bohren. Sein Vater, ConstantinHuyghen, war Rath beym Prinzenvon Oranien, und hatte nicht nurüberhaupt viele Gelehrsamkeit, sondernwar auch in der Physik und Mathematikwohl bewandert, und wurde hierin» derLehrmeister seines Sohns. Uebrigens sollteder junge Hugeniu 6, nach des VatersWillen, die Rechte studiren, und wurdezu dem Ende im Jahr 164s nach L e i d e ngesandt. Er trieb auch diese Wissenschaft;lernte aber zu gleicher Zeit Schooten,den Kommentator des Des cartes, ken,nen, welcher den Geschmack zur Mathema-tik bey ihm befestigte; und die natürlicheAnlage hiezu machte, daß Hu geniusmit schnellem Schritte darin« fortgieng.
Die ganze Mathematik hat diesemgrossen Manne ausserordentlich viel zu dan-ken. In der Mechanik hat er Untersuchun-gen über den Stoß der Körper; über denSchwingungspunkt der Pendel; über dieCentralkrafte u. s. w. angestellt. Die Ap-plikation des Pendels an der Uhr, weicheH u g e n i u s zum grösten Nutzen der Astro-nomie erfunden, ist allein hinreichend (ei-nen Namen zu verewigen. Die gleichför-mige Bewegung, oder die gleiche Dauerder Schwingungen des Pendels, hattebereits Gasilai beobachtet; auch warK 4 von