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Nachrichten von dem Leben und den Erfindungen der berühmtesten Mathematiker : 1. Theil: die bis jetzt verstorbenen / Georg Heinrich Hollenberg
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208
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Körper, die von Central-Kräften getrie-ben werden, übereinstimmen; und daß sichdie anziehende Kraft dieser Körper ver-kehrt, wie die -Quadrate ihrer Entfernun-gen, verhalten. Er hat dieses in seinemtiefsinnigen Werke Principia Mathemati-ca philosophise naturalis durch geometri-sche Beweise ausgeführt, welche den höch-sten Grad menschlicher Verstandskräfte er-fordern, von denen man sagt, daß derAutor selbige in seinem Alter selbst nichtmehr verstehen können. — In eben diesemWerke behandelte er auch einen andernGegenstand der höhern Mechanik, näm-lich den Widerstand, welchen flüssige Ma-terien auf Körpern ausüben, welche anihnen bewegt werden; wobey er ebenfallsmit so vielemGeiste erscheint, als man vonihm erwarten kann.

Das bisher Erwähnte sind blos speku-lative Erfindungen. Zu den praktischengehöret seine Entdeckung von der verschie-denen Brechbarkert der Lichtstrahlen, wel-che er im Jahre 1666 machte, als er sichmir Schleiffung optischer Gläser beschäftig-te. Er schafte sich bey der Gelegenheit eindreyeckigtes gläsernes Prisma an, um dieUrsache der dadurch sichtbarenRegenbogen-Zarben zu untersuchen, und fand zuerst,daß die verschiedene Brechbarkeit der Licht-strahlen