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Nachrichten von dem Leben und den Erfindungen der berühmtesten Mathematiker : 1. Theil: die bis jetzt verstorbenen / Georg Heinrich Hollenberg
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186
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zum Studiren, ihn von der Arbeit abgezo-gen hatten, gieng er nach Jena um denberühmten Weigel zu hören. Er bliebaber daselbst nicht lange, sondern der Man-gel des Unterhalts trieb ihn nach W i t t e n-berg, woselbst er durch Unterstützung desdamaligen Professors der Mathematik,Martin Knorr, und den freyen Ge-brauch der Bibliothek desselben, es in denmathematischen Wissenschaften ziemlichweit brachte, ohngeachtet solches nicht seineigentliches Studium, sondern die Theo-logie der Hauptzweck seines dortigen Auf-enthalts war.—Nachdem er nun in Wit-tenberg seinen Unterhalt ferner nicht zufinden sah, so gieng er nach Leipzig,und gab daselbst einigen Studenten Un-terricht in der Mathematik, so wie einigenZimmer- und Maurergesellen in der Bau-kunst. Wie es ihm nun dabey an den nö-thigen Instrumenten mangelte, so versuch-te er, sich dergleichen selbst zu verfertigen;und da ihm dieses recht gut gelang, so er-hielt er auch von andern Leuten Bestellungdarinn. Dieses war die Veranlassung,welche ihn zur gänzlichen Applikation derMechanik bestimmte. Er fieng also nun an,sich ein ordentliches Laboratorium zu errich-ten, und befaßte sich mit der Verfertigungallerley Instrumente. Im Jahr 1701 wur-de