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aipi ZERBST ZERNECKE
Unwissenheit fürwarff,deswegen er heimlich nach Pa-dua flüchtete. Er ließ sich zuletzt durch eine nahm-hasste Summe Geldes verleiten, daß er sich zu demBassa Scander in dieBnlgareybegab, und denselbenan der Dysenterie glücklich curirte, auch deshalb vonihm mit recht königlichen Geschenckcn dimittiret wur-de. Da aber derBassa nach desMcdici Abreise, wi-der dessen Rath, durch allerhand Debauchen in eineRecidiv verfiel, und daran sterben muste; liessen ihndes Bassa Söhne auf der Rückreise in Dalmatien an-halten, und nebst seinem einigen Sohne miteiner höl-zernen Säge zerschneiden. Er hinterließ viele Bücher,z. E. anatomiarn infantis, Welche Jo. Dryander 1537nebst seiner anatomia capitis humani.zuMarpurg in4 ediretz äe cautelis medicorum ; ließ seine Ceron-cocomiam, C. de fenum cura atquevictu tractatumju
Rom 1489 in 4 bekannt machen; gab auch eine »na-
romiam corporis humani & iingulorum illius mem-brorum, welches letztere Merck vor andern anatomi-schen Schrifften wegen der curiösen Methode etwasbesonders hat; ingleichen commentar. in metaphysi-cam Arißoteiis &c heraus. Jov, Valeriaim de in-felicicate liccerator. Ke.
ZERBST (Johann Christoph), ein lutherischer Theo-logus, gebühren 1645 den 26 Oktober zu Wenigen-lupnitz bey Eisenach, studirte zu Jena, wurde 1670Substitut zu Grossen - Lupnitz, darauf Diaconus, Ar-chidiaconus, Assessor im Ober-Consistorio,endlich aber1690 General-Superiiitcndcns,Kirchcn-Rath,Pastorprimarins zu St. Georgen, wie auch Cphorus desEeminarii theologici undGymnasii zu Eisenach,schriebeiscnachischcs dreifaches Gedächrnisi; Leichen-Pre--digken,ttiid starb 1719 den zi May. Eep.
Z E R D U S H T, siehe Zerruscht.
ZERECEDA und Obregon (Anton.), siehe Obre-gon.
ZERGOL (Andr.), ein italiänischer Jesuit, starb;»Millstadt 1645 den 23 Jan. und schrieb theorematachronol.de anno ortus Lc mortis Dn. nostri J. C. Lee.AI. W.d.
ZERMIGN ASIUS (Ludovlcus), ein ItaliänischerPoete von Cremona,flsrirteum 1411, und verfertigteviel artige poetische Schrissten, welche 1657 unterdem Titel: Poejie zu Venedig in 12 zusammen herausgekommen. Ar.
z E R M IG N A ST U S (Nicolin.), ein JCtus und Raths-herr zu Bologna, von Cremona, lebte um 1348, undschrieb de ornatu mulieriim; de soluto niau'imonio;de reprohatione testium &c. Ar.
ZERNECKE (Johann Heinrich), ein JCtus, gebohrren 1672 den 18 November, ward in seiner Gcburts-Stadt Bürgermeister und Vice-Präsidcnt, hatte dasUnglück, daß er nach den 1724 zu Thoren entstande-nen Unruhen, arretirt und zum Tode verdammt wur-de, erhielt aber noch Genadc,hielt sich darauf zu Dan-ìig in der Stille auf, undsiarb 1741 den agOctober.Man hat von ihm thormsche Lhronicke; das bey
ZERNEMAN
den schwedischen Ariegen bekriegte Thorn. M.Dragheim hat von dessen Leben 173z eine lateinischeBeschreibung in 4 herausgegeben.
ZERNEMAN (Conrad), ein Philologus, gab 1606zuFranckfurt no>ünvy.a., s. labores C .ji Julii Cacsarisprsestantistimi republicae modentoris cum lectioni-bus miscellis in acta cssareana in 8 heraus.
Z E R OL A, oder Zemla, (Thomas), ein Doctor Theolo-gia von Benevento,und Bischoff zu Minori, schrieb ei-nen rract.de S.jubileo ac indulgenriis; praxin epi-scopalem; praxin poenitentialem, nub starb í>Cll 6rettDer. 1603, im;; Jahr. To. Ug.
ZERTUSCHT BEHRAM, ein persischer Gelehr-ter und Priester bey den Magis, welcher sich inson-derheit durch ein Merck, Ze tuschname, b. t.ZertuschcHistorie, genannt, einen Nahmen gemacht. Es be-
greifft dasselbe des Zerduscht, oder Zoroastri« Historieund Leben in sich, und ist aus einem alten Merck desZoroasiris selbst genommen, welches derselbe in alterpersischer und Pehlavi Sprache, allein in ungebunde-ner Rede, abgefasset. Dieses aber ist in Versen geschrie-ben, und bestehet aus 40 Capiteln, deren Inhalt Hydein tract.de religione Persarum angeführet, worausman zurGnüge abnehmenkanchaßesmitunzchlicheirungereimten Fabeln angefüllt seyn müsse. Hyde ver-hieß auch,einen ausführlichenBerichtdavon zugeben,wenn dieGclehrten ein Verlangen darnach haben sol-ten. Hyde.'
deZERWIST (Matthaeus), ein deutscherAugustiner-Mönch, dessen Alter aber unbekannt ist, hat de tripli-ci adventu verbi in carnem, in mentem& in judi-cium; de indulgentiis; expoiitionem symboli atha-naiiani; de corpore Christi, unb expositionem inorationem dorninicam geschrieben, die noch alle in derAugustiner-BibliotheczuMünchen imManuscriptbe-findlich.. Ea.
ZESCH (Wilhelm),, ettt evangelischer Theologus, ge-bohren zu Beverstadt den 8 November 1^29, studirtezu Bremen, Jena, Leipzig, Mittenberg und Giessen,solte in seinerJugend die Kaufmannschaft lernen, undwurde i66;Supcrintend«ns zu Wcrtheim in Fran-ken. Als ihm aber die Römisch-Catholischen zu vielVerdruß machten, danckete er wieder ab, und nahm1682 in Jena eine theologische Profeßion an, starbaber, da er kaum z Tage solch Amt verwaltet hatte,den 3 August. Seine Schrifften sind: distertatt. 3de moralirate actuum ; theorematum philofophico-rum diasceplis; theorematum logicorum milcelia;de polygamia dispp. 2; de justifia Dei in genere ;de justifia Dei satisfastoria ; de justifia Dei ho mini'bus imputa ta; de imputatione divina peccati adami-tici; de actujudiciali in die pantocriticode bdlolegitimo; de Joanne in utero materna exultante,ex Luc. 1 , 41-44; de stimulo carni Pauli infixo, ex2 Corinth. XII,7, g ; Antwort «Ulf die Frage: ob dielutherische Lirche die wahre apostoUsch:catho!rscheoder christliche Airche ? Z. N, g. G.
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