VORWORT.
XI
in Verbindung mit dem fraglichen Monde gebracht, fürwelche es bis jetzt noch keine hinlängliche Erklärungengiebt.
Diese Untersuchung war bereits vor mehreren Jah-ren beendigt und vervollständigt, doch glaube ich die-selbe nicht länger der Veröffentlichung entziehen zu sollen,um sie vor dem Beginne des Venusvoriiberganges be-kannt zu machen. Der dann folgende Vorübergang von1882 wird ebenfalls Gelegenheit darbieten, um eine ge-naue Beobachtung aller kleinen Flecken während des-selben auf der Sonnenscheibe zu veranlassen. Nachdieser hier ausführlich mitgetheilten Untersuchunghalte ich mich zu dem Schlüsse berechtigt, dass diefrüheren Beobachtungen des Venustrabanten keineTäuschungen waren und der Bewegung eines Welt-körpers angehören, der in seiner Bahn die Venus um-kreist, jedoch in seiner Sichtbarkeit solchem Licht-wechsel unterworfen ist, dass er uns bisweilen unsichtbarbleibt, doch zu einer andern Zeit wieder mit ziemlichstarkem Lichte leuchtet. Der Venusmond gehört zuden Bürgern unseres Sonnensystems, neuere und ge-nauere Beobachtungen als die früheren werden einstseine Existenz ausser Zweifel setzen und die Mittelgewähren, seine Bahn so genau zu bestimmen, wie esder gegenwärtige Standpunkt der Wissenschaft er-fordert.
Königsberg.
Der Verfasser.