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Praxis Geometriae : worinnen nicht nur alle bey dem Feld-Messen vorkommende Fälle mit Staeben, dem Astrolabio, der Boussole, und der Mensul, in Ausmessung eintzeler Linien, Flaechen und gantzer Revier, welche, wenn deren etliche angraentzende zusammen genommen eine Land-Karte ausmachen, auf ebenen Boden und Gebuergen, wie auch die Abnehmung derer Hoehen und Wasser-Faelle, nebst beygefuegten practischen Hand-Griffen, deutlich eroertert, sondern auch eine gute Ausarbeitung der kleinesten Risse bis zum groessten, mit ihren Neben-Zierathen, treulich communiciret werden / von Joh.[ann] Friedr.[ich] Penther
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87
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pgrs II. Lsp. VI. SeÄ. II.

8?

Die vierte Aufgabe.

Die Höhe eines Dinges zu messen e k, k-x. x. welches auf einer andern

Höhe stehet.

^S wird hier eben so open'ret, als tz. 504. gewiesen/ denn daselbst habe so wenig zu s' komm können/als allhier/und habe doch auf dem Papier nach dem verjüngtenMaassedie Weite e k messen können. Dennoch will die ganhe Sache hier nochmals reperiren.Man stellet dasHöhen-lnstrumenc in c,dessenHöhe aber reicht bis in 3, in rl wird das weisstEreutz gestellt, dessen Höhe bis in b. reicht. Draufsiehet man aus a nach e> fund b. zeichnetdie gefundene Qrastu8 als bey ez 8. bey 5 z 0, und bey K. 15. unterwärts. Denn mißt man

die Linie c 6, findet s2. zeichnet solches aus/ und stellet in 6. das Höhen-Instrument,welchesAit seiner Höhe bis in l>. reicht/ siehet hierauf aus b nach e und st zeichnet die gefundeneOrs6u8, als bey e 57. und bey st 51, auf. Drauf verfügt man sich nach Haust/ nimmtMpierzurHandX.2. zeichnet aufselben eme blinde Limo a g, zur klurwonral-Lmie, legtden 1'ran8porreur an solche, und setzt aus 3 diegefundeneOra6u8,alsz8. nach e,und zo.llach stund unterwärts nach bis. Oraä, ferner setzt man nach verjüngtem Maas die Länge

der Linie 3 b von s2. aus 3 bis in b, ziehet aus b noch eine Llori2onral-Linie b b, welcheAlt 3 ^ parallel laufft, legt an b k. den IVansporceuran, und setzt aus b die aufgezeichneteOrallu8, als nach e,57, und nach stsI, sowcrden die stimm 3 e und b e, in e, einander durch-schneiden,und die stimm 3 stundb stin st einen Durchschnittt machm.Wmn nun die Weite

. - o/

^ t gemessen wird, werden sich 21. finden/ welches die verlangte Höhe ist.

8eÄio ll.

Vom Wasser-Abwiegen oder Wvelliren.

)Um Xivelliren hat man unterschiedene instrumenra, auch unterschiedene Xloclc» zuoperircn/wovon viel IraÄare geschrieben sind/ ich halte aber davor, daß zu solcherOperarion unser Instrument wird hinlänglich stylt/ und vielen andern den Rang 61-Purirm können, massmsolchesan^ccurarests keinem was nachgiebt, vornemlichwmn esvon einer ziemlichen Grösse ist, und in der Lommostics vor vielen den Vorzug hast weßwe-öm wir an andere Wasser-Wagen jetzo nicht gedmckm wollen.

Nun ist das Kivellirm eine Wissmschafft zu untersuchen/wie viel ein fiiessendes Was-str, in gewisser Listan^, sich dem Lenrro rerrX nähere.

Wollte man also wissm/wie viel Fuß der Fluß st's- r. 1'ab.XXIV. bey 8 tieffer

messe, als bey oder wie viel er zwischen fundst falle. So werden vorhero zweystione8 vorgelegt: i. Ob man nur bloß die Höhe des Falles wissen wolle? 2. Ob ausser"es Falles Höhe auch die Krümme des Flusses zu Papiere gebracht werden solle ? Zweiftels'»ine wird beydes erörtert werden müssen, welches in zweyen Aufgaben geschehen soll.

Die erste Aufgabe.

Die Höhe des Falles von einem Strohm auszumessen.

s.

Z. 507-

kjb.

i.

Mn stellet dasHöhm-Instrumenc in nimmt einen Stab zu sich,etwan 6. Fuß lang,^ zeichnet an selben die Höhe des Instruments vom Wasser bis zum Lenrro der Drop^ren,drauf läßt man jemanden,eineEcke am Strohm herunter,etwann in 3 gehM/dmStabperperMicuIaricer halten, und an selben ein weiß Blat Papier, so weit in die Hohe styieben,bis man durch die Oioprern, welche in stori^oncalem 8iru sind/ den obersten Rand desPa-pieres erblicke, und wo dieser Rand austrifft, wird ein Zeichen gemacht, so wird die v-stanrsvn diestm Zeichen bis zum Zeichen der Instrumenrs-Höhe des Falles Hohe von ^ bis 3

stylt, und wir wollen setzen, 19. betragen. (Fügte stchs, daß bey 3 der Stab nicht lang genugwäre, gehet man weiter zurück nach H..) Die gefundene Zahl zeichnet man auf, und stelletdaslnstrumenr just iit 3 wo der perperMicutsireStab gestanden,an welchem man abermaldes inttrumeursHöhe zeichnet. (Am besten thut man, um Lonkution zu verhüten,daß man

das Instrument immer in einerley Höhe zum Erempel 4. hoch stelle.) Drauf läßt man sol-chen Stab wieder etwas runterwärts am Wasser,etwan in b perpencliculsricer stellen,undMi lolchem, wie vor erwehnet, das weisse Papier in die Hohe schieben, bis man durch die

"ioprern, welche bey diestrO perario n immerMori^onralirer gestellet seyn müssen, den ober-sten Rand des Papiers erstehet, daselbst läßt man ein Zeichen machen, welches bis an demseichen der Instrumsms-Höhe das Fallen von» bis b. zeigen wird, wir wollen setzen, daß

.D 2 6

Z. 5'v8

Psb.XXM.

H. 509.

Z. 510.

sn.

Lsb.XXIV.

kiZ. i.

s

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