Band 
Vierter Theil S - Z.
Seite
1697-1698
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i6í>7 VOIDNIANUS VOISIN

1654 den 8ten November gestorben. Er war ein ge-crönter Poet, und ward zu feiner Zeit, weil aus sei-nem Nahmen durch Versetzung der Buchstaben, dasWort Ovidius kommt, der preußische Ovivius genen-Ntt. Man hat V 0 N ihm viel schöne Epigraihmata. Ar-nold.

.VOIDNIANUS ( Jo. Camp.), siehe Campanus.

VOIGT, siehe Vogt.

VOIGTEL (Nicolaus), ein Mathematicus, undBcrgzeheudner imMansfeldischen,gebohren zu Frey-berg 1658, starb zu Eisleben 1714, und schrieb geo-merriarn subterraneam , oder Marck- ScheiSekunst.Leb.

ifc VOISIN (Josephus), einfrantzösischer Philolo-zus, flvrirte in derMitte des i7Seculi, war aus ei-ner ansehnlichen Familie von Bourdeaux gebürtig;wie denn sein Vater und Bruder wichtige Ehren-Aem-ter daselbst bedienet. Erselbstwar anfänglich Raths-herr zu Bourdeaux. Weil er aber sahe, daß ihm dieseWürde allzuviel Zeit von seinen Studien wegnahm,verließ er solche, und begab sich in den geistlichenStand, da er denn Priester und Doetor Theologiä,wie auchAllmosenier und Prediger bey dem Printzenvon Lonry wurde, und 1685 verstarb. Er besaß inder lateinischen und griechischen Sprache eine feineWissenschaft, vergnügte sich aber sonderlich an demHebräischen und Rabbinischen, und wendete solcheErkenntniß mit ziemlichem Eifer ru Vertheidigungder catholischen Lehren an. Man hat von ihm un-terschiedliche Wercke im Druck, als einen Tractat deJubiiajo , dabey sich auch Maimonivis Werck vonSchemitta und Jobhel mit einer lateinischen Überse-tzung findet; ingleichcn rbeologiam Jmbeorum; tr.sie lege divina; eine lateinische Versionvon R. Israe-lis disn. cabbalistica de anima, quibus Hebrati legernsolenr inrerpretari, cum commentariis > Und andere.Insonderheit aberistman ihm verbunden,daß vcRay-mundi Martini pugionem fidei am allerersten, undzwar mit gelehrten Anmcrckungen zu Paris 1655 ansLicht gestellt. Die beyde Je». Bnxlorfii, Vater undSohn, haben zwar dieses Werck schon vorher nach ei-nem von Marnas erhaltenen Manuscript publicircnwollen; es ist aber der altere durch seine andern häu-figen Geschaffte daran verhindert worden, und derjüngere muste das Manuscript nach MornäiTode derAcadémie zu Saumur wieder zustellen ; daher demVo sm die Ehre der ersten Ausgabe aufbehalten wor-den. Bey seinen Schrifften ist noch anzumercken,daß er nicht allein an demTractat des Printzen vonLonti wider die Comödien und andere Schauspielegrossen Antheil gehabt, sondern auch dessen Heraus-geber sey, und solchen auch nach des Printzen Todewider den Herrn Hcvelin, Abt von Aubignac, in einemQvartbande unter dem Titel : defenfe da traité deM.le Prince de Conti , touchant la comedie f)' les speBa-des mit vieler Gelehrsamkeit und Nachdruck vertheidi-get habe. Ausser dem aber hat er auch das römischeMissal ins Frantzösische übersetzt, wobey aber der Car-

VOISIN VOIT l6pdinal Mazarin, der damahls den päbstlichtnH^ß

seine Seite;» bringen fuchtesso viel Lermcn erregn, ^

die Uebersetznng nicht gedruckt werden duksn/ ^gleich die Groß-Vicarii von Paris solches stion ?langet hatten. Co.- HL. Histoire & íbteg 4 touvrages pour & contre la comedie & l’opçr a P’ e& 62. Arnauld defenfe des versions de 1 eCsainte, des offices de l’eglise. , , . K ftoí

VOISIN de la Popeliniere (Lancelot), tM Hsijcher Historicus, gebohren zu Popeliniere ^ne, nahm unter den Hugenotten, zu deren bey»bekannte, Kriegs-Dienste, verfertigte dabey vnidene historische Schrifften, wollte darinne wc ^Catholischen noch Protestanten beleidigen, vAdftes aber darüber mit beyden, wie er dennwegen einiger Dinge, die er zum Vortheil d»^.. (l)lischen geschrieben, einen gefährlichen Stoß d MLeib kriegte. Gegen dasEnde seines Lebenser sich zur römischen Kirche, und starb 1608 » ^se-in grosser Armut. Seine Schrifften sind: <

prises ifs ruses de guerre; la vraye & enti*? c fít fí"des troubles ff choses mémorables avenues tant tce qu"en Flandres ff Pays circonvoifitts depa> s ^ Jícomprise en r4. livres, welche hernachLaval verbessert und vermehrt unter feines 0 c[m tlNahmen heraus gegeben, worüber sich W

in der Vorrede zu seiner Histoire de France 1 l íSschwerer; l'histoire de France von 155 ° bistrois mondes ; V Amiral de France, ff P ar . tCC a oec ?celui des autres nations ; /’ histoire des ^ft otreS lt t i líidée de /’histoire accomplie ; histoire de la c ° nl tPays de Brejse fs de Savoye par le Roi tresCr. Ve. Nie.

VOIT (Alb.), vonBerenburg, warzuWittenberg, muste aber nach Churfürstv

ni l Tode, wegen des Crypto-Calvinismi/ S)

hieng, von darweg, undwurdeiz^Rector; ^bürg, hernach izy/Rector der Schule unv ¥ ]0 gi-am Gymnasio zuZerbst, und schrieb . Sy" 0 £j 0 g. A*''

cae ; Pericopen doctrinarum examinis tn e c oll e ‘lanchthonis ; difpp. dialecticas in fafcic»‘ uct>s. Be, a. K.

VOIT (David), ein lutherischer Theolog»»/ "^zitte^'rz^gzuRoiineburg in Thüringen, horte î» . a ߣwberg Lurherum und MelanchthoncM/ 7 .^chisd>ssMagister, nechst diesem Professor derSprache zuJena, 1558 aber als Professorprimarius nach Königsberg in Preußen ^jlte^worauf er 1560 den Gradum Dort. Theo» I )ìì& c K,berg annahm, und unter Melanchthcssecclesise difputirte. Er war dabeyPrediger und Beichtvater, gicng aber i 57 í ^ «»]'nigsberg weg, und hielt sich ein Jahr pri"!^

bis er wieder nach Jena als Professor heruss,rius, „„d von dar 1587 nach Wtttenvcrg^^egward, allwo er in gleicher Qvalitat iffsss ^OcNov. verstarb. Man hatvon ihm Predig'

Nones. Ad. Arnold. £B. Z.