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niger, auch hier iſt es gewiß, daß die Witterung unſere Arbeiten unter-
ſtuͤtzet oder vernichtet. Ein Feld mit Gyps beſtreuet bedarf, wie bey
jeder Dungung, des Regens.
Die Erbſen, Wicken ꝛc. wachſen alle von Gyps Dung noch mehrals einmal laͤnger und frecher heran, als die, ſo mit dem Vieh Dungoder dem Hall und Salzbözig gedungt und beſtreuet waren, und die meh-rere Vervielfaͤttigung der Schotten iſt ſichtbar.
Wann man die Krafft des Gyps erforſchet, ſolche gegen den Gehaltund die Beſtand Theile aller Pflanzen halten will, ſo kan man die Noth-wendigkeit dieſer geſeegneten Folgen demonſtriren,
Ich habe, um den Gehalt des Gyps auf allerhand Weiſe zu erfor-ſchen getrachtet, und das um ſo mehr, da die unglaubliche Proben ſeinerWuüͤrckungen ſchon da ſtunden, und die Naturkuͤndiger ihn doch fuͤr eineTerra iners declarirten. Endlich ſind mir, nach vielen vergeblichen
Verſuchen, dieſe gelungen: Ich zerſtieſe den Stein, ſchuͤttete uͤber ihn
Waſſer, ſolches ließ ich etliche Tage ſtehen, ruͤttelte es aber in der Zeitetliche mal um, und goß es ab, ich lies es auf Kohlen nach und nachverdunſten, und das Reſiduum; ein alcaliſches Salz, bliebe zuruck,welches ſich durch ſein Aufbrauſen mit allen ſauren Geiſtern deutlichverrieth. 82 N
Ich brannte den Stein in einem Back⸗Ofen, der Rauch hatte den
Geſtanck, wie der von alten gebrannten Schuhen, ſeine weggehende viele
oͤhligte Theilgen verriethen ſich deutlich.
Ich reiſete auf einem Felde, wo ich nicht wußte, daß Gyps Steineverborgen lagen, es war truͤbe und ſtunde eben ein Gewitter am Himmel,
ich bemerckte hie und da ganz weiſe Flecken auf dem Boden, ich grub nach,
und fand uͤberall unter der Ober⸗Flaͤche den Gyps Stein, dieſe 85a wie