er Iurisprudentz, wie die römischen Ge-Tea d^'"cht auf ihre Regierung zu erklären wären,ill tzg^wegen gerieth er mit demVincen;o Vidama^'^isten 1?" eine Contrvvcrs, ob die röniischcn- 5 'ü'Patricii gewesen wären? Vico aber ant-- 5 cti Clt Vn privatim und öffentlich; da ihm denn^ bet íM tCntfmíînn , der sich dazumahl zu Florcntz''kr willen aufhielt, Beyfall gab. Nach

tnsonx äte s^b auch an die griechische Sprache,arsp^' "verheit an deren Ursprung, um hieraus denyjcitt surfis lateinischen zu entdecken. In der Me-% at!cíy ■ tr auch eines und das andere zu bessern,^ u 'libri m fcer Mathematic. Er schrieb daher äs

àqp^,. » aorporiz animantis, und 1710 kam fei1 tc J u Neapolis heraus; er gerieth mit d

seine

z» iUeapolis heraus; er gerieth mit den'^te ^er Journale zu Venedig in Streit, und

Schrifften 1711 und 17^2 entge-*^(lU kj,,J'"^e ferner die Gründe aller Sprachen aus

"»•am herzuleiten, ingleichen die Grunde der mi legibus. Mol,

VICO VICOSTADIUS 1576

Poesie tiefer zu suchen, und insonderheit in der My-thologie den Sinn der Fabeln dadurch zu erklären,daß er sie für Geschichte der ältesten Republicken inGriechenland ausgab. Kurtz darauf schrieb er das Le-ben Antonii Caraff«, worüber er 2 Jahre unter gros-sen hypochondrischen Schmertzen zubrachte, welches1716 heraus kam. An. 1719 hielt er eine Rede:

Oinnis divine argos humane eruditionis element»tria esse : nosse, velle, posse. Alan griff diese Ab-handlung auch an, und gab seinen Entwurff vor un-möglich aus: doch er rechtfertigte sich durch eineSchrifft an Saggio, welche 1720 heraus kam. Anno172a gab er den andern Band de constantia juris-pi-udentis heraus. Seine mythologische Meinungenund Erklärungen behauptete er aufs neue in dcnNo-teu über den Humerum, woraus das BuclsscrwuchsNot» in duos libros, alterum de universi juris prin-cipio, alterum de constantia jurisprudentis. All. 172Iwurde die vornehmste vormittägliche juristische Profes-sur ledig,um die er anhielt, auch grosse Hoffnung hat-te,selbige zu bekommen ; begab sich aber hernach dersel-ben sclbstwicdcr. Seine Schrifften sind: Orazioneh -thut nella difpartenza del Conte di S.St.ffano, Vicerè diNapoli nella raccolta di D. Nicolo Caravita ; orazurne la-tina nella morte di Caterina d’Aragona; fei orazionelatine satte nel apertnre de rtyi fltidii di Napoli ; Pa-negyricus Philippo V Hifpaniaruni regi distus ; denostri temporis ftudiorum rations cum illa antiquo-rum collata; de antiquistima Italorum sapientia; ri-fpoßa à Signori Giomalißi di Venezia; replica aüa »•»'-fpofla dei medefitni; de equilibrio corporis animan-tis ; asta funeris Caroli Sangrii & Jolepln Capycii ;de rébus gèstis Antonii Caraplsi L. IV ; de uno uni-versi juris principio & fine uno ; de constantia juris-prudenti': libr. 2, I ) de constantia philosophie, 2)deconstantia philologie; Note in libros de jure uni-verso & de constantia jurisprudentis; Solennis pr®-lectio ad legern 1 D. de prasscriptis verbb; Principid'tma feienza nuova ; Canzone; Giunone in Dansaicrazione in morte di Anna Maria di Afpremunt ; ura-zione in morte di Angiola Comini marchefana della Pe-treüa; annotazioni a' Principi della nuova feienza. Erstarb nach 1728. Opuscoli scientifici e filologici.

de VICO (Matthsus), einJCtlls,hat observationesin Ouintini Weytfen s. Witf'enii traft, de avaritia ge-schrieben, die 1672 mit Sun. van Leeuwen Anmer-kungen zu Amsterdam heraus gekommen.

VICOFORTKJ8, siehe Wicqueforc.

VICOMERCATUS, siehe Vimercátus und

Flamtna.

VICOMTE, siehe Vicecomes.

VICOSTADIUS (Janus oder Johannes), von Wer-nigerode im Stollbergifchen, war I6t6 zu Stade,1619 zu Bordesholm und um 1632 zu Kiel Reetor,endlich um 1641 Kloster-Prediger daselbst, und schriebhary thierischeMisgeburt; ciisp.de KibusPetr.Ra-

VICTON