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Der Venusmond und die Untersuchungen über die früheren Beobachtungen dieses Mondes / von Dr. F. Schorr
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170
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170 ROTATIONSZEIT DER VENUS.

Schröters 1. Rotationszeit 23 St. 20 Min. 59-4 Sec., Unterschiedvon Y 25 Bianchini = -f- 36-31", um welche letztere grösser ist,Schröters 2. Rotationszeit 23 St, 21 Min. 19 Sec., Unterschiedvon V25 Bianchini = + 16-71".

Schröters 3. Rotationszeit 23 St. 21 Min. 797 Sec., Unterschiedvon Yjs Bianchini = + 27-74".

Ferner De Vicos Rotationszeit 23 St. 21 Min. 21-93 Sec., Unter-schied von V25 Bianchini = -j- 13-78".

Die neueste und zuverlässigste Rotationszeit de Vicos unter-scheidet sich also von jener 14 5 Rotationsperiode des Bianchininur um 16", von denen Schröters nur im ersten Falle um dasDoppelte dieser Grösse.

Dass aber Schröters Resultat sich ebenfalls aus jeneraltern Bestimmung ableiten lässt, ist wahrscheinlich eine Folgeder von ihm gewählten Zeitintervalle, in denen immer genau dievon uns bestimmte Umlaufszeit des Trabanten der Venus, also diehalbe Bianchinische Rotationszeit enthalten ist. Eine derartigeAbleitung wird das eben Ausgesprochene bestätigen.

1) Vom 2. April Abends 10 Uhr 15 Min. 1793 bis 2. August12 Uhr 40 Min. Nachmittags desselben Jahres sind 121 Tge.14 St. 35 Min. verflossen, nach Schröters Rotationsperiodegeht diese Zeit mit 125 Revolutionen bis auf einen unbe-deutenden Bruch 001 auf, nach der Bianchinisehen da-gegen mit 5 derselben, und es bleibt ein Bruch von 0-008übrig.

2) Vom 26. Februar bis 14. August 1793 sind 168 Tage, diesel-ben geben mit der des Bianchini verglichen 7 Revolutionenund es bleibt ein Ueberschuss von 0'38.

3) Seit dem 13. März 1793 Morgens um 11 Uhr, da sich eineErscheinung am Horne zeigte, die am 2. August Abends 12 U.40 Min. desselben Jahres wiedergesehen wurde, sind 142 Tge.1 St. 40 Min. verflossen, diese Zeit enthält sechs PeriodenBianchinis mit einen Fehler von 0-64.

Vorstehende Beobachtungen sind sämmtlicli der Aplirodit,Fragm. Schröters entlehnt, an der Richtigkeit der Herleitungdes berühmten Verfassers ist nicht zu zweifeln, aber ich glaube,durch diese wenigen Beispiele das vorhin Ausgesprochene be-wiesen zu haben, dass aus diesen Beobachtungen sich ebenfallsBianchinis Periode, aber auch die Hälfte derselben, nämlich dieunserige, ahleiten lässt.